Die Religion des Friedens – wirft anderen vor, was sie selbst macht

In Florida hat der bekloppte „Pastor“ jetzt doch einen Koran verbrennen lassen. Vorher wurde das Buch „gerichtlich“ verurteilt – wegen Aufruf zu Mord und Vergewaltigung und somit der Auslösung von Millionen dieser Verbrechen.

Reaktionen aus der muslimischen Welt kann man sich vorstellen. In Afghanistan war es bisher am heftigsten: Vor einem Büro der UNO in Masar-i-Sharif fand ein friedlicher Protest von ca. 500 Menschen statt – die dann mal eben das Büro stürmten, acht UNO-Mitarbeiter massakrierten und das ganze Teil abfackelten.

Das ist so ein Muster, das wir eigentlich kennen, nur etwas anders konfiguriert: Wann immer jemand bei uns Kritisches über den Islam bzw. bestimmte Muslime äußert, wird ihm vorgeworfen, alle Muslime in einen üblen Topf zu werfen. Es werden Horrorszenarien heraufbeschworen, dass Kollektivhaftung und –verunglimpfung geübt wird. Der Blödsinn lässt sich statistisch und mit gesundem Menschenverstand widerlegen, aber das macht nichts, er wird weiter kolportiert und als Gemeinwissen vertrieben. Ayman Mazyek machte es allen exemplarisch vor (und das ist nicht der einzige Fall): Einerseits stellte er den Mörder von Dresden als Spiegelbild der deutschen Gesellschaft hin (der Mann hatte eine ägyptische Zeugin im Gerichtsgebäude ermordet); andererseits ist er nie bereit eine durch islamistischen Fanatismus begangene Tat auch nur ansatzweise mit dem Islam in Verbindung zu bringen und kreischt hysterisch (nicht wörtlich und akustisch, sondern inhaltlich) von Diskriminierung, Generalverdacht und dass die Tat nichts mit dem Islam zu tun habe.

Tatsächliche Kollektivhaftung und –„bestrafung“ üben dagegen die Mitglieder der Religion des Friedens aus, wie das Beispiel aus Afghanistan wieder einmal bestätigt. Weder die UNO, noch der Westen allgemein und auch nicht die Christen insgesamt sind dafür verantwortlich, billigen das oder können etwas dafür. Und dennoch wird in der muslimischen Welt „Rache“ für dieses Sakrileg gerne und immer wieder an ganzen Gruppen vollzogen, die mit dem Irren assoziiert werden. Sagt ein als Christ wahrgenommener Mensch etwas, das den Anhängern der Religion des Friedens nicht passt, dann sterben Christen; malt ein westlicher Karikaturist den grünen Karawanenräuber, werden Christen in Pakistan (und Nigeria und Indonesien und den Philippinen und…) ermordet. Und so weiter.

Warum sollten wir uns wundern, wenn die Vertreter dieser Religion im Westen mit denselben Instinkten reagieren, sobald ein Muslim ein Verbrechen begeht: Jetzt wollen sie uns allen an den Kragen – so wie unsere denen an den Kragen gehen würden. Sie gehen davon aus, dass wir so agieren wie sie. Und das macht ihnen Angst.

Jedenfalls denen, die es nicht besser wissen. Funktionäre der Muslimverbände wissen es besser. Aber die bedienen lieber die Ängste der 08/15-Muslime; denn damit haben sie die Stimmung, die sie brauchen, um Druck auszuüben. Nicht auf ihre Leute, sondern auf uns. Die Dummen, die das dann übernehmen, weil die große Masse der Muslime sich Sorgen macht und wir und immer Sorgen machen, wenn sich andere Sorgen machen, dass wir Dummheiten begehen. Dass das projizierte „Dummheiten“ sind, macht nichts. Wenn Muslime jammern, dann haben sie Recht, denn wir sind die Bösen, weil wir Kolonialherren waren und das ja im Grunde immer noch sind (über wirtschaftliche Ausbeutung), weil wir westliche Werte aufdrücken (obwohl dem von den Gutmenschen mehr als heftig entgegen gearbeitet wird), weil wir für die Übel der Welt zuständig sind, während alle anderen, besonders aber die Opfer der Kreuzritter des 11.-13. Jahrhunderts von uns immer und überall bedroht werden.

