Klartext – Dr. Aaron Lerner: Verteidigungsminister Baraks blöde Idee zu Jerusalem

Dr. Aaron Lerner, IMRA, 16. Dezember 2010

Jerusalem wird am Ende der Verhandlungen diskutiert, bezogen auf die Clinton-Parameter, um genau zu sein: Westjerusalem und die jüdischen Vororte für uns, die stark arabisch bewohnten Viertel für sie und eine gemeinsam gefundene Lösung für das „Heilige Becken“.

Dann kommt Verteidigungsminister Ehud Baraks Rede auf dem Saban-Forum am 10. Dezember 2010. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Wortwahl des Herrn Barak in seinen Anmerkungen und das Paket fängt an sich zu entwirren:

Ehud Barak versucht erst gar nicht zu behaupten, dass es irgendeine nette, saubere geografische Teilung von Bereichen gibt, die er als Teil eines Palästinenserstaates vorschlägt und denen, die in Israel verbleiben. Stattdessen ist es der Westteil Jerusalems und ein Flickwerk jüdischer Viertel, die mit arabischen Vierteln physisch verflochten sind und/oder an arabische Viertel innerhalb Israels grenzen, wobei der Rest teil eines Palästinenserstaates wird.

Der Rest, das ist mit Ausnahme des „Heiligen Beckens“ das, dessen Disposition faktisch nicht gelöst werden wird.

Um Ehud Barak gegenüber fair zu sein: Er ist nicht der einzige Erwachsene, der die dumme Auffassung anpreist, eine solche Vereinbarung könne zu einem robusten und dauerhaften Frieden führen.

Aber das macht es nicht einen Deut weniger dumm.

US-Präsidenten können es sagen.

Reiche, die Foren und Initiativen finanzieren, können es sagen.

Und Akademiker in ihren Elfenbeintürmen können das garantiert sagen.

Aber das macht es nicht einen Deut weniger dumm.

Es ist dumm, weil in erster Linie der Erfolg der Vereinbarung absolut davon abhängig ist, dass man sich auf ein Bestcase-Szenario verlässt.

In einem Bestcase-Szenario gibt es keine arabischen Elemente, die die Arrangements in Jerusalem ausnutzen wollen, um Anschläge gegen Israelis zu starten oder andere Situationen zu schaffen, die die Gegend letztlich in Konflikt versenken.

In einem Bestcase-Szenario wenden die Handelnden ein sorgfältig ausgewogenes Arrangement im „Heiligen Becken“ an, ohne jegliche Eigeninteressen in Betracht zu ziehen.

Aber die Welt ist unglücklicherweise alles andere als eine Welt des Bestcase-Szenario.

Warum sagt also Ehud Barak das, was er sagt?

Ist er ein blinder Ideologe oder glaubt er, er könne dafür Punkte sammeln, dass er „die richtigen Worte benutzt“, überzeugt, dass das nur das bleibt: Gerede.

Wie auch immer, es ist eine blöde Idee.