Die US-Wahl und die Qualitätsjournaille (2)

(Vorbemerkung: Liebe Leser der NRhZ, eure Desinformanten lenken zwar voller Ekel auf diesen und einen weiteren Eintrag in meinem Blog, aber die feigen Säcke haben sich geweigert, auch noch einen dritten zuverlinken: https://heplev.wordpress.com/2010/11/03/die-us-wahl-und-die-qualitatsjournaille-bisschen-butter-bei-die-fische/. Warum wohl? Weil ihnen die Belege nicht passen, die zeigen, dass ich recht habe.)

Lokalradio heute Morgen als „Nachricht“: Der neue (republikanische) Mehrheitsführer (und damit designierte Parlamentspräsident) John Boehner hat schonmal das Kriegsbeil ausgegraben. Ohne Kompromisse ginge gar nichts mehr, sagte er.

Jetzt wird also die normalste Sache der Welt, wenn Mehrheiten sich ändern, als „Kriegsbeil“ bezeichnet. Weil es dem Oberstümper das Leben schwerer macht. Ähnliche Äußerungen seitens demokratischer Politiker in den USA schaffen es nicht einmal in die Medien. Und dass Obama zwar beim Amtsantritt das Gegenteil behauptete, dann aber tatsächlich das Kriegsbeil schwang – geschenkt, das ist keiner Erwähnung wert, schließlich richtete sich das gegen die Bösen.

Bei SPON wird „berichtet“, dass die Demagogen leichtes Spiel gehabt hätten – dazu ein Foto von (wem sonst) einer Tea Party. Ein „Politikstratege“ betont das noch einmal. Passt irgendwie nicht; wenn dieselben Leute vor zwei Jahren derart stark für Obama waren, dann müssen ja damals auch Demagogen unterwegs gewesen sein, anders ist das dumme Wählervolk dort drüben offenbar nicht zu beeinflussen.

In Düsseldorf gab es eine Wahl-Party von (dort lebenden) US-Demokraten – die im WDR natürlich das übliche linke Gewäsch verbreiten durften: Die Tea Party-Bewegung ist zu 99% weiß (= rassistisch) und alles richtet sich gegen Obama, weil er schwarz ist.

Rassismus der Obama-Gegner und Demagogie – die alleinigen Erklärungsmuster für das, was in den USA am Wahltag passierte. Wer sind hier die Demagogen? Und wer erinnert an diktatorische Regime und deren nicht einmal mehr grob vereinfachende, sondern verhetzende Erklärungsmuster für Probleme der geliebten Politik(er) in die Welt gesetzt werden? Wenn Selbstkritik der Verlierer nicht gefragt wird, sondern die Niederlage ausschließlich mit der Boshaftigkeit und üblen Machenschaften der anderen erklärt wird?

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Ein Gedanke zu “Die US-Wahl und die Qualitätsjournaille (2)

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