Wie viele wurden jetzt wirklich bei der Operation „Gegossenes Blei“ getötet?

Elder of Ziyon, 11. November 2010

Das Magazin Time machte in einem Artikel, zu dem ich schon verlinkte ein beiläufige Bemerkung:

Die Hamas stellte die Raketenangriffe nach Israels verheerendem militärischen Einmarsch vom Dezember 2008 ein, bei dem mehr als 700 ihrer Kämpfer und eine etwa gleiche Anzahl Zivilisten getötet wurden.

Das kommt, nachdem die Hamas selbst letzte Woche zugab, dass rund 700 der Toten von „Gegossenes Blei“ Militante waren.

Dieses Eingeständnis zeigt fast zwei Jahre nach der Operation, dass Israels Schätzung, dass 709 der Toten Kämpfer waren, ziemlich genau war. Goldstone und PCHR und HRW lagen allesamt völlig und nachweislich falsch.

Ein Verhältnis von 1:1 zwischen legitimen Zielen und Zivilisten in einem Krieg, in dem der Feind sich unter Zivilisten versteckt und sich als Zivilisten tarnt, ist im Krieg buchstäblich noch nie da gewesen. Es zeigt, dass die vielen Leute, die Israel leichthin beschuldigen im Gazastreifen Kriegsverbrechen begangen zu haben, nichts vom Krieg wissen und sich weit mehr darum kümmern dem jüdischen Staat Gräueltaten vorzuwerfen, als sich für die Rechte der getöteten Zivilisten einzusetzen. Sie bestehen auf einem klinisch sauberen Krieg, den nur eine einzige Nation zu führen hat – die eine Nation, die sie delegitimieren wollen.

Da jetzt die Zahlen der IDF zu den toten Kämpfern sich als korrekt erwiesen haben, müssen wir sehen, ob die Gesamtzahl der Toten näher an den Zahlen der IDF liegt oder an den Zahlen, die von „Menschenrechts“-Gruppen angegeben werden. Die IDF gibt an, dass 1.166 Personen getötet wurden. PCHR spricht von ca. 1.415, von denen sieben entweder doppelt gezählt oder ohne Angaben sind oder von der Hamas getötet wurden.

Auf den ersten Blick erscheinen die Zahlen von PCHR überzeugend, denn sie führen die Namen aller Toten auf. Aber es gibt eine grundsätzliche Unstimmigkeit, auf die sie nie antworteten. Am letzten Tag der Kämpfe hatten sie bei PCHR 1.251 Tote gezählt. Der wöchentliche Bericht vom 21. Januar revidierten sie die Zahl auf 1.285. (Während sie während des Krieges versuchten die Namen der Opfer zu dokumentieren, wurden die 34 zusätzlichen Namen niemals veröffentlicht.)

Das palästinensische Gesundheitsministerium verkündete eine Abschlusszählung von 1.417 (die Zahl lag erst höher, wurde aber nach unten revidiert). Al Mezan sagte am 7. März, es seien 1.342. Und die PMOH hob ihre Zahlen auf 1.440 an und wir wissen bereits, dass sie logen.

Doch nirgendwo dokumentiert auch nur eine der Organisationen, wie sie die zusätzlichen 80 bis 160 Personen fanden. Nirgendwo in ihren wöchentlichen Berichten erwähnen sie die Entdeckung von zusätzlichen in etwa einhundert Opfer, die unter dem Schutt gefunden oder in Krankenhäusern entdeckt wurden. Der einzige Hinweis, den ich ich fand, dass PCHR vielleicht mit den Zahlen spielte – oder dass sie in die Irre geleitet wurden – kam aus einem einzelnen, anekdotenhaften Punkt. Das palästinensische Gesundheitsministerium betrieb eine Zählung der „Opfer der Belagerung“ des Gazastreifens, eine Liste von grob 5 bis 10 Personen pro Woche, von denen behauptet wurde, sie starben, weil sie keine angemessene medizinische Versorgung bekommen konnten. Wie ich bereits letztes Jahr berichtete, nahm die Zahl dieser „Märtyrer“ während „Gegossenes Blei“ dramatisch ab – genau zu der Zeit, als man erwarten konnte, dass man mehr davon haben würde.

Während die Zahlen der „Belagerungs-Märtyrer“ nur ein winziger Prozentsatz derer ist, die jeden Monat im Gazastreifen sterben, dürfte die Abnahme in Berichten über ihren Tod darauf hinweisen, dass – wie Israel geltend macht – die Diskrepanz an natürlichen Todesfällen im Gazastreifen während des Krieges liegen könnte.

Fairerweise muss gesagt werden, dass dies eine zahlenmäßig sehr kleine Angabe ist und es keine Möglichkeit gibt das zu beweisen. Da aber die IDF bei ihren Zahlen zur Anzahl der getöteten Terroristen bestätigt worden ist, ist es an der Zeit die anderen Zahl erneut zu betrachten – die, die erkennen lässt, dass statt einer Rate von 1:1 bei Militanten zu Zivilisten das wirkliche Verhältnis näher an 2:1 liegen dürfte, was eine absolut erstaunliche Leistung wäre und über jeden Zweifel hinaus beweisen würde, dass die IDF die moralischste Armee der Geschichte ist.

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