Das Märchen vom gewaltlosen palästinensisch-arabischen „Widerstand“

Elder of Ziyon, 18. Mai 2011

In Foreign Poliy schreibt Yousef Munayyer über „Die verborgene Geschichte der Gewaltlosigkeit Palästinas“. Er impliziert, dass es die erste von palästinensischen Arabern organisierte Gewalt erst 1935 gab:

Erst, als gewaltlosen Protesten mit heftiger Unterdrückung begegnet wurde, begannen die palästinensische Guerilla-Bewegungen. Nachdem der 81-jährige Husseini einige Monate, nachdem er geschlagen wurde, starb, organisierte ein junger, in Haifa lebender Imam namens Scheik Izzedin al-Qassam (der Namensgeber des militärischen Arms der Hamas) die erste militante Operation gegen die britische Mandatsregierung. Sein Tod in der Schlacht mit britischen Soldaten entfachte die arabische Rebellion, die 1936 begann und bis 1939 andauerte.

Erstaunlich: Munayyer sagt kein Wort zu den arabischen Krawallen von 1920 (5 tote Juden), die arabischen Krawalle von 1921 (43 tote Juden) und die arabischen Pogrome von 1929 (mehr als 100 abgeschlachtete Juden) – Krawalle, die vom berüchtigten Mufti von Jerusalem geplant und koordiniert wurden.

Hat er das übersetzen oder war das eine absichtliche Irreführung seitens Munayyers? Nun, werfen wir einen Blick darauf, wie er die arabische Revolte von 1936-1939 beschreibt, die die Araber die Große Rebellion nennen:

Die ersten Phasen dieser Revolte begannen mit gewaltlosem Widerstrand in Form von mehr Streiks und Protesten; die Wirtschaft kam sechs Monate lang zum Erliegen, als Palästinenserführer einen Stopp der Arbeit forderten. Dies wurde von der Mandatsregierung harsch niedergeschlagen, wie der britische Historiker Matthew Hughes angibt, darunter mit Bomben auf mehr als 200 Gebäude in Jaffa am 16. Juni 1936. Die Unterdrückung sowohl des gewalttätigen wie des gewaltlosen palästinensischen Widerspruchs vernichtete die Fähigkeit der palästinensischen Gesellschaft beträchtlich, was den Weg für die Entvölkerung Palästinas und zur Gründung des Staates Israel ein Jahrzehnt später ebnete.

Die Meinung, dass die ersten sechs Monate der Revolte gewaltfrei waren, ist komplett falsch. Wie ich früher schon bewiesen habe, töteten Araber Juden vom Anfang der Revolte im April 1936 an. Am 22. April wurden in Jaffa sieben umgebracht. Später in derselben Woche wurden rund 6000 Juden aus Angst vor den „gewaltlosen“ Demonstrationen aus ihren Häusern in Jaffa evakuiert.

Im Mai wurden drei getötet, als eine Bombe ins Edison-Kino geworfen wurde; drei weitere wurden in Jerusalem tot geschossen.

Die „Große Revolte“ war durch und durch gewalttätig und endete mit den Morden nicht nur vieler Juden und Briten, sondern auch damit, dass Araber Hunderte anderer Araber töteten, von denen sie das Gefühl hatten, sie würden ihre Sache nicht genug unterstützen.

Monayyer fährt dann damit fort, dass er eine neue Definition von gewaltlosem Widerstand aufbringt:

In Wirklichkeit praktizierten, obwohl die Mehrheit der einheimischen Bevölkerung während der Nakba entvölkert wurden, Tausende Palästinenser gewaltlosen Widerstand, indem sie es ablehnten ihre Häuser zu verlassen, als sie bedroht wurden.

Here stellt er die Geschichte auf den Kopf. Viele, wenn nicht die meisten arabischen Gemeinden wurden von den Zionisten nicht direkt bedroht – Fakt ist, dass es bedeutende Gemeinden wie Jaffa gab, wo die Zionisten die Araber zum Bleiben aufriefen, aber denjenigen, die blieben, von anderen Arabern wegen „Kollaboration“ mit den Zionisten gedroht wurde. Jetzt sagt Munayyer, dass diejenigen, die blieben, tatsächlich Widerstand gegen die Zionisten leisteten!

Mit seinen Lügen ist er damit noch nicht am Ende.

