Mikis Theodorakis: Antisemit – und stolz drauf

JTA, 9. Februar 2011

Mikis Theodorakis, griechischer Komponist der Musik für den Film „Zorbas“, sagte in einem Ferneseh-Interview, dass er „Antisemit und Antizonist“ ist.

Der 86-jährige Theodorakis ist in Griechenland ein Held; er sagte in dem Interview ebenfalls, dass „alles, was heute in der Welt geschieht, mit den Zionisten zu tun hat“. Er fügte hinzu: „Amerikanische Juden stecken hinter der Weltwirtschaftskrise, die auch Griechenland getroffen hat.“

Der Komponist – seit 60 Jahren Mitglied der kommunistischen Partei Griechenlands – unterstützte früher einmal Israel, ist aber Stück für Stück zu einem großen Kritiker geworden. Von der Kritisierung Israels ging er zu antisemitischen Äußerungen und der Einnahme antisemitischer Haltungen über.

2003 erklärte Theodorakis: „Juden sind die Wurzel allen Übels.“ Als die griechisch-jüdische Gemeinschaft heftig auf diese Äußerung reagierte, entschuldigte er sich, aber es änderte sich nichts wirklich.

Eigentümlicherweise sagte der im Verlauf des Fernseh-Interviews: „Ich bin ein Antisemit, aber ich liebe Juden.“

Theodorakis kritisierte den griechischen Premierminister George Papandreou, weil der sich mit seinem Gegenüber Benjamin Netanyahu traf, von dem der Komponist sagt, er sei in Griechenland wegen seiner „Kriegsverbrechen im Libanon und dem Gazastreifen“ persona non grata.

In dem Interview hatte Theodorakis eine Warnung für das griechische Volk: „Wir sind in Gefahr. In ein paar Tagen werden die Zionisten sich in Griechenland zu einer Konferenz versammeln“, sagte er. Das bezog sich auf den Besuch durch die Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations, die am Dienstag begann.

Zwei kleine Anmerkungen:
– Die Überschrift bei JTA lautet ‚Zorbas‘-Komponist erklärt sich selbst zum Antsemiten.
– Wer nach einer solchen Selbstoffenbarung den Antisemitismus noch rein auf „Rechte“ beschränkt, dem ist nicht mehr zu helfen.

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35 Gedanken zu “Mikis Theodorakis: Antisemit – und stolz drauf

  1. Ach schade, also auch Mikis..
    Nunja, solche alten linken Haudegen waren wohl immer gegen Juden, so wie ihr Krösus Stalin usw…
    Ich dachte nur, diese „Linken“ wären inzwischen lernfähig oder wenigstens subtiler nach aussen..
    Weit gefehlt: immer schwarz-weiss „denken“ und im Greisenalter dann noch dummfrech werden.. armer Mikis..

  2. Ich finde es ist ein Unterschied Antisemit oder Antizionist zu sein. Erstens lehnen einige Juden den Zionismus ab, wären diese Juden dann auch Antisemiten? 😉 Und zweitens bezieht sich der Antizionismus GEGEN!!! Israel als Staat und nicht gegen Juden als Volk. Daher sollte man schon genau unterscheiden!

    • Bis auf die Minderheit hareidischer Juden, die antizionistisch sind, ohne Antisemiten zu sein, gibt es m.E. keine Antizionisten, die nicht antisemitisch sind. SIe verraten sich immer wieder. Gerade Theodorakis hat sich da einen Namen gemacht. Und immer wieder versucht sich zu rechtfertigen, mit der Lüge, er habe nichts gegen Juden, nachdem er gerade erst das Gegenteil von sich gegeben hat.
      Die Winzig-Minderheit nicht antisemitischer jüdischer Ablehner als Argument für die Scheinunterscheidung zwischen Antisemitismus und Antizionismus zu nutzen, ist heuchlerisch und lächerlich.

