Internationale Medien-Reaktionen auf die Morde von Itamar

Stephen Walt – das ist einer der beiden Autoren des Lügenbuches zur „Israel-Lobby“ – ist entsetzt angesichts des Mordes in Itamar; aber nicht, weil die Tat so verwerflich ist, sondern weil sie für den selbst ernannten Realisten nur eine kontraproduktive Art des Protests ist! Implizit sagt er sogar, dass die Morde gerechtfertigt seien, wenn sie weniger brutal durchgeführt worden wären. Und dann legt er erst richtig los und sagt, wer alles eigentlich verurteilt werden müsste. Weil die die eigentlich Verantwortlichen für die Morde sind.

SkyNews hatte für die Morde in Itamar keinen Platz, keine Zeit oder was auch immer. Dann, am Montag, schafften sie etwas zu bringen: „Israel genehmigt neue Siedlerhäuser“ – zusammen mit einem Bild der aufgebahrten ermordeten Familienmitglieder während der Beerdigung. Das ist – was die Prioritäten angeht – noch schlimmer als die BBC, die ihren „Bericht“ über die Morde hinter einem versteckte, in dem es um die Baugenehmigungen ging. Was die Berichterstattung an sich angeht, kann der BBC immer noch keiner die Gülle reichen – denn die BBC konnte sich einmal mehr nicht durchringen Terror Terror zu nennen; was sie mit CNN gemeinsam hat, das „berichtet“: „Fünf Mitglieder einer israelischen Familie wurden am frühen Samstagmorgen [es war Freitagabend!] bei dem getötet, was das israelische Militär einen ‚Terroranschlag‘ nennt. Ja was denn sonst???? Kein Wunder, dass Melanie Phillips die britischen und amerikanischen Medien „moralisch bankrott und schlimmer“ nennt, „eine widerliche Form von Lehnstuhl-Barbarismus“.

Der Guardian mag da auch nicht zurückstehen und reiht sich bei den Barbaren ein: Dort sind nicht die Morde schädlich für Aussichten auf den Friedensprozess, sondern „die israelische Antwort“. Aber was will man von einem Schmierenblatt erwarten, das einen „Meinungsforschungsinstitut“ als „mit Sympathien für die Palästinenser“ beschreibt, wenn dieses mehr als deutlich und offen für die Hamas wirbt?

Die New York Times ist ganz besonders „schlau“ (sie druckt allerdings nur ab, was die AP vorkaut): „Israel hat immer noch keine Beweise vorgelegt, dass Hetze zu den Tötungen beigetragen hat.“ Anscheinend muss Israel erst das zerlegte Gehirn des Täters vorzeigen und darin die Punkte finden, die belegen, dass die Hetze der PA mit zu den Morden beigetragen hat. Was soll die Hetze eigentlich sonst bewirken, der die Araber unter der PA und der Hamas ausgesetzt sind? Skandierende Demonstranten? „Ihr Judenschweine, wir wollen euch tot sehen, aber wir werden nie etwas dazu unternehmen“? „Die Raketen und die Selbstmordbomber sind nie aufgehetzt worden, die haben das aus anderen Gründen getan“?

Und jenseits der Medien? Zur Haltung Obamas hat Yaakov Kirschen wieder eine sehr treffende Karikatur gezeichnet: