Das Problem sind weniger die „Linien von 1967“, sondern das Jordantal

Elder of Zioyn, 20. Mai 2011

Obamas jüngste Rede hat in der pro-Israel-Gemeinschaft sicherlich eine Menge Streit geschaffen und zumeist dreht der sich um einen bestimmten Abschnitt.

Die Vereinigten Staaten glauben, dass Verhandlungen als Ergebnis zwei Staaten haben sollten, permanente palästinensische Grenzen mit Israel, Jordanien und Ägypten und permanente israelische Grenzen mit Palästina. Die Grenzen Israels und Palästinas sollten auf den Linien von 1967 basieren, bei gemeinsam abgestimmtem Landtausch, damit für beide Staaten sichere und anerkannte Grenzen geschaffen werden.

Die einen sagen, dies bedeute eine Rückkehr zu den Waffenstillstandslinien von 1949, die anderen sind etwas optimistischer, dass der „Landtausch“ möglicherweise bedeutenden Tausch bedeuten könnte – nicht notwendigerweise im Verhältnis 1:! – bei dem Israel beträchtliche Teile der Westbank behalten könnte und nicht die meisten der Juden entwurzeln müsste, die in Judäa und Samaria leben.

Die Medien verstehen das vorhersehbar öfter falsch als richtig. CAMERA fand vier Fehler in drei Absätzen eines AP-Artikels zu der Rede. Es ist offensichtlich, dass Reporter nicht so sorgfältig it ihren Worten umgehen, wie es der Präsident tat.

Netanyahus Reaktion, wie sie in den Medien berichtet wurde, schien sich auf die Frage „1967“ zu konzentrieren. Der wichtige Teil seiner Äußerung zu Grnezen war jedoch nicht die Westgrenze „Palästinas“, sondern die im Osten – die Grenze mit Jordanien. Premierminister Netanyahu wird klarstellen, dass die Verteidigung Israels eine israelische Militärpräsenz entlang des Jordan verlangt.

Da ist eine der Fragen, die die Medien niemals wirklich begriffen haben, vermutlich, weil relativ wenige Juden am Jordan leben (obwohl es dort einige Siedlungen gibt). Israel hat immer die Wichtigkeit einer Militärpräsenz im Jordantal betont. Die Clinton-Parameter schloss diese ein, wenn auch nicht auf immer. Dazu gehörten drei „Frühwarn“-Radarstationen innerhalb des palästinensisch-arabischen Staates.

Die Rede Obamas dürfte diese Möglichkeit auszuschließen, als er „permanente palästinensische Grenzen mit Israel, Jordanien und Ägypten“ sagte. In diesem Sinne fordert er etwas, das über Camp David hinaus geht und dem viele Israelis – selbst diejenigen, die gegen Siedlungen sind – nur widerwillig zustimmen würden.

Sollte Jordaniens Königreich zusammenbrechen und durch eine islamistische Regierung ersetzt werden – was nicht allzu weit hergeholt ist, besonders wenn man sich die Ergebnisse der jüngsten Pew Global Attitudes-Umfrage ansieht, in der jordanische Muslime sich als islamistischer als in den meisten Nahost-Staaten zeigen – kann Israel sich nicht darauf verlassen, dass „Palästina“ ein Puffer ist. Im Gegenteil: Mit größter Wahrscheinlichkeit würden sich „Palästina“ und Jordanien vereinen, wie sich die PA mit der Hamas vereinte.

Israel kann es sich einfach nicht leisten auf den Punkt zurückzukehren ein Staat zu sein, der nur 15km breit ist. Es braucht strategische Tiefe und das bedeutet eine Form von Präsenz im Jordantal, um Aggression abzuschrecken. Andernfalls ist Israel nur ein kleines Stück Land, das mit dem Rücken zum Meer steht.

Das ist der problematischste Teil der Rede Obamas; und die Frage kann nicht weiter unter den Teppich gekehrt werden.