    • Erstens sind die Juden, die den Zionismus ablehneh, wie heplev richtig sagte, eine kleine Minderheit. Und zweitens gibt es für die Ablehnung durch diese Minderheit zumeist zwei Gründe:
      1. der Zionismus wird aus religiösen Gründen abgelehnt, denn in den Schriften steht geschrieben, dass der Messias die Juden ins gelobte Land führen wird und es ist für eine Strömung des Judentums, welche die Schriften sehr strikt auslegt ein Sakrileg, die Vorhersehung zu umgehen und eigenmächtig zu handeln. Diese Juden sind definitiv keine Antisemiten, sondern eher Puristen in ihrer Auslegung des Glaubens.
      2. der Zionismus wird von einigen wenigen Juden abgelehnt, weil sie es nicht geschafft haben, in Israel Fuss zu fassen und Israel für ihr persönliches Versagen verantwortlich machen. Diese gescheiterten Existenzen leben jetzt wieder in der Diaspora und haben sich zur Lebensaufgabe gemacht, das verhasste Israel zu ‚bestrafen‘ (jemand anderes muss schliesslich Schuld sein, wenn man selbst nichts auf die Reihe gekriegt hat!). Dass sie durch ihre Agitationen sich zu Helfershelfern von Antisemiten machen, scheint sie dabei nicht wirklich zu stören.
      Abgesehen von den genannten Fällen gibt es aber keinen Unterschied zwischen Antizionisten und Antisemiten. Israel ist ein jüdischer Staat und wer gegen Israel ist, ist damit auch gegen Juden. Denn keiner der selbsternannten ‚Israelkritiker‘ wird jemals behaupten, er habe etwas gegen die 20% Araber, die in Israel leben oder gegen Christen oder Bahai oder sonstige Nichtjuden.

  3. Mikis Theodorakis ist weder Antisemit (im Gegenteil! Was nichts daran ändert, dass es in der orthodoxen Linken Griechenlands und anderswo durchaus Antisemiten gibt, aber zu denen gehört der Komponist nicht) noch ist Theodorakis seit 60 Jahren Mitglied der Kommunistischen Partei Griechenlands. Man/frau sollten nicht auf die prätentiösen Desinformationen (Autor/in?) im obigen Beitrag herein fallen.

    Beste Grüße

    Fritz Feder

    • Wenn es watschelt wie eine Ente, quakt wie eine Ente und schwimmt wie eine Ente, dann ist es wohl eine Ente. Theodorakis hat sich immer wieder antisemitisch geäußert. Mithin ist dieser Kommentar für mich nur ein weiterer Versuch den Mann von einem Vorwurf zu entlasten, der ihm völlig zurecht gemacht wird. So wie kurz nach Einstellen sich ein paar Theodorakis-Fans auf ihrem Blog darüber ausgetauscht haben, dass er bestimmt nicht gesagt habe, was er da sagte. Super, Mann!

  4. Theodorakis hat sich immer wieder kritisch gegenüber israelischer Politik und Weltpolitik geäußert, was nicht dasselbe ist wie Antisemitismus. Hören sie sich doch z.B. mal seinen Mauthausen-Zyklus an (samt Text), statt Dünnbier zu servieren!

    F. Feder

    • Lesen Sie sich das durch, was er hier von sich gegeben hat – das reicht. Ähnliches hat er öfter schon von sich gegeben. Da ist angebliche Kritik angeblich nicht antisemitischer Natur völlig unerheblich.
      Aber vielleicht sind ja auch für Sie antisemitisch geprägte Aussagen über Israel nur „Kritik“?

  5. Wie fast alle heutigen Antisemiten leugnet Theodorakis seinen Antisemitismus und behauptet, er sei nur israelkritisch. Das hat sogar Wikipedia notiert:
    Im Jahr 2003 verurteilte unter anderem der Zentralrat der Juden Griechenlands bestimmte Äußerungen von Theodorakis als antisemitisch. Theodorakis selbst bestreitet diese Vorwürfe und macht geltend, lediglich Kritik an der Politik Israels gegenüber den Palästinensern geübt zu haben.
    Er gibt hier das übliche Muster ab: Nein, kein Antisemit, aber Antizionist und die Zionisten kontrollieren die US-Außenpolitik, die internationale Musikszene auch und sie verwenden die Methoden der Nazis.
    Ach ja: Seine Aussage, er sei Antisemit, sei ein Versprecher gewesen. Natürlich, was sonst!
    Und natürlich darf auch nicht Apologetik von Qualitätsjournalisten fehlen, die behaupten, das mit dem Antisemit sein sei aus dem Zusammenhang gerissen…

