Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21.-27.03.11)

Montag, 21.03.2011:

Nach den israelischen Schlägen gegen den Gazastreifen und der Ankündigung, auch Hamas-Führer ins Visier zu nehmen, hat die Hamas eine Art „Waffenstillstand“ angeboten. Natürlich mit unbestimmten Floskeln und nicht ohne Ursache und Wirkung zu tauschen.

Die PLO sammelt Unterschriften für ein „Rückkehrdokument“, das der UNO vorgelegt werden soll. Die „Flüchtlinge“ sollen „nach Hause“ zurückkehren und von Israel entschädigt werden. Und natürlich spricht man sich mit diesem Dokument dagegen aus, dass in UNRWA-Schulen der Holocaust gelehrt wird.

Dienstag, 22.03.2011:

Die Hamas macht klar, dass sie ihren Terror gegen Israel fortführen will. Man habe „keine Angst vor der Schlacht“, lassen sie wissen.

Mittwoch, 23.03.2011:

Der stellvertretende Premierminister Silvan Shalom besuchte den Einschlagsort einer der Grad in Beer Sheva und kündigte an, Israel werde eine weitere Operation Gegossenes Blei starten, sollte das notwendig sein. (Warum reden die so viel?)

Herr Ban macht sich jetzt wieder Sorgen – natürlich erst, nachdem Israel sich wehrt und dabei – versehentlich – Zivilisten getroffen hatte; die Massenmordversuche der Terroristen waren kein Thema.

Die Hamas schimpft auf Guido Westerwelle und einen britischen Diplomaten: Diese hatten es doch tatsächlich gewagt die Terrorangriffe der Hamas zu kritisieren und Israel ein Recht auf Selbstverteidigung zuzugestehen. Die beiden Europäer hatten sich angesichts des massiven Sperrfeuers von mehr als 50 Mörsergranaten auf israelische Zivilisten geäußert. Jetzt behaupten die Terroristen Westerwelle sei mit Schuld an den zivilen toten Arabern.

Ägypten warnt Israel, es solle nicht übereilt militärische Aktionen im Gazastreifen unternehmen.

Die Lügenbolzen von der Fatah beschuldigen Israel mal wieder des Völkermords. Die Zahlen der PalAraber stehen dem allerdings im Weg.

Mahmud Abbas stellt schon wieder Forderungen, ohne irgendeine Gegenleistung bringen zu wollen: Das Nahost-Quartett müsse beim Treffen im April einen Palästinenserstaat anerkennen, außerdem den kompletten Baustopp während Verhandlungen fordern.

Donnerstag, 24.03.2011:

Die Al-Quds-Brigagen (der „bewaffnete Zweig“ des Palästinensischen Islamischen Jihad) schwor gestern, man werde Raketen tief nach Israel hinein schießen, denn man trete in „eine neue Phase des Widerstands“ ein. Es gäbe keine „roten Linien“ mehr. Ich wüsste nicht, dass es die je gegeben hätte. Und es zeigt, dass Israel ziemlich kräftig und gezielt zuschlagen muss, damit die Mörderbanden ihre Drohungen nicht wahr machen können.
Währenddessen tauchen die PIJ-Terrorführer ab, weil sie Schiss haben, dass Israel auf sie schießen könnte.

Wunderbar friedvoll: Jüdische Friedhöfe werden in Jerusalem immer noch geschändet und Besucher mit Steinen beworfen.

Ägypten warnte Israel erneut davor im Gazastreifen etwas gegen die Hamas zu unternehmen. Die Hamas lässt wissen, dass man über Ägyptens Haltung sehr zufrieden ist. Dabei wird eine Drohkulisse aufgebaut.
Andererseits hat der ägyptische Außenminister erstmals seit dem Abgang Mubaraks öffentlich bestätigt, dass das Land sich an die Verträge mit Israel halten will.

Das Gerede geht weiter: Minister Mosche Ya’alon lässt aus den USA wissen, dass Israel die Eskalation der Sicherheitslage nicht tolerieren wird.

Die wollen „Frieden“: 41% der „Palästinenser“ unterstützen eine dritte Intifada zu beginnen.

Freitag, 25.03.2011:

Der UNO-Menschenrechtsrat hat mal wieder nichts anderes zu tun: 29 Staaten stimmten für eine Resolution, mit der die „Siedlung“ auf dem „syrischen Golan“ verurteilt wurde; die USA stimmten dagegen, 14 (darunter Großbritannien und Frankreich) enthielten sich.

Samstag, 26.03.2011:

Abbas schraubt wieder: Kein Frieden mit Israel, so lange nicht alle „palästinensischen“ Gefangenen frei sind. Oder wie Elder of Ziyon es formuliert: Abbas‘ Bedingung für „Frieden“ – alle Terroristen frei lassen.

Ein hochrangiger Israeli kündigte an, dass Abbas sich entscheiden muss: Entweder Frieden mit der Hamas oder Frieden mit Israel schließen. Beides ginge nicht. Sollte er sich für die Hamas entscheiden, werden alle Verbindungen zwischen Israel und der PA gekappt.

Die Hamas-Terroristen bieten an, keine weiteren Raketen auf Israel zu schießen, wenn Israel das Feuer einstellt. Eine „Hudna“ – übersetzt: Wir brauchen mal ’ne Pause, um unser Arsenal etwas aufzustocken und die Verluste zu ersetzen!

Sonntag, 27.03.2011:

Der PIJ tönt wieder, dass sie sich auf einen Waffenstillstand verpflichtet hätten. Dieser hinge aber davon ab, dass Israel seine Aggression einstellt. Äh, dass Israel jetzt kurz danach PIJ-Raketenterroristen beschoss ist dann wohl auch wieder Aggression, oder?

Dann prahlen sie weiter, dass die gerade verschossenen Grad-Raketen nur eine „Botschaft“ waren – sie hätten viel weiter reichende Raketen, die weit über Beer Sheva und Aschdod hinaus fliegen könnten.

Noch „schöner“ ist eigentlich Salam Fayyad: Mittwochnachmittag „verurteilte“ er den Terroranschlag in Jerusalem. Aber nur ein paar Stunden vorher ehrte er arabische Massenmörderinnen mit öffentlichem Lob!
So gut war nicht mal Mahmud Abbas: Letztes Jahr war noch vehement dafür, einen Platz nach Dalal Mughrabi zu benennen; dieses Jahr tönt er im israelischen Fernsehen, er sei definitiv dagegen.

Zum zweiten Mal innerhalb in weniger als zwei Monaten wurde die Gaspipeline von Ägypten nach Israel und Jordanien angegriffen; in El-Sabil wurde ein Wachmann überwältigt und die Terroristen legten Sprengstoff, aber der Zünder versagte. Trotzdem wurde der Gas-Transport gestoppt.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).