Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28.02.-06.03.11)

Montag, 28.02.2011:

Einheitsregierung? Nein, danke – nicht nur die Hamas will sie nicht, auch die Fatah hat sie abgelehnt. Jetzt steht Salam Fayyad mal wieder im Regen.

Mal sehen, wann sie bei uns diesen Schwachsinn nachbeten: Hamas-Terrorist Ismail Radwan sagte, die israelische Aggression gegen den Gazastreifen werde niemals Erfolg haben die Stärke der Hamas-Bewegung zu untergraben. „Der Feind versucht seine internen Krisen durch Aufheizung und Eskalation der Lage zu exportieren.“ Er betonte das Recht des palästinensischen Volks auf „Widerstand“ und sein Recht auf Vergeltung gegen Israels Verbrechen und militärische Angriffe. Das nennt man dann wohl Ursache und Wirkung auf den Kopf gestellt – abgesehen von den offenen Lügen.

Dienstag, 01.03.2011:

Bei einer Demonstration vor dem Hauptsitz des Roten Kreuzes in Gaza forderte Hamas-Grande Khaled al-Batsh die Entführung israelischer Soldaten und Siedler.

Heckmeck:
Jetzt kommen sie doch, die längst fälligen Anschuldigungen, auf die wir alle warten konnten und auf die wir so gerne verzichtet hätten: Der Präsident des Jemen beschuldigte auf einer Pressekonferenz, Israel stecke hinter den arabischen Revolten. Klar, wer sonst?

Mittwoch, 02.03.02011:

Heckmeck:
Erneuter Friedensprozess-Besuch bei Netanyahu: Quartett-Repräsentant Tony Blair will etwas in Gang bringen. Abbas sperrt sich weiter mit Maximalforderungen als Voraussetzung dafür, dass er überhaupt verhandelt.

Donnerstag, 03.03.2011:

Norwegen lässt durch seinen Außenminister wissen, dass der skandinavische Staat seinen Haltung zur Anerkennung eines Palästinenserstaats „neu bewerten“ werde, sollte es bis September 2011 keinen Fortschritt im Friedensprozess geben. Und wem schiebt der Gutmensch die Schuld dafür in die Schuhe? Klar, wem sonst? Israel natürlich.

Tawfik al-Tirani vom Zentralkomitee der Fatah hat drei Wünsche. Er will als „Märtyrer“ sterben, die Gründung eines Palästinenserstaates erleben und seinen Sohn verheiraten. Die beiden ersten Wünsche sollten sich eigentlich widersprechen, denn „Märtyrer“ nach der Gründung eines Palästinenserstaates – da müsste es ja einen Friedensvertrag mit Israel geben und damit keinen Grund sich zum „Märtyrer“ zu machen. Ach so, da gibt es noch so ein kleines Problem im „palästinensischen“ Selbstverständnis: Der Kampf um „ganz Palästina“ geht weiter, sobald ein Palästinenserstaat auf nicht dem ganzen Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer entstanden ist!

Heckmeck:
Die PA wird „unter keinen Umständen“ Friedensgespräche unter dem Druck eines Zeitplans führen. Wer war das noch, der sich dem Frieden verweigert?

Freitag, 04.03.2011:

Die tägliche Dosis Verweigerung: (Abbas-)„Präsidenten“-Sprecher Abu Rudeineh betonte, eine Palästinenserstaat-Interimslösung mit vorläufigen Grenzen komme nicht in Frage.

Samstag, 05.03.2011:

Heute ist Mahmud Abbas wieder dran: „Kein Staat mit vorläufigen Grenzen!“

Heckmeck:
Der australische Außenminister zu Besuch in Israel: „Die Zeit ist nicht auf Israels Seite.“ Deshalb macht er sich Sorge um den Stillstand bei den Friedensverhandlungen. (Wieso geht den Terroristen nicht irgendwann mal die Zeit aus? Weil alles immer nur auf Israel eindrischt.)

Sonntag, 06.03.2011:

Die Terroristen vom Palästinensischen Islamischen Jihad versuchen auch wieder ins Rampenlicht zu kommen: Wegen der Konzentration der Welt auf Libyen dürfte Israel die gezielten Tötungen wieder aufnehmen. Schaut keiner hin, also morden sie. (Beweise haben sie dafür nicht.)

Khalil al-Haya, hochrangiger Hamas-Mann, verkündete auf einer Massendemonstration in Gaza: „Hamas, die gesamte Öffentlichkeit und alle freien Menschen sagen heute, dass das Volk die Besatzung beenden und Israel ein Ende bereiten will…“. Sie wollen alle Frieden, nicht wahr?

Und Mahmud Abbas faselt wieder von einem Palästinenserstaat – der soll von der UNO im September zum vollen Mitglied gemacht werden. Egal, ob es ihn gibt oder nicht.

Heckmeck:
Der chilenische Präsident Sebastian Pinera sagte Netanyahu bei einem Treffen: „Ich rate Ihnen, die Gelegenheit für Frieden nicht zu verpassen.“ Die PalAraber bekommen diesen Rat nicht, obwohl sie bisher noch jede Gelegenheit ausgelassen haben.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).