    • Nur einer der Fälle von Theodorakis‘ Antisemitismus:
      http://www.nahost-politik.de/europa/theodorakis.htm
      – „Wir sind zwei Nationen ohne Brüder auf dieser Welt, wir und die Juden, aber sie sind gewalttätig und leiden an Fanatismus“, sagte Theodorakis am 4.11. auf einer Pressekonferenz, auf der er sein neues Buch „Wo kann ich meine Seele finden“ vorstellte.
      – „Heute kann man sagen, dass diese kleine Nation die Wurzel des Übels ist und nicht etwa des Guten, dann zu viel Selbstgerechtigkeit und Dickköpfigkeit ist von Übel“
      Sollten Sie, Herr Feder, behaupten, dass dies nicht antisemitisch ist, wissen wir, in welcher Ecke Sie rumstehen!

      • Sonderhinweis für Herrn Feder: Theodorakis sagte „wir und die Juden, aber sie sind…“, nicht „wir und die Israelis“ oder gar „wir und die israelische Regierung“.
        Im zweiten Zitat absolutiert er alle, die Israel beschimpfen, verleumden, Israelis ermorden, denn es gibt nur ein Übel auf der Welt; die arabischen Terroristen und Hassprediger, die arabischen Völkermord-Versucher, die sind keine „Wurzel des Übels“ – womit er Israel zum Juden unter den Völkern macht.
        DAS IST ANTISEMITISMUS und keine „Israelkritik“!

  6. Das Leid des griechischen Volkes durch den deutschen Nationalsozialismus war viel zu groß, als dass Theodorakis Antisemit oder „antijüdisch“ sein könnte. Der Komponist kennt dieses Leid aus eigener bitterer Erfahrung und er kann es nicht vergessen. Die beiden Zitate im Vorkommentar sind aus meiner Sicht in der Tat kein Beleg für Antisemitismus. Sie wenden sich vielmehr primär gegen die israelische Staatsführung und den Einfluss bestimmter jüdischer Gruppen in den USA auf die Politik der USA selbst und Israels. Ich wiederhole: Hören Sie sich den Mauthausen-Zyklus an, dann verstehen Sie vielleicht besser, wenn Sie denn überhaupt verstehen wollen!

    Und schön wäre es natürlich auch, wenn die oder der Vor-Kommentator(en) mal ihre/seine Anonymität verlassen würde(n), denn ich kann sonst keine Authentizität erkennen und das wäre für Glaubwürdigkeit doch schon wichtig. Ist doch auch ein bisschen feige oder?

    Und was meint eigentlich im Vorkommentar mit Adresse an mich: „…wissen wir, in welcher Ecke Sie herum stehen…“. Wer ist denn schon „wir“, frage ich mich. Für welchen Plural schreibt „heplev“ denn aus der Deckung?

    Ich erwarte also ein Outing, ansonsten ergibt die kleine Debatte keinen Sinn und ich beende sie dann, denn ich diskutiere nicht mit „digits, die sich „Kapuzen“ über den Kopf halten“, während sie undifferenzierte Salven gegen Andersdenkende abfeuern.

    F. Feder

    • Och ja, jetzt kommt der Moralische. Der Spekulant. Weil die Nazis so viel Böses getan haben (stimmt), kannn Theodorakis nicht Antisemit sein? Wie schräg ist das denn? Absolutieren Sie gleich die gesamte griechisch-orthodoxe Kirche mit, aus deren Reihen leider immer wieder antisemitische Kleriker tönen – da kann es auch keine Antisemiten geben, wegen der Nazis! Oder wie wäre es mit der Linkspartei – weil die Kommunisten und Sozis von den Nazis verfolgt wurden. Herr Dierkes aus Duisburg wid Ihnen tosenden Applaus spenden!
      Herr Feder, rutschen SIe mir den Buckel runter mit Ihren verlogenen Sprüchen. Mikis Theodorakis hat „Israel“ in einer Weise „kritisiert“, die nur als antisemitisch bezeichnet werden kann. Die Arbeitsdefinition des Antisemitismus einer europäischen Einrichtung hat das schon vor fast 10 Jahren festgestellt. Kommen Sie mir also nicht mit scheinheiliger „Israelkritik“ Ihres falschen Idols!
      Ansonsten sind mir Ihre Forderungen Schnuppe. Sie zeigen nur, dass Sie keine Argumente haben, sonst würden Sie sich nicht so drauf stürzen. Das ist leider eine traurige Erfahrung, die ich immer wieder mache. Und die ich als heuchlerisch betrachte. Um nicht zu sagen: verlogen.

