Bereit für einen eigenen Staat? (2. Teil)

This Ongoing War, 13. April 2011

Mehr zum Impuls, der sich international und bei der UNO für einen neuen palästinensisch-arabischen Staat aufbaut.

Das Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education (IMPACT-SE, Institut für die Beobachtung von Frieden und kultureller Toleranz in der Schulbildung) begutachtet jedes Jahr die Schulbücher Israels, der arabischen Welt und des Iran; es legte seinen Bericht über die PA-Schulbücher für 2011 gestern in einem kurzen Briefing dar. Der Bericht aus der Jerusalem Post lässt sich so zusammenfassen:

·         Allgemein lehren die palästinensischen Schulbücher die völlig Leugnung der Existenz Israels. Wo eine israelische Präsenz erwähnt wird, ist sie im Allgemeinen sehr negativ.

·         Es gibt Null Bildung über oder hin zu Kooperation und Koexistenz zwischen Israelis und Arabern.

·         Die Bücher machen Israel für alle Umweltprobleme der PA verantwortlich.

·         In Geografiebüchern wird Israel auf Karten des Nahen Ostens allgemein weggelassen.

·         „Palästina“ wird gezeigt; es umfasst Israel, die Westbank und den Gazastreifen.

·         Die Statt Jaffa wird auf Karten Palästinas gezeigt. Aber die Städte Tel Aviv und Ramat Gan, ebenso die vielen israelischen Kibbuzim und Moschawim (kommunale Siedlungen im gesamten Land) werden nicht dargestellt – sie sind von der Landkarte gewischt.

·         Ein Buch mit dem Titel Geschichte einer uralten Zivilisation, das 2009 für Fünftklässler herausgegeben wurde, besagt, dass es in der Region Palästina, Jordanien, den Libanon und Syrien gibt. Israel wird nicht erwähnt.

·         Eine Karte der Altstadt von Jerusalem lässt das jüdische Viertel aus.

·         Auf einer Briefmarke aus der Zeit des britischen Mandats wurde der hebräische Text entfernt. Der ausgelassene hebräische Text lautete: „Palästina. Das Land Israel“ (s. Bild unten).

·         Einige Schulbücher beschrieben die Kanaaniter als ein Arabisch sprechendes Volk, dessen Land durch die Juden gestohlen wurde.

·         Einige Schulbücher sagen, die Juden kamen aus Europa um Palästina zu stehlen, nachdem die Briten es 1917 eroberten.

·         Die Bücher tilgen jüdische Ansprüche an Heiligen Stätten wie der Westmauer [„Klagemauer“] und dem Rahelgrab. „Nationale Bildung“ z.B., ein 2010 veröffentlichtes Schulbuch für Siebtklässler, bezeichnet die Westmauer als „Al-Buraq-Mauer“ und das Rahelgrab als „Al-Bilal-Moschee“.

·         Viele dieser offiziell genehmigten palästinensischen Schulbücher beinhalten zahlreiche Bezüge auf Märtyrertum, Tod, Jihad und in Städte in Israel zurückkehrende Flüchtlinge.

·         Sie dämonisieren regelmäßig Israelis und Juden.

·         Obwohl es einige positive Entwicklungen im palästinensischen Bildungssytsem gibt – man kann demokratische Werte und Respekt für Frauen, Alte und Autoritäten anführen – doch kein Israeli wird als Freund oder Partner dargestellt.

·         Die Oslo-Vereinbarungen werden selten erwähnt.

·         Politische Übereinkünfte werden im Allgemeinen als Ergebnis arabischer und muslimischer Schwäche präsentiert.

·         118 derzeit in palästinensischen Schulen genutzte Schulbücher wurden analysiert, dazu 22 Lehrerbände, die vom PA-Ministerium für Bildung und Höhere Bildung verbreitet werden. Diese werden nicht nur in den von der PA kontrollierten Gebieten benutzt, sondern auch in denen des Hamas-Regimes im Gazastreifen.

Niemand ist überrascht, dass der Bericht uns daran erinnert, dass die Masse der Ergebnisse dieser problematischen Schulbücher aus der EU kommt. Einige kommen aus den USA.


Fotografie des Einbandes eines offiziellen
PA-Schulbuchs (vom Blogbetreiber von „This Ongoing War“
persönlich fotografiert).
Beachten Sie die Briefmarke unten rechts.


Derselbe Bucheinband, Palästina-Briefmarke vergrößert.
Sie wurde in den 1940-er Jahren von der
britischen Mandatsmacht ausgegeben.
Beachten Sie den arabischen Text rechts
und das leere Feld links (unten).


Die Briefmarken Palästinas während der Mandatszeit (1917 – 1948)
enthielten immer hebräischen Text, wie man ihn links unten sieht.
Die hebräische Schrift sagt „Palästina“, gefolgt
von den Buchstaben Aleph und Yud, die für
Eretz Yisrael“ stehen – das Land Israel

Sind die palästinensischen Araber bereit für einen international anerkannten Staat? Es wäre schön, das denken zu können – für sie wie für uns. Es wäre noch schöner, wenn sie ein Zeichen geben würden, dass sie verstehen, dass mit uns als Nachbarn zu leben verlangt, dass sie ihre eigenen Kinder zu Frieden und gutnachbarlichen Beziehungen erziehen.

Der fortgesetzte Skandal der offiziellen palästinensischen Schulbücher erinnert uns daran, dass es kein Zeichen gibt, dass dieser Prozess begonnen hat.