Die erste und die zweite Intifada unterschieden sich beträchtlich. In der ersten Intifada der späten 1980-er Jahre wandten die Palästinenser verschiedene gewaltlose Taktiken an, von Massendemonstrationen über Streiks bis hin zu Protesten. Obwohl die überwiegende Mehrheit des Aktivismus gewaltlos war, erinnern sich viele nur an die zumeist symbolischen Steinwürfe.

Fakt ist: Während dieser „gewaltlosen“ Intifada wurden 164 Israelis getötet. Nicht nur das, es wurden auch 1000 palästinensisch Araber getötet – von anderen palästinensischen Arabern, die behaupteten, die Getöteten seien „Kollaborateure“!

Doch nur 12 der 70.000 israelischen Soldaten, die während der Intifada regelmäßig in den besetzten Gebieten stationiert waren, starben in diesem vierjährigen Aufstand, was klar die Zurückhaltung demonstriert, mit der der palästinensische Widerspruch ausgeübt wurde.

Man vermerke, wie er seine Äußerung formuliert, dass „nur“ 12 Soldaten in den Gebieten getötet wurden. Fakt ist, dass rund 60 der Toten Israels Soldaten waren.

Die einzige Schlussfolgerung ist, dass Munayyer sein Publikum wissentlich täuscht, indem er sich auf die Tatsache verlässt, dass die meisten Menschen die „Fakten“ nicht überprüfen, die so unmissverständlich geäußert werden.

Munayyer versucht den Lesern seiner Kolumne eine Maske über die Augen zu legen. Wir ihn irgendjemand darauf ansprechen?

UPDATE: Der sehr sachkundige Yisrael Medad fügt hinzu, dass Al-Qassams organisierte Terrorgruppe um 1930 entstand und dass die erste Gewalttat der arabischen Krawalle von 1936 eine Woche früher stattfand als ich schrieb, nämlich am 15. April; dabei wurden bei Nur Shams zwei Juden ermordet.

13 Gedanken zu “Das Märchen vom gewaltlosen palästinensisch-arabischen „Widerstand“

  1. Was mich an seinen (Yousef Munayye) Ausführungen am meisten stört, ist dass er von „Palästinensern“ in den 30er Jahren schwadroniert. Die Palibulaner wurden erst vom friedliebensten Nobelpreisträger aller Zeiten erst 1964 erfunden.

  2. Offensichtlich handelt es sich hier um eine extrem ideologisierte Diskussion. Es wäre schön, wenn die Einheimischen (wie immer sie sich damals genannt oder selbst als Kollektiv definiert haben) sich immer nur mit gewaltlosen Mitteln gegen die kolonialistische Besetzung ihres Landes durch fremde politische Mächte gewehrt hätten (die jedenfalls nicht eine Bevölkerungsmehrheit repräsentierten), z.B. die nordamerikanischen Indianer, z.B. die einheimische Bevölkerung des südlichen Afrika, z.B. die einheimische Bevölkerung Palästinas. Letztere gegen Briten und Juden. Was soll im historischen Rückblick daran groß vorwerfbar sein, wenn sie sich dabei nicht auf gewaltfreie Mittel beschränkt haben?
    Zumindest bis zur Gründung Israels durch die Vereinten Nationen? (Damit wurde eine etwas andere Situation geschaffen, die etwas anders und vielleicht auch differenzierter betrachtet werden müsste, jedenfalls unter politischen und politisch-moralischen Gesichtspunkten.)
    Ich sehe übrigens prima facie nicht, weshalb dieser Gegenwehr die Benennung mit dem Begriff ‚Widerstand‘ verweigert werden sollte!

    • Gut, für die ganz tollen Heuchler: Wenn Leute, die Völkermord begehen wollen und Terror verüben, später behaupten sie hätten gewaltlosen Widerstand geleistet, dann ist das schlicht weg gelogen und abzulehnen.
      Womit sollen eigentlich Terrormorde noch alles gerechtfertigt werden? Was die Araber des Mandatsgebiets machten, war Terror, der sich zum größten Teil gegen Unbewaffnete richtete. Das dann als Widerstand und auch noch „gewaltlos“ zu bezeichnen, ist Verlogenheit und Heuchelei auf die Spitze getrieben.
      Den heutigen Terrorchefs das durchgehen zu lassen ist ein Unding. Das muss angeprangert werden, mindestens so sehr, wie die Friedenshetzer angebliches israelisches Fehlverhalten anprangern; leider fehlt das, den Terroristen lässt man alles durchgehen, die bekommen Freibriefe.
      Nein, Herr Bogner, was Sie da geschrieben haben, ist nicht nur Müll, es ist eine ganze Deponie Sondermüll!