  7. Nun beende ich gerne die „Debatte“ mit folgendem kleinen Nachtrag:

    Zitat:
    „Ich werde niemals das wundervolle Konzert vergessen, als ich mit dem Israel Philharmonic Orchestra in Athen Mikis Theorakis´ Meisterwerk, die Mauthausen-Kantate, aufgeführt habe. Es war ein kulturelles Geschenk für uns alle…“

    Zubin Mehta, Dirigent und sicher nicht des Antisemitismus verdächtig, Träger des renommierten Israel-Preises. Zitat aus: A. Koutulas, M. Theodorakis, Schott, 2010, S. 146

    Sic!

    Viele Grüße
    Fritz Feder

    • Na und? Auch der antisemitische Krimiautor aus Schweden wird in Israel gelesen. Beweist das, dass er kein Antisemit ist?
      In Israel haben sich schon eine ganze Reihe antisemitischer „Israelfreunde“ getummelt. Dass Mikis Theodorakis mal mit dem Israel Philharmonic Orchestra (in Athen) aufgetreten ist, beweist nun gar nichts. Das macht seine antisemitischen Äußerungen nicht ungeschehen. Das Feigenblatt eines Konzertes mit den Israelis spricht nicht für Theodorakis, eher dafür, dass das Orchester nicht weiß, mit wem es da auf der Bühne stand. Die Antisemiten schmücken sich – nicht erst heutzutage – besonders gerne mit Juden, um damit Vorwürfe zu „entkräften“. „Ich habe jüdische Freunde“, ist die beliebteste Abwehr. Fragt sich in der Regeln nur, was für Freunde das sind. Und es ändert nichts daran, dass sie Antisemiten sind. Da können Sie so viel sic-ken, wie Sie wollen. Sachlich sind Sie schon längst nicht mehr – Sie versuchen vergeblich seine antisemitischen Äußerungen zu verharmlosen und kommen inzwischen mit „Argumenten“, die Ihrer Verzweiflung der fehlenden Argumente entspringen.

  8. Das Schlimme an Antisemiten ist, daß sie ihn leugnen, wenn dieser Mann KEIN Antisemit ist, dann gibt es auch keinen….. Sorry, wie schon oft gesagt, die Linken weltweit haben bis zum 6 Tage Krieg Israel unterstützt – und danach mutierte Israel vom David zum Goliath……

    Fast alle Kritiker Israels weisen den Vorwurf des Antisemitismus weit von sich, und bei vielen stimmt das wohl, selbst wenn man nie weiß, ob einige nicht doch ihre Vorurteile (noch) für sich behalten.

    Doch Antisemit ist nicht nur, wer dessen letzte Konsequenz, den Genozid, will. Antisemitismus fängt lange vorher an: Mit der Betonung der Andersartigkeit der Juden, mit gewollter Distanz zu ihnen, mit Pauschalierungen, mit negativen Klischees und feindseligen Vorurteilen und mit der Suche nach Sündenböcken für eigene Nachteile und Gefährdungen.

    Die Annahme, das Feindbild Israel würde sich nicht auf die Haltung gegen über den Juden auswirken, ist naiv. Israel steht für die Juden und die Juden stehen für Israel. Nur zu oft werden die Juden insgesamt für Handlungen des Staates Israel in Haftung genommen.

    Wer über Israel fast nur negativ berichtet, wer massiv, undifferenziert und schmähend Israel an den Pranger stellt, der müsste also wissen, dass solche Pauschalurteile in aufgeheizter Stimmung ganz von selbst zu Pauschalurteilen über „die Juden“ werden. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn diese Attacken immer wieder erfolgen und mit systematischer Stimmungsmache verbunden sind. Der Verdacht, dass manche das mit Absicht tun, drängt sich immer mehr auf. Vor allem dann, wenn einer nicht auf „die Juden“ eindrischt, sondern auf die „Zionisten“. Manche sind da ganz offen, so der „linke“ Künstler Mikis Theodorakis, der die Juden als „Wurzel des Bösen“ bezeichnet.

