Der syrische Diktator Bashar al-Assad schickt Präsident Obama eine E-Mail

Barry Rubin, 3. April 2011

Vor kurzem erhielt das Weiße Haus die folgende E-Mail:

Sehr geehrter Präsident Obama,

mein Name ist Bashar al-Assad. Vor nicht allzu langer Zeit starb mein Vater und hinterließ mir in seinem Testament ein ganzes Land. Es ist sehr wertvoller Grundbesitz, doch ich versuche ihn international zu vermarkten. Wenn Sie bereit sind dabei zu helfen, kann ich Ihnen reiche Belohnung versprechen.

Ich möchte wirklich gute Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen entwickeln und meinen lästigen Verbündeten, den Iran loswerden. Zusätzlich möchte ich Frieden mit Israel machen und den Terrorismus stoppen. Ich würde sogar gerne Reformen in meinem Land durchführen, damit es eine friedliche und glücklich Demokratie werden kann.

Doch ich brauche Ihre Hilfe. Bitte schicken Sie mir einen US-Botschafter, ohne Vorbedingungen; ignorieren Sie meine Unterstützung für die Tötung Ihrer Soldaten im Irak; übersehen Sie meine Unterstützung der Hamas und der Hisbollah für das Töten von Israelis; vergessen Sie meinen Terrorismus im Libanon, einschließlich der Ermordung des ehemaligen Premierministers Rafiq Hariri; schieben Sie meine massive tägliche Produktion antiamerikanischer Propaganda in eine Gedächtnislücke; lassen Sie Ihre Beamten, einschließlich der Außenministerin, Nettes über mich sagen – genau in dem Moment, in dem ich Demonstranten zusammen schieße und Dissidenten foltere; und schicken Sie mir Leute wie Senator John Kerry, der alles glauben wird, was ich ihm erzähle.

Tun Sie das und nur noch eins mehr, dann können wir prima Freunde sein und ich bin bereit Ihnen eine Menge politischer Unterstützung zu geben, mit Teheran zu brechen und eine Kraft des Friedens, der Liebe und Harmonie im Nahen Osten zu sein.

Dieses eine ist so unwichtig, dass es kaum erwähnenswert ist. Gut, hier ist es:

Schicken Sie 5 Milliarden Dollar in kleinwertigen Scheinen an Postfach 1970, Geheime Polizeistation, Damaskus, Syrien. Wenn das Geld angekommen ist, werde ich Ihnen all die versprochenen Geschenke liefern und eine kostenlose Augenuntersuchung für Sie und Michelle dazu geben.

Zögern Sie nicht, denn das ist ein zeitlich begrenztes Angebot.

Hochachtungsvoll

Bashar al-Assad, Augenarzt, Internetfan, politischer Reformer, ehemaliger Londoner (Chelsea vor!) und Präsident von Syrien.