  3. Die „Einheimischen Palästinas“ Herr Bogner, wie Sie sie nennen, waren äusserst heterogen. Sie vergessen, daß auch das Osmanische Reich eigentlich eine Kolonisation war und die Region nur eine arme, verlassene Provinz war, in denen Beduinen, Fellachen, sowie Juden und auch wenige Araber lebten. Sie sollten sich unbedingt bilden und zwar Geschichte des Nahen Ostens nicht erst seit den Briten, sondern die letzten 2000 Jahre.

    Ich zitiere: Die Aus­gabe der Encyclopedia Britannica von 1911 berich­tet, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Zusam­mensetzung der Bevölkerung Palästinas ausser­ordentlich heterogen war: Es wurden nicht weniger als 50 Sprachen gesprochen. Ja, gerade zu dieser Zeit wanderten die Mehrheit der palästinensischen Araber ins Land ein -kurz nachdem die Juden ange­kommen waren /Pr/_S.152.

    Viele der heutigen „Palästinenser“ wie sie sich heute nennen sind Nachkommen der ägypti­schen, sudanesischen, syrischen und libanesischen Wanderarbeiter, die sich zwischen 1830 und 1945 innerhalb der augenblicklichen Grenzen Israels ansiedelten …

    Ein klein wenig Geschichtsunterricht gefällig? Nach den Eroberungen des Ägypters Muham­mad (Mohammed) Ali (1831-1840) wurden die betreffen­den Gebiete gesichert, indem in unbebauten Gegen­den zwischen Gaza und Tul-Karem bis hinauf in das Hule-Tal Tausende von Ägyptern angesiedelt wurden. Die osmanischen Behörden wiederum siedelten nach der Rückeroberung des Landes im Jahr 1841 verschiedene Flüchtlings­gruppen an: nach dem türkisch-russischen Krieg (1878) fliehende Kirkassen (Tscherkessen) aus Bulgarien und Rumänien und Flüchtlinge aus dem Kaukasus. Algerische Flüchtlinge (Mughrabis) lies­sen sich auf der Flucht vor der Eroberung ihrer Heimat durch die Franzosen (1830) in Safed, Tiberias und anderen Teilen Galiläas nieder. Libysche Wanderarbeiter und Flüchtlinge siedelten sich in Gedera an (1884 durch russische Juden der ersten Alijah gegründet). Auch die britischen Behör­den liessen (seit 1919) Wanderarbeiter ins Land kom­men … Arabische Schwarzarbeiter wurden auch vom relativ schnellen Aufschwung angezogen, der durch die jüdische Einwanderung hervorgerufen wurde und zur Vergrösserung arbeitsintensiver Betriebe (Bauwesen, Landwirtschaft usw.) beitrug. … syrische Wanderarbeiter (Hauranis, vgl. 7) kamen nach Palästina. [Westliche Reisende] stellten fest, dass sich über 15 arabische Nationalitäten in Jaffa niedergelas­sen hatten, darunter auch Muslime aus Bosnien, Angehörige der Turkvölker, jemenitische Araber (1908) sowie (vor Kriegen und Hungersnot fliehende) Beduinenstämme aus Transjordanien. /Pr/ S.156 (zitiert aus Who Where the 1948 Refugees?, Ariel Center for Policy Research, 4. Februar 2001, zitiert in A Time to Speak, speak@ actcom.co.il).

    Der Zuzug ägyptischer Fellachen nach Palästina dauerte bis 1917 an /GK/_Anm. III,50.

    Zu diesen Einheimischen gehörte auch IMMER Juden, und zwar nicht wenige, nein, das erste „Kollektiv“ das Widerstand leistete, waren Araber, die die Juden aus religiösen Gründen verjagen wollten und zwar nicht erst seit 1936.

    Einer der belegten, aber vergessenen Pogrome an Juden geschah in Safed: In Safed lebt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die größte jüdische Gemeinde Palästinas, sie umfaßt etwa 2000 Juden. Vom 15. Juni bis 17. Juli 1834 findet dort ein Massaker unter den Juden statt, das vergessene Pogrom von Safed. Der Gouverneur der Stadt duldet und unterstützt Vergewaltigungen, Morde und Plünderungen jüdischen Eigentums, darunter die Verwüstung von Synagogen und die Zerstörung von Torah-Rollen; das Pogrom endet nach Angaben des Haaretz-Autors Eliezer Rivlin mit großen Schäden für die jüdische Gemeinde.

