„Verbrannte Schafe“ – eine Lügengeschichte

Arutz-7/Elder of Ziyon, 26. Dezember 2010

Erinnern Sie sich daran, dass letzte Woche ein arabischer Bauer behauptete, boshafte, extremistische jüdische Siedler hätten seine Schafe zusammengetrieben und sie verbrannt – am Sabbath? [Deutsche Leser erinnern sich nicht, hier war das erstaunlicherweise kein Thema.]

Und dass diese lächerliche Behauptung auf der Stelle von Uruknet, Islamic News Daily, PressTV, Ikhwanweb und Mondoweiss geglaubt wurden?

Nun, Überraschung, Überraschung: Er gab zu, dass er log. Arutz-7 berichtet:

Ein arabischer Bauer aus dem Jordantal offenbarte die Taktik der Linken, die arabische Behauptungen zu übernehmen und Juden fälschlich zu beschuldigen Araber anzugreifen. Er gab zu, dass die Verleumdung der „verbrannten Schafe“ gegen Juden dazu gedacht war seinen eigenen Patzer zu tarnen – dass er die Kontrolle über ein Buschfeuer verlor.

Der arabische Bauer Samir Bani Fadel behauptete, vier bewaffnete Juden seien auf ihn zugekommen, hätten ihn verjagt, sein Feld in Brand gesteckt – was am Sabbath ebenfalls verboten ist  und seien weggefahren, als das Feuer sich ausbreitete und zwölf trächtige Mutterschafe verbrannte und andere verletzte.

Ungeachtet der Zweifel eilten die linken Menschenrechtsgruppen B’Tselem und Yesh Din zu Hilfe, um zu behaupten, dass der angebliche Anschlag ein weiterer von Hunderten angeblicher Taten von Vandalismus von Juden gegen Araber war.

Der New Yorker Autor Philip Wiss druckte prompt die Verleumdung auf seinem Blog Mondoweiss ab und das Bild von grausam verbrannten Schafen weckte Mitgefühl für Araber und Wut gegen Juden. „Es war ein furchtbarer Anblick“, sagte der Bauer. „Ich habe mindestens $12.000 verloren.“

Die palästinensische Autonomiebehörde forderte die internationale Gemeinschaft auf Israel unter Druck zu setzen, um die „Siedler-Gewalt“ zu stoppen.

Die Geschichte begann sich zu entwirren, als Araber mit dem Finger auf Einwohner von Itamar zeigen, einem leichten Ziel, da es eine religiöse Gemeinde ist, aber fast eine Stunde mit dem Auto vom Ort des Feuers entfernt ist. Die Geschichte wurde dann abgeändert und die Schuld der näher liegenden Gemeinde Maaleh Ephraim zugewiesen, deren meisten Einwohner Berufstätige sind und fast nie irgendwelcher Aktivitäten gegen Araber beschuldigt wurden.

Fadel gab der Polizei gegenüber anfangs zu, dass alles gelogen und er für das Feuer verantwortlich war, das er gelegt hatte, um Dornen zu verbrennen, bevor die außer Kontrolle wachsen würden. Die Juden zu beschuldigen hätte ihm nicht nur die Peinlichkeit erspart seine eigenen Schafe verbrannt zu haben, sondern ihm auch erlaubt Schadenersatz von der Regierung zu beanspruchen, während er unter den Arabern der PA und linken Antizionisten als Held bejubelt wurde.

Gegen jüdische Einwohner von Judäa und Samaria sind in den vergangenen Jahren Hunderte von Anschuldigungen erhoben worden, gewöhnlich mit Behauptungen, Juden hätten Olivenbäume angegriffen oder vernichtet; gleichwohl wurden Beweise vorgelegt, dass in den meisten Fällen Araber einfach ihre Bäume beschnitten, auf mangelndes landwirtschaftliches Wissen seitens der Medien und linken Gruppen zählten und dann Juden beschuldigten sie geschädigt zu haben. Olivenbäume sehen zerstückelt aus, wenn sie beschnitten werden und das auch noch Monate danach; man sah, dass die angeblich geschädigten Haine voller Früchte waren.

Eine andere Taktik ist gewesen Gewalt anzuzetteln, besonders am Shabbat, wenn es den Juden verboten ist Fotos zu machen, und dann die Juden zu beschuldigen sie angegriffen zu haben.

Eine kurze Google-Suche zeigt, dass diese Geschichte auf rund 5.000 Internetseiten wiedergegeben wurde.

Was den alte Spruch beweist, der ironischerweise fälschlich Mark Twain zugesprochen wird: „Eine Lüge kann um die halbe Welt gehen, bevor die Wahrheit Zeit hat sich die Stiefel anzuziehen.“

2 Gedanken zu “„Verbrannte Schafe“ – eine Lügengeschichte

  1. Zu dem Spruch (letzter Satz):

    Jetzt weiß ich, warum Charles Haddon Spurgeon ein weltberühmter Schriftsteller und Samuel Langhorne Clemens nur ein unbekannter Niemand geworden ist.

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