PIJ-Führer: „Palästina ist Land für alle Muslime.“ Öh – und die Christen?

Elder of Ziyon, 30.03.2011

Ein Führer des Palästinensischen Islamischen Jihad hat den israelischen Luftschlag verurteilt, bei dem am Morgen ein Mitglied seiner Gruppe getötet wurde. Der Luftschlag erfolgte als Antwort auf Raketenfeuer.

Eine seiner Aussagen ist interessant:

Palästina ist heiliger Boden, ein königliches Eigentum und ist nicht nur für die Palästinenser da, sondern für alle Muslime.

Was zwei Fragen aufwirft:

Hat je ein palästinensisch-christlicher Leiter Unbehagen zum Ausdruck gebracht, weil er ausdrücklich beiseite geschoben und dhimmisiert wird, wenn der Islamische Jihad oder die Hamas Äußerungen wie diese machen?

Hat je eine linke „pro-palästinensische“ Gruppe die Ambitionen der Hamas und des Islamischen Jihad verurteilt, deren klares Ziel es nicht ist ein unabhängiges Palästina zu schaffen, sondern dieses als Schritt zur Schaffung einer panmuslimischen Umma zu nutzen?

Die Antwort auf beide Fragen ist in der zweiten Hälfte dessen zu finden, was der PIJ-Führer sagte:

[Alle Muslime] müssen das Land vom Terrorismus des zionistischen Feindes befreien.

So lange man seine Ziele in Begriffen der Zerstörung Israels formuliert – wen kümmert es, was das Endziel ist? Weil jeder einverstanden sein kann, dass das Hauptziel die Vernichtung des jüdischen Staates ist, nicht belanglosen Details dessen, was diesen Staat ersetzen würde.

2 Gedanken zu “PIJ-Führer: „Palästina ist Land für alle Muslime.“ Öh – und die Christen?

  1. Für „linke, pro-palästinensische Gruppen“ kämpft die Hamas einen gerechten Kampf und sind Christen mindestens so schlimm wie Zionisten und haben in Palästina gar nichts zu suchen, egal, seit wie vielen hundert Jahren sie dort wohnen…

    arabische Christen wagen doch gar nicht den Mund aufzumachen und wenn doch, liefern sie garantiert Parolen gegen Israel, wie die berühmte Frau Farhat-Naser, die für ihren Kampf für Frieden immer wieder Preise einheimst… ich schrieb darüber.
    Mir tun die arabisch-palästinensischen Christen in den besetzten Gebieten leid. Sie haben doch gar keine Chance. Leider gibt es auch Resentiments einiger Israelis gegen Christen… so sitzen diese zwischen allen Stühlen und sind einem enormen Druck ausgesetzt.

    In der „palästinensischen Nationalcharta“ kann man alles ganz wunderbar über Zielsetzungen und Strategieen nachlesen. Aber das scheint hier niemanden zu interessieren. Mit „hier“ meine ich die bundesrepublikanische Friedensgesellschaft!
    hier der Link zur Charta:

    Klicke, um auf palaestinensische_nationalcharta.pdf zuzugreifen

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