Von sich selbst auf andere schließen ist aber nicht nur das Problem der Gutmenschen, die in ihrer Dummheit bei anderen nur sehen, was sie sehen wollen, sondern auch ein Problem für uns alle, weil Verbandsmuslime das nutzen, um uns ein schlechtes Gewissen einzuimpfen und ihre Interessen durchzusetzen. Herzlich willkommen in der Schönen Neuen Welt.

4 Gedanken zu “Die Religion des Friedens – wirft anderen vor, was sie selbst macht

  1. Vielleicht ist Jones gar nicht „verrückt“, vielleicht tut er genau das richtig, um einerseits die radikalen Seiten des Islams und andererseits auch eine Lösung zu zeigen, ein „Seht her, wir verteidigen unser Recht auf Meinungsfreiheit, Ihr könnt machen was Ihr wollt, Euer Gott jedenfalls wird Euch nicht helfen!“

    Dieses „Seht her!“ – Pipes schreibt hier auch gerne mal von einer Niederlage, die der Islam benötige, andere meinen es sollten regelmässige ritualisierte Niederlagen sein – dürfte die beste Wahl sein, den Islam (und seine Träger 🙂 ) zu konditionieren.

    Wenn man nicht an die heiligen Stätten ranmöchte, Sie werden sehen, was Israel machen wird, sollte es mit Massenvernichtsungsmitteln angegriffen werden…

    Vielleicht interessiert Sie auch das:
    – „The demonstration was meant to protest against the insane and totally despicable gesture by one person who burned the holy Koran,“ he said.
    – President Hamid Karzai publicly condemned the March 20 Koran burning, leading some to blame him for triggering the protests. De Mistura, however, blamed the person who torched the holy book.
    – „Freedom of speech does not mean freedom of offending culture, religion or traditions,“ de Mistura said. „Those who entered our building were actually furiously angry about the issue about the Koran. There was nothing political there.“

    http://www.foxnews.com/world/2011/04/02/workers-hid-escape-afghan-protestors/

    Schwedischer Diplomat und ganz toller Vertreter westlicher Werte wie den der Meinungsfreiheit, oder?
    Ist dieser nette Diplomat nicht noch WESENTLICH irrer als Jones?
    Sofern Jones überhaupt irre ist. Wilders ist ja auch nicht irre, wie immer behauptet worden ist.

    • Das kann owhl nur jemand schreiben, der über diesen Pastor nur weiß, dass er den Koran verbrennen ließ. Es geht nicht um das Verbrennen, sondern das ganze Drumherum sowie die sonstigen Haltungen und das Verhalten dieses Menschen.
      Ihn mit Wilders zu vergleichen ist lächerlich.

      • Was soll denn beim vorgenommenen Vergleich zum Lachen sein? – Es ist einfach wahr, dass Wilders lange Zeit als irrer fundamentalistischer Hassprediger durch die Medien ging – genau so wie Jones.

        Schaun‘ Sie mal auf dieses Interview mit Jones:
        http://www.welt.de/politik/ausland/article13049669/US-Hassprediger-fordert-Vergeltung-fuer-Anschlag.html

        Was genau lehnen Sie ab? (Dass der Mann aus einer christlichen Sicht den Islam als Werk des Teufels betrachtet, jo mei, Recht hat er irgendwie, und alleine daran hängt man ihn ja schon auf.)

        Man kann sich mal bei islamischen deutsch- und englischsprachigen Quellen versorgen mit Aussagen über den Teufel, seine Schweine und den großen und kleinen…
        Tun Sie ja auch, aber Ihnen scheint doch einiger Dreck entgangen zu sein.

        • Wer den Unterschied zwischen lächerlich und zum Lachen nicht kennt, sollte von mir nicht erwarten, dass er ernst genommen wird.
          Pastor Jones ist für mich kein Christ, mit ich irgendetwas Positives verbinde. Er war mal in Köln tätig – was diese Gemeinde über ihn zu sagen hat, zeigt, dass der Mann nicht nur eine Schraube locker hat.

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