    „Was an vielen Demonstrationen gegen Israel auffällt, ist, wie schnell das Engagement in einen Hass gegen das Jüdische schlechthin umschlägt.“
    Doron Rabinovici, Wiener Schriftsteller

    BASTA – der ist ein Antisemit, wie er im Buche steht.

  9. Theodorakis: „Eine große Lüge“
    Auch der 85-jährige Komponist meldete sich nun in einem Brief an den Jüdischen Zentralrat Griechenlands zu Wort: Die ihm zugeschriebenen Äußerungen seien „eine große Lüge“, so Mikis Theodorakis. „Millionen Menschen in Israel ist bewusst, wie sehr ich ihr Volk und ihr Land liebe – nicht nur durch die ,Mauthausen-Kantate‘, die ein international anerkannter Tribut an die Opfer der Juden ist.“ Was er mit „Wurzel des Bösen“ gemeint habe, sei die „unglückliche Politik“ des Staates Israel und dessen Bündnispartner USA. Dass er sich selbst einmal als „antisemitisch“ bezeichnet habe, sei ein Fehler gewesen, der ihm aufgrund eines sehr langen und ermüdenden Interviews unterlaufen sei. „Ich liebe das jüdische Volk, ich liebe die Juden!“, schreibt Theodorakis, der seinerzeit gegen die NS-Besatzungsmacht in Griechenland gekämpft hatte.
    („Die Presse“, Print-Ausgabe, 12.05.2011)

    • Ja natürlich. Leugnen, was per Tondokument belegt ist. „Juden“ sagen, aber nicht meinen. Sich als Antisemiten bezeichnen, aber das sei nicht so gemeint gewesen.
      Sonst noch was? Der Typ lügt, weil er plötzlich mächtig Gegenwind bekam, weil er nicht die positiven Schlagzeilen hatte, sondern die negativen. Klar, dass er da auf einmal eine Kehrwende macht. Was auch sonst. Wenn du ertappt worden bist, dann lüge, lüge, lüge, was das Zeug hält, damit deine Steigbügelhalter dich nicht fallen lassen.
      Wie glaubwürdig sollen solche Jammereien sein? Vor allem mit der Geschichte antisemitischer Äußerungen, die er schon von sich gegeben hat? Herr Feder, Sie können nicht beweisen, dass der Antisemit kein Antisemit ist, weil alles, was Sie bisher anführten (und weiter anzuführen versuchen – oh, wollten Sie nicht schon nach dem letzten Versuch aufgeben?) entweder an Fakten und Problem vorbei geht oder Versuche zur Schadensbegrenzung sind. Oder „Interpretationen“, mit denen Sie sich selbst inkriminieren.

    • „die ein international anerkannter Tribut an die Opfer der Juden ist“

      … das ist doch wohl jetzt ein Scherz oder?

      • muss wohl VIELE Opfer der Juden gegeben haben, in Mauthausen, Auschwitz und sonstwo…..ja, alles klar….

  10. Nein, Millionen von Israelis ist bewusst, was er gemeint hat, denn er verurteilt NICHT die arabischen Israelis, noch die Drusen (die übrigens mehrheitlich Lieberman gewählt haben), noch die Christen, die im Land leben – und auch deren Politik mitbestimmen – bitte versuchen sie nicht zu relativieren…

  11. Wissen Sie Herr Feder, wie das allgemein abgeht? Mauthausen, Auschwitz und Dachau wird betrauert, nur mit den Lebenden haben sie Ihre Probleme – wer so etwas bewiesenermassen sagt: „Amerikanische Juden stecken hinter der Weltwirtschaftskrise, die auch Griechenland getroffen hat.“ der glaubt auch an die Weisen von Zion – mehr Antisemitismus geht nicht – das war immer das Argument, um Juden zu verfolgen – hören Sie auf…… jemanden zu verteidigen, der es nicht WERT ist….

  12. Ich könnt schreiben was ihr wollt. Es bleibt dabei, im alten und in neuen Jahr. Schuld sind und werden immer die Juden und Radfahrer sein. Das ist der Lauf der Welt.

