Die Blödheit der EU

Elder of Ziyon, 10. Januar 2011

Ich sah gerade das tatsächliche Dokument, auf das Ha’aretz sich in meinem früheren Eintrag bezog.

Es beweist über jeden Zweifel, dass EU-Diplomaten keine Ahnung von arabischen Zielen haben. Sie sind so sehr in ihrer eigenen diplomatischen Blase gefangen, dass sie willentlich ignorieren, wie die Araber wirklich fühlen; und sie können daher völligen Unsinn veröffentlichen.

Ein Beispiel:

Die Entwicklung am Haram al-Scharif oder Tempelberg sind in verschiedener Hinsicht von Bedeutung – sie sind eine  Ursache der lokalen Spannungen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften, erhalten aber auch weltweit Aufmerksamkeit, so durch große Demonstrationen durch Muslime, wann immer sie die Position der Muslime in Jerusalem als unterhöhlt wahrnehmen. Aus diesem Grund ist der Ort einer der sensibelsten in Jerusalem und daher ist es wahrscheinlich, dass alles, was vor Ort geschieht, ernste Auswirkungen hat.

2010 erlebte der Bereich des Haram al-Scharif/Tempelberg erhöhte Spannungen und aufhetzerisches Tun, was zu Krawallen und Demonstrationen in palästinensischen Vierteln führte. Wiederholte provokative Besuche des Haram-Bereichts durch jüdische radikale politische und religiöse Gruppen, die im Verlauf des Jahres 2010 weiterhin stattfinden, sind höchst problematisch. Bei verschiedenen Gelegenheiten betraten israelische Kräfte die Al Aqsa-Moschee und boten Steine werfenden Muslimen die Stirn. Die empfundene Bedrohung religiöser Orte fördern Gerüchte, die wiederum zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen den verschiedenen Gruppen führen können.

Das ist ein großartiges Beispiel des unterbewussten linken Rassismus gegenüber den Arabern. Jeder Israeli ist „provokativ“ und jede arabische Randale ist eine verständliche Folge israelischen Handelns. Wie es immer ist, ist arabische Gewalt gerechtfertigt und unvermeidbar, während israelisches und jüdisches Handeln ausschließlich dazu geschaffen sind Araber wütend zu machen. Nur die Juden haben die Fähigkeit für ihr Handeln verantwortlich zu sein – fürchterliche, entsetzliche Taten wie friedlich ihren heiligsten Ort besuchen zu wollen oder archäologische Grabungen zu unterstützen, die die jüdische Geschichte in der heiligsten Stadt auf Erden zeigen. Wie provokant! Aus der Perspektive der EU-Diplomaten ist gewalttätige arabische Reaktion auf solche Ereignisse unvermeidlich und Araber sind nicht dafür verantwortlich.

Die Auseinandersetzungen bezüglich verschiedener Bauprojekte (z.B. „archäologische Tunnel“, jüngste Pläne der Veränderung des Tempelberg-Vorplatzes) dienen als Beispiele fehlender Konsensbildung durch Israel im Umfeld dieser Projekte in sensiblen Bereichen der Stadt.

Glauben die ehrlich, dass die islamische religiöse Führung Israel erlauben würde überhaupt irgendetwas zu tun, womit stillschweigend akzeptiert wird, dass Juden das Recht haben in Jerusalem zu leben? Wie ahnungslos kann man sein?

Arbeiten am Mughrabi-Tor haben sich 2010 als besonderes Beispiel dafür erwiesen. Die Waqf, die islamische Gesellschaft, die für den Haram al-Scharif-Komplex verantwortlich ist, hat Besorgnis wegen Bautätigkeit der israelischen Behörden zum Ausdruck gebracht, die ohne ihre Zustimmung eine neue Brücke baut, um die zusammengebrochene Rampe zum Mughrabi-Tor zu ersetzen. Die Arbeiten am Mughrabi-Tor, der Passage zwischen dem Platz der Klagemauer und dem Tempelberg/Haram al-Scharif, wurden im September nach einer Entscheidung des Jerusalemer Bezirksgerichts wieder aufgenommen, die sie erlaubte. Die Waqf glaubt, dass der Schaden an der Rampe vernachlässigbar ist und ohne Ersetzung des gesamten Bauwerks repariert werden könnte. Sie haben den Verdacht, dass dies als Gelegenheit genutzt werden kann neue Ausgraben unter der Rampe durchzuführen oder, wie es ursprünglich geplant war (vor dem Verbot durch das Gericht) den Bereich des Platzes der Klagemauer zu erweitern. Ein neuer Plan für das Mughrabi-Tor, der im November des Jahres freigegeben wurde, scheint insoweit weniger weit reichend zu sein, als er keine Erweiterung dieses Platzes einschließt. Doch die Waqf wurde dabei wieder nicht konsultiert.

Die Genies des diplomatischen Corps der EU will der Waqf ein Veto-Recht geben – einer Organisation, die so extremistisch und antisemitisch ist, wie es nur geht – zu allem, was die Stadt Jerusalem zum Besten der Stadt unternimmt. Extremismus gegen Mäßigung stärken – was für eine großartige diplomatische Initiative!

Hat die EU auch nur einmal irgendetwas gegen das kriminelle Abbaggern unbezahlbarer archäologischer Schätze durch die Waqf auf dem Tempelberg gesagt? Oder wird der Waqf erlaubt einseitig zu handeln, während ausschließlich jüdische Entscheidungen mit einem arabischen Veto belegt werden?

Wenn es nach der Waqf ginge, würden die Westmauer und die Altstadt judenrein sein. Aber die EU will, dass Israel eine rassistische Hass-Organisation konsultiert, bevor es irgendetwas unternimmt.

Unglaublich.