Ein Al-Azhar-Scheik bastelt Geschichte

Ahmed Al-Tayyeb nimmt sich ein paar halbe Wahrheiten und lügt sich die Geschichte im islamischen Sinn zurecht, wie MEMRI dokumentiert: Da ist die Kirche Ursache von Kolonisation im Osten; dafür wurde Missionierung überhaupt erst erfunden (und bedeutet natürlich Zwang). Aber der Islam hat niemals irgendwelche Länder betreten und deren Völker gezwungen oder verlockt zu konvertieren. Ja klar – es gibt keinen mohammedanischen Auftrag das Haus des Islam auszudehnen und die Leute vor die Wahl zu stellen Muslime zu werden oder die Jizya zu zahlen (was auch nur für ausgewählte Leute galt) oder einen Kopf kürzer gemacht zu werden. Ach nein, diese Wahl ist natürlich dazu angelegt, dass die Menschen sich völlig freiwillig für die Religion des Friedhofsfriedens entschieden!

Oh, stimmt, der Islam hat die Menschen nicht bestochen, BEVOR er militärisch in sie einmarschierte! Er ging einfach so auf die Länder los, besetzte und unterjochte sie! Aber im Islam gibt es keine erzwungene Konversion – alles, Islam-Missversteher, die das in Pakistan, Somalia oder sonstwo praktizieren! Ups, der Mann redet davon, dass der Islam DAS LAND nicht zwangskonvertierte; es geht nicht um einzelne Personen, es geht um das Land. Hm.

„Warum wurden die Kreuzzüge gegen die Muslime geführt? Sie behaupteten, die Muslime seien Ungläubige und dass Jesus ihnen erschienen sei und ihnen sagte, sie sollten das Grab retten, das er von den Ungläubigen wiedererrichtet hatte. Jesus hat das nicht gesagt, Gott bewahre. Die Wahrheit ist, dass es da Interessen gab. Damals war Europa barbarischer als irgendjemand sonst. Sie sagen, sie hätten von den Kreuzzügen profitiert: ‚Wir haben vom Osten gelernt, als wir diese Länder kolonisierten.‘ Sie haben die Kolonisierung unserer Region damals betrieben. Sie nahmen in Akko 3.000 Muslime gefangen. Die Muslime ergaben sich und es ist sehr bekannt, dass ein Gefangener, der sich ergibt, dann war es das. Obwohl sie den Muslimen versprachen sie nicht zu töten, wenn sie sich ergeben, töteten sie sie bis auf den letzten Mann an einem einzigen Tag. … Doch diese Zeit endete, als die Kreuzfahrer besiegt wurden. Das geschah erst, als die islamische Nation im Osten von Saladin vereint wurde. Ich ziehe einen Vergleich zwischen dem und der modernen Geschichte – wie muslimische Uneinigkeit es den westlichen Armee ermöglicht muslimische Länder zu kolonisieren und wie muslimische Einigkeit sie innerhalb von kurzer Zeit besiegen kann. … Die Bedeutung des Jihad um Allahs willen ist Verteidigung. Sie kennen das Verteidigungsministerium? Das ist der Jihad. Sie werden nicht finden, dass es einen einzigen Koranvers gibt, in dem der Beginn von Kämpfen erwähnt wird. Was Sie finden werden ist, dass sich dem Kampf kämpfend entgegengestellt wird. … Wenn ein Feind ins Land kommt, muss man sich ihm entgegenstellen. Darüber hinaus sollte der Jihad eine kollektive Pflicht sein, eine individuelle. Kollektive Pflicht bedeutet, dass das Verteidigungsministerium das Sagen hat und die Armee des Landes sammelt. Die Sache des Krieges wird nicht Einzelnen überlassen. Das ist eines der Dinge, die nicht Einzelpersonen überlassen werden. Und sollte eine Einzelperson darin verwickelt sein, so ist es verboten und dem sollte entgegengetreten werden. … Die Waffen, die gefertigt werden, werden im Westen nicht benutzt. Sie werden weder in Amerika noch in Europa benutzt. Es werden Märkte und Spannungszentren geschaffen, um diese Waffen zu benutzen. Wenn Sie meinen, ich würde etwas Seltsames sagen, dann zeigen Sie mir ein einziges Kriegsgebiet in Amerika oder Europa oder auch Japan und Australien, das mit dem Krieg vergleichbar ist, der seit 50 Jahren in Palästina tobt; und den Kriegen in Afghanistan, Somalia und natürlich dem Irak. Und nur Allah weiß, wo das nächste Kriegsgebiet sein wird. All das geschieht…
(Moderator: Wir haben uns dem Dar al-Harb [Haus des Krieges] zu gewandt.]
Ja, dies ist dieses Dar al-Harb wurde uns aufgezwungen. Sie haben uns Kriege aufgezwungen, mit denen wir nichts zu tun haben. Sie bestimmen die Bereiche, die in Flammen aufgehen, damit sie ihre Waffen exportieren und unser Geld nehmen können. Sie verkaufen uns den Tod. … Ich sage, und das gilt nicht für den Islam und die Kultur des Islam, dass Europa bis zum heutigen Tag in völliger Dunkelheit geblieben wäre. Es ist der Islam, der es erwachen ließ. Unsere Kultur ist in Andalusien und in Rom zu finden. Und diese Kunst wurde von den Muslimen gebracht. Ohne die muslimische Zivilisation wäre Europa nicht Europa und folglich wäre Amerika nicht Amerika. … Heute gibt es klare und handfeste Aufrufe zur Schiitisierung der sunnitischen Jugend. … Heute gibt es eine Art… ich nenne es schiitische Invasion.“

Praktisch, nicht wahr? Europa hat alles den Muslimen zu verdanken. Wie gesagt, Halbwahrheiten. Natürlich kann man das so sehen – wenn man die Entwicklung Europas als Kampf gegen die muslimischen Invasoren definiert, die aus Afrika und über den Balkan Jahrhunderte lang versuchten den Kontinent zu unterwerfen. So gesehen hätte Europa vieles den Mohammedanern zu verdanken, die es unterjochen wollten, denn die Abwehr der grünen Gefahr hat die Europäer zu vielem inspiriert.

Allerdings fragt sich, warum die islamische Welt da so rückständig geblieben ist, wenn sie doch den Europäern so überlegen war und die von ihr lernen mussten. Ah ja, die „islamische Nation“ war nicht vereint. Aber wo waren das die Europäer? Und wo wurden wissenschaftliche Erkenntnisse und das westliche Streben danach vom Islam unterstützt?

Aber eine Bildung müssen gewisse Leute ja haben.

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