Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (03.-09.01.11)

Montag, 03.01.2011:

Im Libanon demonstrierten 300 Fatah-„Kämpfer“; sie wollten betonen, dass sie den bewaffneten Kampf gegen Israel fortführen werden, „bis Palästina befreit ist“.

Verhandlungs-Heckmeck:
Avi Dichter schwätzt den üblichen Unsinn: Es gäbe zwar auch Probleme auf Seiten der Araber, aber man müsse erstmal Vertrauen bei ihnen aufbauen, in Judäa und Samaria wie auch in Gaza.

Dienstag, 04.01.2011:

Die PalAraber drohen: Die Amerikaner sind in der Lage Israel eine Lösung aufzuzwingen und es wird weder Frieden noch Stabilität in der Region oder der Welt geben, wenn wir unseren Willen nicht bekommen.

Pal-arabische Hetze:
In einer islamischen Schule in „Ostjerusalem“ werden Kinder gelehrt Loblieder auf die Hamas zu singen, darunter mit Texten wie: „Möge unser Blut vergossen werden“, „Ich werde mein Lebe für die Al-Aqsa geben“, „Ich liebe das Märtyrertum“.
Der „Sekretär der palästinensischen Präsidentschaft“ gibt zu Protokoll, dass Israel Streit unter den Arabern stiftet, um seinen Verpflichtungen nicht nachzukommen: Es hat die Teilung bei den Palästinensern verursacht, stiftet zum sektiererischen Religionskrieg im Libanon an, steckt hinter der Teilung im Sudan und fördert den dortigen Bürgerkrieg, steckt hinter den Massakern an den Christen im Irak, dem internen Krieg im Jemen und natürlich hat es Interesse und verursacht den Schaden für die Palästinenser, wo immer sie leben.

Verhandlungs-Heckmeck:
Ehud Barak tönt weiter und klagt, dass es nichts Neues bezüglich der israelischen Bereitschaft zur Aufgabe der Golanhöhen gibt; es sollte alles unternommen werden, um Judäa und Samaria an die „vom Westen unerstützten PA abzutreten, um eine Vereinbarung zu erzielen“ – der redet mal wieder falsch rum und schaltet das Gehirn ab.
Netanyahu berichtet von einem „dreifachen Nein“ der Araber zu Friedensverhandlungen: Abbas lehnt die Anerkennung Israels als jüdischer Staat ab, verzichtet nicht auf das „Rückkehrrecht“ und ist gegen Sicherheitsvereinbarungen. („Drei Nein“ kennen wir von 1967 auch schon.)

Mittwoch, 05.01.2010:

Zum Karmel-Feuer und dem bisschen Hilfe durch PA-Feuerwehr gibt es bei den PalArabern gemischte Reaktionen. Aber auch von hochrangigen Stellen wie aus den PA-Medien kommen gehäuft Meldungen und Kommentare, die zeigen, dass für sie auch „Kern-Israel“ weiterhin als „zionistisch besetzt“ gilt.

Frieden schaffen mit Selbstmord-Flintenweibern – die aktuelle Neuigkeit aus Hamastan. Wenn sie die Flinten weglegen, schnallen sie sich halt Bömbchen um. Weil sie Frauen sind, gelten sie dann wahrscheinlich als moderat.

Verhandlungs-/Anerkennungs-/Belagerungs-Heckmeck:
Kolumbien will einen Palästinenserstaat erst nach einem Friedensabkommen mit Israel anerkennen.
Lady Ashton kommt nach Israel, um weiteren Druck auszuüben, damit der jüdische Staat Judäa und Samaria an Abbas abgibt.
Außenministerin Lieberman gab Ashton etwas mit: Wenn der Waffenschmuggel in den Gazastreifen endet, dann endet auch die „Belagerung“.

Donnerstag, 06.01.2011:

Mahmud Abbas hat befohlen einen der Mörder von 4 Israelis (geschah im August) freizulassen. Außerdem entließ er fünf weitere Terroristen aus dem Gefängnis. Der an dem Vierfachmord beteiligte Wael Bitar war außerdem an einem tödlichen Bomenanschlag 2008 in Dimona beteiligt; auch damals wurde er von der PA rasch wieder auf freien Fuß gesetzt.
Die Angehörigen der Ermordeten sind schockiert und fordern die umgehende Tötung des Terroristen; der Sprecher der Siedler hielt sich etwas zurück und forderte die IDF auf den Mann umgehend selbst festzunehmen.

Ein Orangenhain in der Sharon-Ebene wurde gefällt – von einem arabischen Nachbarn und 5 von ihm „angestellte“ illegale geholte palästinensische Araber. Sie arbeiteten von der Mitte des Hains nach außen, damit sie nicht bemerkt wurden. Der Hain wurde über Jahrzehnte herangezogen. Der Araber behauptet, der Besitzer hätte ihm den Auftrag erteilt die Bäume umzulegen.

Der Palästinenserminister für Gefangenenangelegenheiten (die in Israel) zeigte sich wieder äußerst friedensbewegt: Die erfolgreichste arabische Terroristin bezeichnete er als Vorbild an Mut und Opfer. Wenn sie das ist, eifern ihr die sonstigen Pallis nach. Ganz friedlich werden sie Juden morden.