    Im 18. und 19. Jahrhundert schüren muslimische Autoritäten durch ihre Predigten und die erniedrigende Behandlung der Juden systematisch Haß und Verachtung der arabischen Bevölkerung gegen die Juden. Ein Aufruhr arabischer Landarbeiter, im Jahr 1834, gegen den Vizekönig von Ägypten Muhammad Ali wird durch Haßpredigten auf die Juden umgeleitet. Alexander William Kinglake schreibt, daß das Morden und Plündern in Safed von Mohammed Damoor, einem islamischen Geistlichen, angestachelt wird, der den Muslimen auf dem Marktplatz von Safed ´prophezeit´, die Juden würden angegriffen und ihres Besitzes beraubt, weil sie sehr reich seien:

    Am 15. Tag des folgenden Juni würden die Rechtgläubigen sich in gerechtem Zorn gegen die Juden erheben und sie ihres Goldes und ihres Silbers und ihrer Juwelen berauben. … Als der Tag herankam, versammelte sich die gesamte muslimische Bevölkerung des Ortes in den Straßen, um das Ergebnis dieser Prophezeiung zu sehen. Plötzlich eilte Mohammed Damoor wütend in die Menge, und der wilde Schrei des Propheten bestätigte bald die Erfüllung seiner Prophezeiung.

    Die Anmerkung sei gestattet, daß sich bis heute nichts am Vorgehen der Muslimfunktionäre geändert hat. Nachzulesen bei Dr. Gudrun Eussner.

    Wie also sollen diese „Einheimischen“ benannt werden?

  4. Nachtrag zu meinem Post. Sie können die Geschichte Palästinas nicht mit Nordamerika und Südafrika vergleichen, eben weil Palästina fast IMMER von Fremdherrschern bestimmt wurde, die Römer gaben dem Landstrich den Namen, die Araber eroberten und zwangsislamisierten diesen Landstrich ab 638 das Land, die Türken ab 1517, ab 1917 die Briten, der Völkerbund wiederum verpflichtete sich den Juden dieses Land zurückzugeben, wobei auch Jordanien dazugehörte.

    Eine zuverlässige Darstellung der damaligen Verhältnisse im Eretz Israel, das damals noch Palestine hieß, finden wir in dem Bericht der britischen königlichen Palestine – Kommission von 1937, die nun absolut kein Freund Israel war.

    Das Türkische Reich war nach 400-jähriger (1517 – 1917) über das Heilige Land so marode, dass arabische Grundbesitzer, aus Ländern wie Syrien, Ägypten, Libanon usw. mit Bestechungsgeldern sich riesige Gebiete aneigneten, indem sie die Beduinen und Fellachen vertrieben, um diese Böden als Spekulationsobjekte an Juden aus Europa und Amerika verkauften.

    Eine andere Stelle sagt: Dass das Land im Norden um den Hula See durch Malaria verseucht war. Die Eigentümer der Böden waren Syrer, die in Damaskus lebten und das Sumpfgebiet an Fellachen verpachtet hätten, welche in primitiven Lehmhütten hausten und zwangsläufig an Malaria erkrankten.

    http://www.terrorismawareness.org/what-really-happened/

    Nach Angaben der türkischen Regierung befanden sich 1915 in den Händen von 144 arabischen Großgrundbesitzern 3.130.000 Dunam der Böden in Palästina (Jordanien gehörte noch dazu) dass heißt jede Familie besaß durchschnittlich 22 000 Dunam Land (1 Dunam = 1.000 Quadratmeter). Die Bauern (auch jüdische) mussten an den arabischen Verpächtern einen Zins von bis zu 60 % zahlen. Wegen des hohen Pachtzins verließen die Pächter Haus und Hof. Auf diese Weise vertrieben die arabischen Großgrundbesitzer auch ihre Glaubensgenossen, um das Land teuer an die Juden verkaufen zu können.

    Der jüdische Nationalfond sammelte weltweit in seinen blau-weißen Sammelbüchsen und großzügigen Spenden von jüdischen Mäzenen Geld zum Ankauf von Böden in ganz Palästina. Von den 429.887 Dunam, die die Palestine Jewish Association aus privater Hand erwarb, waren 293.545 Dunam – also fast 70 % – unbebaute Böden, die die im Ausland lebenden, arabischen Großgrundbesitzer an Juden verkauft hatten, was sich bis 1935 auf 579.492 Dunam erhöhte, sodass 1948 fast 80 % der Böden von Juden aufgekauft waren. Der Rest waren keine Böden im herkömmlichen Sinn, sondern reine Wüste, die erst viel später als herrenlose Fläche von Israel übernommen und urbar gemacht wurde.

