Yourish beißt

Vergleichen, bitte: Hunderte ägyptische Christen sind verhaftet worden; ihnen werden schlimme Verbrechen vorgeworfen, was die AP pflichtbewusst als einen Aufruhr beschreibt (anders als „Proteste“ – ihre Standardformulierung für Krawalle in Israel). Was war, als Muslime sich gegen Christen austobten und fast ein Dutzend ermordeten? Nur aus dem Auto Schießende sehen langen Haftstrafen entgegen, wenn ich mich da recht erinnere. Der Grund für den Aufruhr? Ägypten hielt die Kopten vom Bau einer Kirche ab. Ich erwarte gespannt die Verurteilung dieser Verletzung der Menschenrechte der ägyptischen Christen durch die UNHRC. Der AP-Textbaustein tuckert weiter.

Koptische Christen stellen rund 10 Prozent der ägyptischen 80 Millionen-Bevölkerung. Sie klagen regelmäßig über Diskriminierung, auch wenn sie allgemein im Frieden mit der muslimischen Mehrheit leben, trotz gelegentlichen Aufloderns von Gewalt, besonders bezüglich der Grenzen zum Kirchenbau.

Sie leben im Allgemeinen in Frieden, außer wenn Muslime sie wegen Gerüchten töten, dass eine christliche Frau, die angeblich zum Islam übertrat, „unter Zwang“ zum Christentum zurückkonvertierte. Oder Kirchen bauen. Oder sie machen die gesamte koptische Gemeinde für das Verbrechen eines Einzelnen verantwortlich (s. die früheren Gründe für muslimische Randale gegen Christen).

Die Ironie ist derart dick aufgetragen, dass man sie schneiden kann: Libyen vergibt einen Menschenrechtspreis. Ja, Libyen. Ja, Libyen! Und wer bekommt ihn dieses Jahr verliehen? Recep Tayyip Erdogan, der Mann, der die Türkei in den islamistischen Orbit manövriert, der Vorwürfe gegen das Militär erhebt, damit er seine Feinde ins Gefängnis stecken und seine islamistischen Ziele weiter fördern kann. Aber seien Sie nicht allzu schockiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Fidel Castro und Hugo Chavez.

Äh … Was wollte dieser Artikel uns jetzt sagen? Ich las diesen Text in der New York Times und versuchte herauszubekommen, was genau damit gesagt werden sollte. Isabel Kirshner nennt die palästinensische „Studie“, die sagt, die Westmauer war niemals jüdisch, eine „Fehde“ um die Mauer. Eine „Fehde“. Als ob die Palästinenser mit ihren Lügen irgendeine Legitimität hätten. Oh, Moment. Ich glaube, ich habe gefunden, was wir gesagt bekommen sollen. Es handelt sich nur um einen weiteren Fall des Vorantreibens der palästinensischen Seite, als würde diese irgendetwas Wahres beinhalten, so wie beim Jenin-Märchen. Jetzt habe ich es begriffen.

O Kanada! Ich mag die Kanadier immer mehr wegen ihre Israel-Politik. Sie boykottieren Durban III. Wetten, dass Obama nicht die Eier hat das zu tun?