Die Beseitigung der Geschichte des Nahen Ostens

Melanie Phillips, diary, 14. September 2010

Im Guardian schreibt Giles Tremlett über Europas ersten christlichen Vergnügungspark in Mallorca. Er schreibt:

Genau Details gibt es kaum, aber der Buenos Aires-Park bietet achtmal täglich Nachstellungen der Schaffung des Menschen, der Geburt Christi, der Auferstehung und des letzten Abendmahls. Mit einer Extra-Besetzung in den Kostümen der Römer und frühen Palästinenser wirbt der Park für sich als „ein Ort, wo jeder etwas über die Ursprünge der Spiritualität lernen kann“.

„Frühe Palästinenser“ – hä? Und wer genau waren diese „frühen Palästinenser“? Nun, sie waren das, was wir sonst wie nennen würden? Juden! Jesus war ein Jude. Das „letzte Abendmahl“ war das jüdische Sedermahl zu Passah. Das Land des Neuen Testaments wurde Judäa und Samaria genannt. Die Leute, die dort lebten und von den Römern verfolgt wurden, wurden nicht Palästinenser genannt. Sie waren Juden.

Doch Juden gibt es in der gesamten Story von Tremlett nicht (ob sie als solche in Mallorcas Vergnügungspark auftauchen, wird nicht klar). Das ist nicht irgendein unproduktiver Fehler. Es ist die vollständige Übernahme des fiktiven arabischen Narrativs, das jede Spur der Juden aus deren eigener Geschichte beseitigt und fälschlich behauptet Jesus sei ein Palästinenser gewesen.

Ein Großteil dieser Umschreibung der Geschichte kommt von arabischen Christen im Sabeel Ecumenical Liberation Theology Centre in Jerusalem unter der Ägide von Pater Naim Ateek (ein gewaltiger Liebling so vieler in der Church of England) und der eine ausschlaggebende Quelle systematischer, theologiebasierter Lügen und Verleumdungen über Israel ist. Ateek hat die uralte christliche Doktrin des Supersessionismus oder der Ersetzungs-Theologie wiederbelebt – einer Doktrin, die sagt die Juden hätten alle Versprechen Gottes an sie verwirkt und diese seien von den Christen geerbt worden; diese Theologie fachte Jahrhunderte lang christlich-antijüdische Pogrome – und vereinigte sie mit dem „Palästinensianismus“, um den verlogenen Eindruck zu schaffen, dass die palästinensischen Araber die ursprünglichen Einwohner des Landes Israel seien und dass Jesus ein „Palästinenser“ war.

Ateek hat angestrebt den Eindruck einzupflanzen, dass die Juden die „Palästinenser“ genauso kreuzigen, wie sie halfen Jesus zu kreuzigen. Im Dezember 2000 schrieb er, dass palästinensische Weihnachtsfeiern „von den zerstörerischen Kräften der modernen ‚Herodesse‘ in der israelischen Regierung ruiniert“ wurden. In seiner Osterbotschaft des Jahres 2001 schrieb er: „Das Kreuzigungssystem der israelischen Regierung ist täglich aktiv. Palästina ist der Ort des Schädels geworden.“ Und in einer Predigt vom Februar 2001 verglich er die israelische Besatzung mit dem Felsbrocken, der Christ Grab verschloss. Mit diesen drei Bildern hat Ateek Israel metaphorisch für die Versuche verantwortlich gemacht, den Säugling Jesus zutöten, ihn zu kreuzigen und die Auferstehung Christ zu verhindern. Im Jahr 2005 gab Sabeel eine Liturgie mit dem Titel „Die zeitgenössischen Stationen des Kreuzes“ aus, die Israels Gründung mit Jesu Todesurteil und den Bau der Sicherheitsbarriere mit seiner Kreuzigung gleich setzt.

Das ist ein Narrativ, das den naiven Glauben Lügen straft, der Stillstand im Nahen Osten sei ein Kampf um Landesgrenzen. Stattdessen ist es ein Versuch nicht nur den jüdischen Staat Israel, nicht nur jeden einzelnen Juden aus einem zukünftigen Staat Palästina herauszuschneiden, sondern die historischen Beweise, dass dieses Land – einschließlich Judäa und Samaria – Jahrhunderte vor dem Einmarsch der und Eroberung durch die Araber die jüdische nationale Heimstatt war – und viele Jahrhunderte, bevor die Araber anfingen sich als Palästinenser zu bezeichnen. Es ist ein Angriff auf die jüdische historische, nationale Identität, um den Versuch zu rechtfertigen, den jüdischen Nationalstaat zu vernichten.

Das ist der Grund, dass die Araber so viele archäologische Beweise des antiken Königreichs Judäa vernichteten, die aus den Grabungen auf dem Tempelberg gesammelt wurden. Das ist der Grund, dass die Spuren der Juden, die Herkunft Jesu und ihre eigene Geschichte aus der Geschichte der Region beseitigt werden.

Ist es nicht wunderbar Qualitäts-Zeitungen zu haben, die von gebildeten Autoren geschrieben werden?

7 Gedanken zu “Die Beseitigung der Geschichte des Nahen Ostens

  1. Ja. „Der judäische Krieg“ muß umgeschrieben werden und bald kommt eine neue Version von „Masada“ in die Kinos, wie tapfere Palästinenser in einer Bergfestung dem Ansturm römischer Zionisten widerstehen werden, jedenfalls so lange, bis sie sich mit Hilfe ihrer Dolche selbst in die Luft sprengen.

  2. Ist natürlich auch gefährlich. Wenn rauskommt, daß Palästinenser den Jesus ausgesucht haben, um ans Kreuz genagelt zu werden, statt dieser Juden, aber ich bin sicher, die Christen werden sich dafür entschuldigen, daß ihr Heiland so viele Probleme gemacht hat. Beim Sterben.

  3. Das ist alles richtig, vor allem die Araber wollen die Erinnerung an Israel auslöschen. Allerdings werden wir das noch eine Zeit lang ertragen müssen, denn die durchwühlen den Tempelplatz unterirdisch. Damit leiten sie im Grunde den Zusammenbruch der eigenen Moscheen ein und nun darfst du raten, was dann da wieder drauf gebaut wird.

    • Na, vorher wird aber erst noch kräftig terrorisiert, weil die Juden die Moscheen zerstört haben werden. Wetten, dass es die Ausgrabungen in Silwan gewesen sein werden, die die Moschenn haben zusammenbrechen lassen?

  4. Dieser David, der Steineschmeisser, war im Grunde genommen palästinensischer Intifadakämpfer. Das ist so klar wie Kloßbrühe.

    • Nee, nix da, der war Jude – einer der üblichen Heimtücke-Juden, der nicht offen kämpfte, sondern einfach hinterhältig mit einer harmlos wirkenden Geheimwaffe einen Palästinenser ermordete, der einen ehrlichen Kampf gegen einen ebenbürtigen Gegner wollte. Ein echtes arabisches Opfer, der Goliath.

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