    Als Erstes hat der jüdische Nationalfond 1934 für 900 000 L-Pfund 51 Quasratmeilen Sumpfgebiet erworben und darauf 20 Siedlungen für Juden errichtet, die unter Aufopferung ihrer Kräfte und Gelbfiebergefahr das Gebiet entsumpften und urbar machten.

    Was im Norden die Sümpfe waren, die entwässert werden mussten, war im Süden die Wüste, die künstlich bewässert werden musste und im Zentrum des Landes war es die steinige Einöde, die den Bewohnern das leben schwer machten. Mit all diesen Problemen hatten die im Ausland lebenden Großgrundbesitzer nichts zu tun.

    Welche Einheimischen also? Nein, es geht um etwas ganz Anderes, und das verstehen die meisten Europäer nicht, es geht um den Islam, der einmal besetzen Boden nicht wieder hergeben will, deshalb auch wird Jerusalem politisch benutzt, das geschah IMMER dann, wenn andere als Muslime die Herrschaft hatten, sobald dieser Landstrich aber wieder in muslimischer Hand war, verkümmerte er und verwilderte, das hat die Geschichte ergeben, von wegen „gewaltloser Widerstand“ das ist Pallypropaganda ersten Grades…..

  5. Richtig adynator, Palästinenser, also eine einheitliche Identität/Volk hat erst Arafat erschaffen, selbst in der Gründungscharta der PLO gab es noch keine „Palästineser“, auch in den Resolutionen der UNO VOR Arafat wurde schlicht von Arabern gesprochen, was später allerdings dann „aktualisiert bzw, berichtigt“ wurde, selbst vor der Staatsgründung Israels hatten die Juden einen Pass, in denen sie als jüdische Palästinenser bezeichnet wurden, diese Pässe existieren noch, allerdings hat Arafat ganze Arbeit geleistet, das hat aber mit dem Öl zu tun, die arabische Liga, die Erpressung des Westens in den siebziger Jahren, der Anfang von Eurabia und jetzt versucht sogar Obama diesen Weg zu gehen.

    http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/texte/1eurabia.html

    oder: http://www.nicht-mit-uns.com/nahost-infos/ einfach stöbern…..wer dies nicht erkennt, ist selber schuld….

  6. Geschichtsunterricht – sehr vielen Dank! ich denke, niemand, der die jüdische „Besiedlung“ Palästinas im 20. Jahrhundert und die Entstehung des Staates Israel nicht in den Kontext der (britischen) Kolonialherrschaft stellt, wird von irgendwelchen Geschichtswissenschaftler(inne)n ernst genommen, die nicht Juden oder Zionisten sind! Natürlich sind die Kolonialismen und die unterworfenen Bevölkerungen unterschiedlich (zum Beispiel die der Briten und der Buren oder die der Briten und der Osmanen). Wie mein geliebter Lehrer Norbert Elias einmal sagte, jeder Floh ist einzigartig. Trotzdem kann man auch darauf verzichten, den Wald vor lauter Bäumen (oder sollte ich sagen: Blättern?) nicht zu sehen. Die Geschichte von vor 1000 Jahren interessiert mich nur sehr, sehr bedingt. – Nach der Geschichtslogik der zionistischen Extremisten würde das Kriegführen auf der Erde niemals aufhören, weil es immer irgendjemanden gab, der noch früher da war (und vielleicht dann mal eben‘ auch für ne Zeit weg war). Ob die Palästinenser sich erst in der zweiten Hälfte des 19. oder der des 20. Jahrhunderts als solche verstanden und definiert haben, interessiert mich in diesem Kontext auch nicht sehr – es ist nämlich ihr gutes Recht, dies sowohl früher als auch später zu tun. Genauso wie die alteingesessenen Bewohner Südafrikas, die sich auch entweder früher oder später als dunkelhäutige Südafrikaner definierten (und manche von ihnen wohl bis heute nicht, jedenfalls nicht primär). Auch dass sie arm und angeblich unterentwickelt waren, im Vergleich zu den Juden aus Russland, berechtigt niemanden, ihnen ihr Land wegzunehmen und ihnen die politische Herrschaft einer (im Wesentlichen) neu eingewanderten Minderheit aufzudrücken. Jüdische Kollegen von der Uni Beer Sheva reden in diesem Kontext von einer ‚ethnocracy‘ (Ethnokratie). Mehr ungenau und mehr umgangssprachlich könnte man es auch ein „rassistisches“ Regime nennen…Auch wenn es prinzipiell möglich (wiewohl schwierig) ist, zum Judentum zu konvertieren.

