Bitte vergleichen: Die Berichte über zwei „Proteste“

Meryl Yourish, 27. Oktober 2010

Die AP hat zwei Arten Situationen zu beschreiben: Eine dafür, wenn Israelis beteiligt sind, eine andere für alle andere Fälle. Überzeugen Sie sich selbst:

Menschenmenge bedrängt UN-Ermittler in Beirut

Ui, eine Menschenmenge brüllte Sprüche oder irgendsowas in Richtung der UN-Ermittler? Haben sie sie vielleicht ausgebuht? Nicht ganz.

Dr. Iman Sharara, die die Klinik leitet, sagte, dass zwei Männer – ein Australier und ein Franzose – mit einer libanesischen Übersetzerin zu einem verabredeten Termin auftauchten, um ein paar Telefonaufzeichnungen durchzusehen.

Als sie hinaus ging, um mir ihrer Sekretärin zu sprechen, sah sie eine große Gruppe Frauen, die sich den Weg in die Klink erzwang; sie brüllten und trampelten auf Dokumenten herum, die der Klinik gehörten.

„Es sah aus wie bei einer echten Schlacht“, sagte sie gegenüber Reportern. „Die Ermittler flohen. Die Übersetzerin – sie zogen an ihren Haaren, sie rissen ihr Sachen weg … Ich kehrte in die Klinik zurück, versteckte mich und rief meinen Mann an.“ [Ui, den Mann – warum nicht die Polizei?]

[…] Ein Vertreter der Polizei sagte, mehr als 30 Frauen hätten das Gebäude gestürmt; etwa 75 weitere blieben draußen. Er fügte an – unter der Bedingung anonym zu bleiben, weil er nicht autorisiert war offizielle Äußerungen abzugeben – dass die Menge Schimpfworte gegen das Tribunal brüllte und eine Protestierende die Aktenmappe eines Ermittlers stahl.

Wow. Das sieht nach einem Mob-Szenario aus. Vielleicht sollten wir einen Blick auf die Herangehensweise der AP an einen Marsch israelischer Juden durch eine arabische Stadt [in Israel] werfen.

Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten in arabisch-israelischer Stadt

Was? Die israelischen Juden gerieten mit der Polizei aneinander? Das ist schrecklich!

Dutzende jüdische Extremisten mit erhobenen israelischen Flaggen marschierten Mittwoch herausfordernd durch diese arabisch-israelische Stadt; sie skandierten „Tod den Terroristen“ und lösten Zusammenstöße zwischen Steine werfenden Einwohnern und der Polizei aus, die sie mit Tränengas unterdrückte.

Moment mal, was? Die Juden warfen Steine?

Hunderte Polizisten wurden in der Stadt eingesetzt, nachdem Israels Oberster Gerichtshof den Marsch erlaubte, der in den Außenbezirken der Stadt stattfand. Rund 350 arabische Einwohner versammelten sich in Erwartung der Demonstration; Jugendliche warfen Steine auf die Polizei, die die Menge mit Tränengas und Blendgranaten zerstreute.

Oh. Die Araber warfen die Steine auf die Polizei. Das war also Randale. Arabische Randale. Alles, was die Juden machten, war zu marschieren und „Tod den Terroristen“ zu skandieren. Kein Wunder, dass die arabischen „Jugendlichen“ Steine auf die Polizei warfen. Und das so effektiv, dass es, wenn wir von einem Krawall reden, sicherlich so aussieht, dass beide Artikel alles ahben, was für eine Schlagzeile nötig ist, die das Wort „Zusammenstoß“ beinhaltet, doch wurden die UN-Ermittler von den libanesischen Frauen „belästigt“. Sie wissen schon: an den Haaren ziehen, anpöbeln, eine Aktentasche stehlen – alles typisches Verhalten bei Belästigung.

Die AP: Man kann immer darauf zählen, dass sie rein, unparteiisch berichtet.