Kümmert euch erst einmal um die Feinde des Friedens

Khaled Abu Toameh, Hudson New York, 14. September 2010

Während Israel und die PA sich darauf vorbereiten direkte Gespräche zu beginnen, fahren die Feindes des Friedens ihre Anstrengungen hoch, jeglichen Versuch zu hintertreiben im Nahen Osten einen Frieden zu erreichen. Kein „moderater“ Palästinenserführer wird es wagen irgendwelche Zugeständnisse für Frieden zu machen, so lange die Hamas, die Hisbollah, Syrien und der Iran weiter täglich Drohungen gegen „Verräter“ ausstoßen.

Die größte Bedrohung des Friedensprozesses besteht nicht in einem israelischen Checkpoint oder einem neuen Bauprojekt in einer Siedlung der Westbank, sondern in den Drohungen, die von den Kräften des Bösen im Gazastreifen, in Damaskus, Beirut und Teheran kommen. Gemeinsam unternehmen sie alles, um die Friedensbemühungen zu sabotieren. Sie sind gegen den Frieden, weil sie glauben, dass Israel kein Recht hat zu existieren und von der Landkarte gewischt werden sollte.

Der Friedensprozess wird sich nie vorwärts bewegen, so lange diese Kräfte aktiv daran arbeiten Israel zu vernichten und jeden Araber oder Muslim zu eliminieren, der etwas von Kompromiss von sich gibt. So lange die US-Administration und ihre westlichen Verbündeten weiterhin die Augen vor diesen realen Drohungen verschließen, werden die Führungen Israels und der PA nie in der Lage sein irgendeinen Fortschritt in Richtung Frieden zu machen.

Die Hamas z.B. hat offen erklärt, dass es ihr Ziel ist die von den USA unterstützten direkten Gespräche zu vereiteln, die kürzlich in Washington begonnen wurden. Die Hamas hat in den letzten Wochen die Terroranschläge in der Westbank wieder aufgenommen und dabei vier Israelis getötet. Die radikale Bewegung, die den Gazastreifen kontrolliert, hat auch die Raketenangriffe auf Israel wieder aufgenommen. Letzte Woche wurde eine Tragödie vermieden, als die Hamas-Raketen in der Nähe zweier Kindergärten einschlugen, kurz bevor sie morgens öffneten.

Doch die Hamas ist beim Streben nach der Zerstörung des Friedensprozesses nicht allein. Die islamitische Bewegung hat Rückendeckung von anderen bösen Mächten der Region, einschließlich der Hisbollah, Syriens und des Iran. Syrien spielt weiterhin Gastgeber für mehrere radikale palästinensische Terrorgruppen, deren erklärte Ziel es ist die Unterzeichnung jeglicher Friedensvereinbarung zwischen Israel und der PA zu verhindern. Diese Gruppen verfügen über bewaffnete Zellen in der Westbank und dem Gazastreifen, die bereit sind Terroranschläge gegen israelische Ziele auszuführen.

Die palästinensischen „Verweigerer“-Gruppen werden von Syrien kontrolliert; dieses benutzt sie, um sein eigenen Interessen auf dieselbe Weise zu forcieren, wie sie die Hisbollah und andere Terrorgruppen im Libanon seit Jahrzehnten benutzen. Wenn Washington irgendeine Art von Fortschritt bei den derzeitigen Friedensgesprächen sicher stellen und diese radikalen Gruppen stoppen will, dann sollte es Druck auf den syrischen Diktator in Damaskus ausüben und ihn im Zaum halten.

Die Iraner haben auf der anderen Seite klar gemacht, dass sie die Absicht haben ihr Äußerstes zu geben, um die Anstrengungen zum Erreichen von Frieden im Nahen Osten zu ruinieren. Nicht nur stellt der Iran durch seine atomaren Bestrebungen für Israel eine existenzielle Bedrohung dar, sondern er ist der Hauptwaffenlieferant für die Hamas, die Hisbollah und Syrien.

Es wäre besser gewesen, die USA und ihre Alliierten hätten sich darauf konzentriert die Antifriedenskräfte in der Region zu bekämpfen, statt Druck auf die israelische Regierung und die palästinensisch Autonomiebehörde auszuüben.

3 Gedanken zu “Kümmert euch erst einmal um die Feinde des Friedens

  1. shalom ,sehr richtig geschrieben<<einen friedensvertrag ohne die o. g. staaten,sowie hamas bande und hizbollah ist kein frieden zu
    erreichen. diese staaten lehnen aber seit 62 jahren einen frieden mit
    eretz israel ab.das ziel der araber ist<<israel und sein volk zu
    vernichten.<<ich selber glaube das einfrieden mit den arabern,eingeschlossen hamas und hizbollah nie möglich ist. ich verfolge das alles seit über 62 jahren. gott schütze israel. karl

  2. Eine gute Übersicht der Lage. Die USA üben nicht nur auf die Falschen Druck aus, sie beliefern auch mehr Gruppierungen mit Waffen, als gut ist, im Libanon und den PA-Gebieten.

  3. Zitat: „…dann sollte es Druck auf den syrischen Diktator in Damaskus ausüben …“

    Wohl mit der EU-Obama-Wunderwaffe?

    Israel wird hoffentlich nicht so dumm sein und sich auf diese Typen verlassen, sonst ist es verlassen.

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