Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.12.10-02.01.11)

Montag, 27.12.2010:

Ägypten leugnet, dass der Sinai ein Ausgangspunkt für (Hamas-)Terror gegen Israel ist. Das haben sie aber auch damals bei den Raketen auf Eilat und Akaba behauptet…

Anerkennungs-Quatsch:
Paraguay soll nach pal-arabischen Angaben ebenfalls bereit sein den nicht existenten Palästinenserstaat anzuerkennen. Es hat dazu ein Ultimatum gesetzt (Frühjahr 2011).

Dienstag, 28.12.2010:

Verhandlungs-Heckmeck:
– Sie wollen immer alles, auf einmal und ohne Kompromisse: Nabil Abu Rudeina, Sprecher von „Präsident“ Abbas, verkündete, dass die Terrorchefs keine Zwischenlösungen akzeptieren. Vor allem bezüglich der „Flüchtlinge“ und Jerusalems sei das inakzeptabel, weil die bei Zwischenlösungen nicht berücksichtigt würden.

Mittwoch, 29.12.2010:

Linke Gruppen (in Israel) haben einen „Vorschlag“ (na ja: eine Forderung), angesichts derer Ben Gurion im Grab rotieren dürfte: Der Negev solle für die Araber reserviert werden, wenn die als Flüchtlinge ihr „Rückkehrrecht“ ausüben werden. Doppeltes Problem: 1) Warum sollen die nicht in ein „Palästina“  zurückkehren, sondern den jüdischen Staat überschwemmen? 2) Die Araber werden damit nicht zufrieden sein, weil sie „in ihre Häuser“ zurück wollen, nicht in den Negev! Wie verblödet sind diese Vollhonks eigentlich?

Anerkennungs-Heckmeck:
Saeb Erekat bestreitet jetzt auf einmal, dass die PA die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die UNO anstrebt. (Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln…)
US-Außenamtssprecher Toner sagte, die USA würden einem Antrag auf Anerkennung eines Palästinenserstaates und Verurteilung der israelischen Siedlungen widersprechen. Ein US-Veto sei derzeit „hypothetisch möglich“.

Donnerstag, 30.12.2010:

Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren ist die Zahl der israelischen Terror-Todesopfer im einstelligen Bereich: 2010 wurden bei fast 800 Terroranschlägen 9 Menschen in Israel von Terroristen getötet (2009 waren es 15). Zu Beginn des Jahrzehnts waren es Hunderte.
Die gute Nachricht gilt aber nur, wenn man die (israelischen) Opfer der Operation Cast Lead einschließt. Ohne diese gab es 2009 weniger Todesopfer als 2010. Die Zahl der Anschläge mit Sprengstoff stieg, außerdem wurden die israelischen Araber aktiver.

Anerkennungs-/Verhandlungs-/PalAraber-Heckmeck:
Die PA kündigte an, „in den nächsten Tagen“ bei der UNO zu beantragen, dass die israelischen Gemeinden in Judäa und Samaria sowie Stadtviertel in Jerusalem für illegal erklärt werden und ein Baustopp gefordert wird.

Freitag, 31.12.2010:

Ein Palästinenserführer im Libanon sagte auf einer „Kundgebung“, die Palästinensergruppen sollten eine einheitliche Front gegen die israelische Aggression zeigen. In einem Flüchtlingslager, in dem die Hamas und die Fatah ihre Territorien eng abgesteckt haben. Vielleicht sollten sie erst einmal gegen die Diskriminierungen durch den Libanon protestieren…

Samstag, 01.01.2011:

Die PalAraber behaupten, die Krawalle bei Bilin am Freitag seien friedlich und gewaltfrei gewesen. Die IDF hat Fotos, die das Gegenteil belegen.

Der moderate Friedensengel Mahmud Abbas hielt im Fernsehen eine große Rede anlässlich „des 46. Jahrestages des Beginns der Revolution“ – was nicht etwa die Gründung seiner Terrortruppe war, sondern der erste Versuch der Fatah einen Terroranschlag gegen Israel zu verüben. Frieden als Ziel?

Die Araber in Ramallah behaupten, die gestern durch Tränengas verletzte Randaliererin seit im Krankenhaus gestorben; dem stehen Berichte entgegen, dass sie leicht verletzt entlasse wurde und später Zuhause starb. Natürlich wird jetzt von den Terroristen gefordert, Israel müsse gezwungen werden kein Tränengas mehr zu benutzen. Und unter „Kriegsverbrechen“ lässt Saeb Erekat die Juden damit natürlich nicht davonkommen. Das ist Mahmud Abbas schon sehr „moderat“, auch wenn er schrill von einem „neuen israelischen Verbrechen“ krakeelt.

Friedensgespräche-Heckmeck:
Eine kuwaitische Zeitung berichtet, Washington stehe in geheimen Verhandlungen mit Syrien wegen möglicher Verhandlungen mit Israel. Dennis Ross attestiert den Syrern eine nie da gewesene Bereitschaft sich vom Iran zu distanzieren, die Beziehungen zu Hamas und Hisbollah abzukühlen und mit den USA im Krieg gegen den Terror zu kooperieren. Träum weiter, Vollidiot!

Sonntag, 02.01.2010:

Die PA verurteilte die „israelische Eskalation“, nachdem in den letzten 24 Stunden zwei weitere Araber in der Westbank umkamen (das sollen wohl die Krawall-Tante von Bilin und der verhinderte Soldatenmörder sein). Die israelische Eskalation solle jede Hoffnung auf Frieden zerstören. Die Internationale Gemeinschaft wurde aufgefordert Schritte gegen diese „gefährliche Eskalation“ zu unternehmen. Der effektivste Schritt wäre, die Terroristen aus dem Land zu entfernen.

In einem Kommuniqué der Fatah anlässlich des 46. Jahrestages ihres ersten Terroranschlags gelobt die Fatah ihren Kampf für das „Rückkehrrecht“ und um die heiligen Stätten usw. fortzusetzen. Sie drückte ihre Zufriedenheit bezüglich ihrer Erfolge bei der Entwicklung neuer Formen des Volkswiderstands und der Verwandlung der Keffiyeh in ein nationales, arabisches und globales Widerstandssymbol aus. Alles natürlich ganz friedlich, der Widerstand mit Bomben und Morden usw…

Verhandlungs-/Anerkennungs-Heckmeck:
Avoda-Minister Ben-Eliezer fordert, dass seine Partei dem Premierminister ein Ultimatum stellt: Wenn es keine Fortschritte bezüglich der Verhandlungen mit den Palästinensern gibt, muss die Partei die Regierungskoalition verlassen.
Premierminister Netanyahu forderte Mahmud Abbas zu einem Treffen eins-zu-eins auf, bis eine Einigung erzielt sei.
Die PA verkündete, das Chile und Uruguay die Absicht haben einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 anzuerkennen, Paraguay ebenso (hm, Uruguay und Paraguay waren neulich schon dabei…); außerdem wird erwartet, dass eine palästinensische Botschaft in Ecuador eröffnet werden kann.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Ein Gedanke zu “Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.12.10-02.01.11)

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.