Für was genau ist die Türkei Vorbild?

Michael Rubin, Commentary Magazin contentions, 10. März 2011

Wenn Namik Tan, der Botschafter der Türkei in Washington, Gastgeber für Jazz-Konzerte ist und die Türkei als ein modernes, demokratisches Vorbild für den Nahen Osten darstellt, dann befindet er sich zunehmend im Widerspruch zur Realität. Die Türkei gehört zu den antisemitischsten Ländern der Welt. Die von Tan repräsentierte Regierung subventioniert Wiederauflagen von Mein Kampf und bringt Ritualmordlügen in den Massenmarkt. Tan selbst hat gewitzelt, der Nahe Osten brauche eine „Endlösung“. Die Türkei gehört beständig zu den antiamerikanischsten Ländern. Während viele Ägypter, Saudis und Jordanier sich bemühen zwischen dem amerikanischen Volk und der US-Regierung zu unterscheiden, ist es so, dass die meisten Türken einfach uns alle hassen.

Während ehemalige amerikanische Botschafter weiterhin die Türkei als eine Art aufgeklärte Demokratie anpreisen, fällt das Land zurück in eine Diktator. Letzte Woche veranstalteten Premierminister Recep Tayyip Erdoğan’s Braunhemden mitternächtliche Razzien in den Häusern unabhängiger und kritischer Journalisten; dabei nahmen sie einige in Gewahrsam. Die Türkei liegt im Index für Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen auf Platz 138 von 178. Damit liegt sie hinter Venezuela, Ägypten und Zimbabwe.

Wenn Präsident Obama und Außenministerin Clinton von der Türkei als einem Vorbild sprechen, da könnte mancher auf die Idee kommen zu fragen, für was die Türkei in Vorbild ist. Dafür, wie man eine Demokratie in einen Polizeistaat verwandelt?

4 Gedanken zu “Für was genau ist die Türkei Vorbild?

  1. seid dem die Türkei sich gegen Israel gestellt hat und die bezihungen nicht mehr so sind wie früher, erscheinen über die Türkei täglich negative nachrichten. Davor hat es kein mensch interessiert was in der Türkei so abläuft. Ich erlebe hier in Deutschland eine stets steigende türken Feindlichkeit. Somit seid ihr laut diesem Artikel “ euch hassenden türken “ gleichgestellt.

    • Mir ist ja nicht ganz klar, was das heißen soll. Aber für die türkische Regierung und ihre Politik habe ich schon lange nichts übrig, unabhängig von der „Verschlechtertung“ der bilateralen Beziehungen – die empfand ich von Seiten der Türkei spätestens mit Erdogans Amtsantritt als heuchlerisch. Das hat nichts mit „Hass auf Türken“ zu tun, sondern mit Fakten aus der türkischen Politik.
      Vielleicht sollte „abanoz“ mal nicht von anderen auf mich schließen. Und darüber hinaus nicht von Problemen abzulenken versuchen.

  2. Abanoz irrt. Die Türkei ist kein demokratischer Staat. Bis heute ist es verboten über den Massenmord an den Armeniern zu sprechen. Als vor Jahren in Potsdam Unterlagen gefunden wurden, haben die Türken und die anderen Muslime mit einem Marsch auf Potsdam gedroht. Und die Herren Platzek und Stolpe haben den Schwanz eingezogen. Die Volksverräter ( ala Aische Roth )in den deutschen Parteien tragen die Hauptschuld. Und wie das Urteil des Bundesarbeitsgerichtes über Lagerung von Bier geurteilt hat ist ein Skandal. Bald verweigert man die Arbeit an der Kasse, wenn Schweinefleisch im Korb ist.Solche Schwarz,- oder Rotkittel Richter sind eine Pest.Die türkische Botschaft sollte ihre Koffer packen und von dannen ziehen. Dann stinkt es hier nicht mehr so entsetzlich nach Erdogan.Haßprediger haben wir schon zuviele in den Moscheen.

  3. Ich muss etwas richtig stellen: Cengiz Dursun hat mir am 13.10. über das Kontaktformular geschrieben und informiert, dass der hier unter seinem Namen eingestellte Kommentar nicht seiner ist. Diese Nachricht ist seltsamerweise erst heute und im Spam-Ordner auf dem Server meines E-Mail-Kontos angekommen.
    Damit hatte er sich zeitnah gemeldet und somit entferne ich die Kommentare in dem Zusammenhang mit dem angeblich von ihm geschriebenen Müll.

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