Westliche Verhandler geben israelisch-palästinensischen Friedensprozess auf (jedenfalls die nächsten zwei Wochen)

Barry Rubin, 17. März 2011

Das ist eine der am besten versteckten Nachrichten von weit reichender Bedeutung: Nach ihrem x-ten Versuch Fortschritte im israelisch-palästinensischen Frieden in Gang zu bringen, hat das Nahost-Quartett (USA, EU, Russland, UNO) tatsächlich zugegeben (huch!), dass derzeit nichts geht.

Ja! Sie machen tatsächlich für ein paar Wochen Schluss, bevor sie es erneut versuchen. UND sie machten nicht einfach Israel für den Stillstand verantwortlich. Natürlich, ein paar der Europäer überlegen, ob sie nicht einfach einen unabhängigen Palästinenserstaat anerkennen, womit die Notwendigkeit für richtige Verhandlungen oder Israel irgendetwas mitbestimmen zu lassen ausschalten würden. Aber das scheint erstmal nicht zu passieren.

Ich habe früher schon herausgestellt, dass dieses Jahr überhaupt nichts passieren wird, weil die PA alles darauf setzt diese Anerkennung zu bekommen. Warum also sich damit plagen mit Israel zu reden? Im Gegenteil: Sie hat ein Interesse daran zu beweisen, dass Gespräche hoffnungslos sind. Das ist der Grund, dass die Palästinenserführung sagt, ihr müsse die Unabhängigkeit einfach auf dem Silbertablett serviert werden.

Ich werde gefragt, ob die jüngsten Unruhen im Nahen Osten den Menschen zeigen werden, dass es überhaupt nicht um Israel und den arabisch-israelischen Konflikt geht. (Fakt ist, dass es in den letzten 30 Jahren – wenn je überhaupt – darum ging.) Meine Antwort: Objektiv macht die Besessenheit mit Israel und dem Konflikt natürlich keinen Sinn.

Doch dann liste ich einen Haufen früherer Ereignisse auf, die bereits diesen Effekt hätten haben sollen. Einige hatten ihn, zumindest vorübergehend: der lange Konflikt um die Hegemonie unter den arabischen Staaten; der Frieden zwischen Ägypten und Israel; das Versagen der arabischen Staaten Syrien und der PLO im Krieg von 1982 zu helfen; die wachsende Gleichgültigkeit für die Frage; die Revolution im Iran und der Aufstieg des revolutionären Islamismus; der Krieg zwischen dem Iran und dem Irak; die Invasion des Irak in Kuwait; und so weiter bis in die Gegenwart.

Vielleicht werden die jüngsten revolutionären Unruhen in einigen arabischen Staaten zusammen mit dem offensichtlichen Aufstieg des Iran und seines Blocks endlich den fanatischen (weil er für Logik nicht zugänglich ist) Glaubens vieler im Westen an die „Verbindung“ brechen. Realistischer ist, dass diese Ereignisse nur eine Delle darin hinterlassen werden.