Wenn ein Kriegsverbrechen kein Kriegsverbrechen ist

Meryl Yourish, 8. April 2011

Der Vorwurf von „Kriegsverbrechen“ wird endlos an Israel gerichtet, bis dahin, dass der Goldstone-Bericht vom UNO-Menschenrechtsrat in Auftrag gegeben und veröffentlicht wurde. Darin ging es um angeblich von Israel verübte Kriegsverbrechen, doch Kriegsverbrechen der Hamas wurden nicht ein einziges Mal erwähnt. [Sie wurden nur indirekt eingebracht – heplev]

Die Medien bringen alle Anschuldigungen gegen Israel vor, es begehe Kriegsverbrechen. Nehmen wir den Vorfall mit der Mavi Marmara. Wie viele Artikel konnten Sie darüber lesen, ob Israel Kriegsverbrechen an den Passagieren verübte oder nicht (diese Leuchten des friedlichen Protests, die gerade erst ihre Entschlossenheit wiederholten Israel zu vernichten)?

Werfen Sie einen Blick auf das, was das britische Außenministerium über die absichtliche Beschießung eines Schulbusses zu sagen hatte:

Davor verurteilte der britische Außenminister William Hague den Panzerabwehrraketen-Angriff auf einen Bus für Kinder im Negev und nannte ihn eine „abscheuliche“ und „feige“ Tat.

„Ich verurteile den heutigen Angriff aus dem Gazastreifen auf einen Bus mit Schulkindern im südlichen Israel uneingeschränkt. Die ersten Berichte, die wir erhielten, legen nahe, dass der Bus gezielt beschossen wurde und ein 16-jähriger Junge schwer verletzt wurde“, sagte Hague.

„Das ist eine abscheuliche und feige Tat, die in völligem Gegensatz zum Wunsch des Volks nach friedlicher Reform in der gesamten Region steht. Gewalt wird niemals Frieden bringen“, fuhr Hague fort.

Vor nur einer Woche veröffentlichte Hagues Amt einen Bericht zu den 26 schlimmsten Menschenrechtsverletzern der Welt. Israel stand in diesem Bericht, zusammen mit 25 tatsächlichen Menschenrechtsverletzern. Wenn, wie Hague es oben sagt, er Berichte hat, dass die Hamas den Schulbus gezielt beschoss (was sie tat), dann ist das keine „abscheuliche und feige Tat“. Dann ist es eine Verletzung Menschenrechte. Es ist ein Kriegsverbrechen. Und doch benutzt Hague dieses Vokabular nicht, um es zu beschreiben. Warum ist das so? Wie kommt es, dass sein Amt Israel als Verletzter palästinensischer Menschenrechte verleumdet, aber ein Kriegsverbrechen nicht Kriegsverbrechen nennen kann? Gezielt auf Zivilisten zu schießen ist ein Kriegsverbrechen. Die Hamas schoss gezielt auf einen Schulbus voller Kinder (so hoffte sie).

Warten Sie nicht darauf, dass Hague die Kriegsverbrechen der Hamas verurteilt. Er ist zu sehr damit beschäftigt Israel solche vorzuwerfen. Was die EU angeht, nun, da wird die Hamas in Catherine Ashtons Routine-Verurteilung von „Gewalt“ nicht einmal erwähnt. Den Schulbus erwähnen? Machen Sie Witze?

„Ich verurteile eindringlich die gestrigen Mörser- und Raketenangriffe aus dem Gazastreifen, die einmal mehr die unschuldige Zivilbevölkerung treffen und die sofort aufhören müssen“, sagte sie. „Ich bin von der gegenwärtigen Eskalation der Gewalt zutiefst besorgt“, sagte die Außenpolitik-Chefin der 27 EU-Staaten in einer Erklärung. „Ich verurteile auch den Verlust zivilen Lebens im Gazastreifen und fordere Israel auf Zurückhaltung zu üben.“

Nein, das Etikett der Kriegsverbrechen wird niemals tatsächlichen Kriegsverbrechen aufgeklebt, die von Palästinensern gegen Israelis begangen werden. Dieses Etikett ist allein für Israel reserviert, besonders, wenn Israel so etwas nicht tut.

Wir müssen einmal mehr einen Refrain heranziehen, den zu nutzen wir nur allzu müde sind. Welche Zeit ist es? Richtig, die Zeit für zweierlei Maß gegenüber Israel. Aber keine Sorge. Die haben wir nur an den Tagen, die mit einem g enden – oder einem h.