  13. Leider, da hat sich nix geändert…..Aber es zeigt auch, wie krank die Gesellschaften sind, denn die Juden sind wie die Kanarienvögel im Bergwerk, geht es Ihnen schlecht, geht es kurze Zeit später auch dem Bergmann schlecht – und die Pleite Griechenland haben sie wohl schon selbst hinbekommen, so leid es mir für sie tut, nähert sich Griechenland doch gerade an Israel an…..

    • Und Sie glauben, das würde seine sonstigen antisemitischen Äußerungen rechtfertigen? Herr Feder, Sie drehen sich im Kreis und haben immer noch keine Argumente, die widerlegen, was der Antisemit Mikis Theodorakis mehr als einmal von sich gegeben hat.

  14. Nö, denke ich nicht. Theodorakis hat sich für seine unbedachten Äußerungen entschudigt und ich persönlich glaube, dass er es ehrlich meint. Für mich sind die Aussagen und Gefühle in seiner Musik zentral und für ihn natürlich auch. Ansonsten gilt, dass ich in diesem Blog nicht mehr ausführlich und umfassend debattiere, sondern nur noch partiell reagiere (allenfalls), da ich – wie bereits gesagt – keine Debatte mit digitalen Phantomen zu führen gedenke Wer weiß schon, wer bei Ihnen dahinter steckt!

    Und schließlich gilt auch folgendes, denke ich: Jüdische Menschen und ihr Denken haben schlimmerweise in der Welt schon genug Feinde, sodass man sich nicht noch welche hinzu erfinden muss. Mir scheint auch, dass es hier eher um eine veraltete Debatte „links“ – rechts“ unter den Fahnen von Anti- versus Philosemitismus geht. Aber wie Ernst Jandl so schön sagte: Man sollte nicht rinks mit lechts velwechsern.

    F. Feder

    • Was Sie so „denken“…
      Fakt ist, er hat sich nicht entschuldigt, sondern Ausflüchte gesucht.
      Fakt ist, er hat das nicht zum ersten Mal gemacht.
      Fakt ist, dass Sie hier immer groß etwas ankündigen und es dann nicht halten.
      Fakt ist, dass Sie wieder auf Unerheblichkeiten abheben, die nichts zur Sache beitragen.
      Fakt ist, dass Sie wieder mal eine Vermutung anstellen, die nichts zur Sache beiträgt und unerheblich ist. Mir ist egal, ob der Antisemitismus von links, rechts, oben, unten oder aus der Mitte kommt. Aber Antisemiten müssen als solche entlarvt werden. Und jeder, der das zu verhindern, zu verniedlichen, zu rechtfertigen oder zu leugnen versucht, ist letztlich auch nicht besser.
      Sie sollten Ihre Antkündigung wahr machen und hier nichts mehr schreiben. Das wäre dann das erste Mal, dass Sie hier etwas Sinnvolles täten.

  15. Ich habe mir den Anfang des Artikels eben noch einmal angesehen. Wie Herr Feder darauf kommt, dass Aussagen wie
    – Alles, was heute in der Welt geschieht, hat mit den Zionisten zu tun
    – Amerikanische Juden stecken hinter der Weltwirtschaftskrise, die auch Griechenland getroffen hat
    Kritik an der israelischen Regierung sein sollen, wird mir immer schleierhafter. Herr Feder (das ist keine Aufforderung hier wieder etwas zu schreiben): Lassen Sie sich mal das Hirn durchpusten! Wenn „amerikanische Juden“ die Weltwirtschaftskrise verursacht haben, ist das Israelkritik? Sie sind doch eine Witzfigur, wenn Sie so etwas schreiben!

  16. jeder mensch hat das recht den jüdischen glauben zu kritisieren, ihn als bedrohung zu empfinden, ihn abzulehnen aber das ist scheinbar nicht erlaubt…………. mit welchem recht? ist das demokratisch? die religionen und vor allem das judentum sind rassistisch, antidemokratisch, unehrlich, gewalttätig und ähnliches. .die beweise liegen auf der hand. kann jemand das gegenteil belegen? .

    Juden = das selbsternannte ausserwählte volk……. die ersten, besten, reinsten, größten,…..damit ist alles gesagt.

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