Der Akademiker und Poet Tamim al-Barghouti von der Georgetown-Universität schiebt nach: Nur der bewaffnete Kampf wird Israel zum Rückzug von arabischem Land bringen. (Verlinkt ein Video von MEMRI)

Die ganz normale, harmlose Hetze:
Die PalAraber beschuldigen Israel minderjährigen Häftlingen im Gefängnis Pornokanäle im Fernsehen zu zeigen. Mehrere.
Der Palästinenserminister für Gefangenenangelegenheiten (die in Israel) zeigte sich wieder äußerst friedensbewegt: Die erfolgreichste arabische Terroristin bezeichnete er als Vorbild an Mut und Opfer. Wenn sie das ist, eifern ihr die sonstigen Pallis nach. Ganz friedlich werden sie Juden morden.

Verhandlungs-/Friedensprozess-Heckmeck:
Hosni Mubarak erklärte Benjamin Netanyahu, Israel müsse seine Haltung und Politik überdenken und substanzielle Vertrauen bildende Schritte der PA gegenüber unternehmen. (Wieso müssen nie die Terroristen Vertrauen bildende Maßnahmen unternehmen?)
Der in Israel fünfmal lebenslänglich sitzende Marwan Barghouti – größte Friedenshoffnung des Westens – erklärte den Friedensprozess für tot und Versuche ihn wiederzubeleben als „wertlos“. Israel habe keine strategische Entscheidung zugunsten des Friedens getroffen. Die Sache der Palästinenser müsse jetzt an die UNO und den Sicherheitsrat übergeben und eine Anerkennung des Palästinenserstaates durch die UNO angestrebt werden.

Freitag, 07.01.2011:

Zusammenfassung: Seit dem 1. Januar 2011 sind bis 7. Januar mittags 11 Raketen und Mörsergranaten in Israel eingeschlagen.

Das Landwirtschaftsministerium und die Zivilverwaltung von Judäa und Samaria führten einen dreitätigen Kurs für arabische Bauern aus Judäa und Samaria sowie PA-Landwirtschaftsbeamte durch, das die Exporte aus den Gebieten erhöhen soll.

Hosni Mubarak warnte Netanyahu vor einer erneuten Invasion des Gazastreifens – wörtlich: vor jedem Angriff auf den Gazastreifen. Mit anderen Worten: Nach Ansicht des Ägypters hat Israel nicht das Recht gegen Terror aus dem Gazastreifen vorzugehen.

Hamas-Politbüro-Mitglied Mahmud al-Zahar sagte anlässlich der Feiern des angeblichen Beschusses einer UNRWA-Schule im Gazastreifen, der Holocaust sei eine zionistische Lüge und würde ohnehin null und nichtig wegen der vielen Holucauste der Besatzung gegen die Palästinenser. Die Zionisten seien im Übrigen in der gesamten Welt wegen ihrer Verbrechen und Korruption massakriert und deportiert worden [man beachte die synonyme Verwendung von „Zionist“ und „Jude“] und der islamische Staat [„der“? das Kalifat?] habe sie als einziger mit Respekt behandelt.

Anerkennungs-Heckmeck:
Chile erkennt den Palästinenserstaat an; das wurde nach der Äußerung des Präsidenten in der letzten Woche jetzt auch vom Parlament entschieden.
– Wenn das mal keinen Ärger gibt: Premier Netanyahu sagte, Hebron, Beit-El, das Rahelgrab und Schilo sollten bei jeder Vereinbarung in israelischer Hand bleiben.

Samstag, 08.01.2010:

Die Umstände des Grenzvorfalls mit einem toten und vier verletzten Soldaten von Freitagabend scheinen einigermaßen geklärt: Eine Einheit der IDF erkannte, dass eine Gruppe Terroristen Sprengsätze am Grenzzaun zum Gazastreifen legten und eröffnete das Feuer mit Mörsern. Aus einem bisher nicht bekannten Grund ging eine der Granaten fehl und traf die Soldaten.

Verhandlungs-Heckmeck:
Ein Vertreter des Premierministers und ein Palästinenser-Vertreter werden nächste Woche nach Washington fliegen, um die Wiederaufnahme der Gespräche zu diskutieren.

Sonntag, 09.01.2010:

Die IDF hat Video- und Fotodokumentation zu den Krawallen von Bilin am Freitag in den Blog ihrer Sprecher gestellt.

In Scheikh Jarrah wurde mit dem Abriss des Mufti-Hotels begonnen. Das „Shepherd“-Hotel hatte Mufti Hadsch Amin al-Husseini auf jüdischem Boden gebaut. Jetzt soll dort wieder ein jüdischer Eigentümer bauen dürfen. Dagegen haben die Araber natürlich etwas und reden von „Diebstahl“ usw. (Husseini hat natürlich nicht gestohlen…) Und die EU? Die zieht voll mit und „kritisiert“ Israel. Was auch sonst!

Die Hamas behauptet, sie wolle nicht, dass die übrigen Terroristen Raketen schießen. Und deshalb bettelt sie angeblich die anderen an nicht mehr zu schießen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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