    Es ist einfach totaler Blödsinn, „die“ Palästinenser ständig mit Nazis und „Terroristen“ zu vergleichen, auch wenn es vom subjektiven Gefühl her natürlich sehr gut nachvollziehbar ist. Auch Nelson Mandela und Menachem Begin waren aber nicht immer gewaltfrei. Selbst Terroristen (man denke an Irland oder an die baskischen Separatisten) sind nicht einfach automatisch dasselbe wie Nazis. Viel eher gilt das (in jeder Hinsicht) für die südafrikanischen Rassisten, mit denen Israels Regierungen seinerzeit wunderbar eng kooperiert haben. Um es mit David Grossman zu formulieren: Frieden macht man mit seinen Feinden; mit seinen Freunden braucht man keinen Frieden zu schließen.

    • „Herr Bogner“ belieben etwas zu vergessen:
      1) Juden hat es die ganze Zeit über im Land Israel gegeben. Sie haben Rechte, die von den Arabern bestritten werden.
      2) Die Araber, die sich heute Palästinenser nennen, bestreiten, dass die Juden dort Rechte haben, dass die Juden dort zu jeder Zeit anwesend waren; sie erfinden sich als schon immer da gewesenes „Volk“, das als einziges Rechte hat. Sie fälschen die Geschichte, um dieses Ziel zu erreichen.
      3) So rassistisch, wie die Araber sich gerieren, und mit den genozidalen Zielen, die sie propagieren, ist der Vergleich durchaus zulässig, wenn auch nicht in allen Facetten zutreffend. Vor dem Hintergrund der Kooperation des Mufti mit Hitler und der Verehrung, die die Nazis bei den Arabern genießen, ist der Vergleich berechtigt.
      So gut wie kein Israeli hätte ein Problem mit dem „palästinensischen“ „Volk“, wenn dieses nicht diese netten völkermörderischen Ziele verfolgen würde – nicht alle Einzelpersonen, aber auf jeden Fall die Führung, welcher Fraktion sie auch immer angehört, sowie eine durch Umfragen immer wieder belegte Mehrheit der Bevölkerung.
      4) Juden haben Arabern kein Land weggenommen. Sie haben es entweder (in der Regel für unglaublich überhöhte Preise) erworben oder es wurde verlassenes Land übernommen. Aber unsere gutmenschlichen Besserwisser lassen sich ja nur allzu gerne aufschwatzen, was von den Möchtegern-Völkermördern erfunden wurde.
      5) Um Frieden mit Feinden schließen zu können, braucht es Feinde, die auch Frieden zu schließen bereit sind. Sadat war so einer. Mit Einschränkungen war es auch König Hussein von Jordanien. Mahmud Abbas und seine Truppen sind es nicht, noch weniger die übrigen Terrorbanden oder gar Syrien, Libanon usw. Zum Krieg ist nur einer nötig (und das waren im Nahen Osten der letzten 100 Jahre immer die Araber), für Frieden reicht einer nicht aus. Und wenn „Herr Bogner“ sich noch so sehr auf den Kopf stellt: Die Araber wollen keinen Frieden, sie wollen die Juden vernichtet sehen.

  7. Sehr geehrter Herr Heplev,

    glauben Sie das wirklich, diese Geschichte vom friedlichen und „legalen“ Erwerb einheimischen Landes durch Juden? Nach meiner Erfahrung mit den Menschen und mit dem Leben ein sehr schönes Märchen – aber ganz, ganz sicher ein Märchen (natürlich mit Ausnahmen, natürlich nicht in jedem Fall!). Wohl kaum ausreichend als Grundlage für den Staat Israel. Die Frage ist zudem: unter welcher Rechtsordnung und unter wessen Recht wurde dieses Land „legal“ erworben? Unter der der Kolonialmacht Türkei oder der der Kolonialmacht England? In jedem Fall hatte die erfolgreiche Gründung Israels auch etwas mit den (zeitweise) guten Beziehungen mancher Juden zur Kolonialmacht England zu tun. Dass die englischen Regierenden ein doppeltes Spiel spielten, macht das Ganze für die alteingesessenen Nichtjuden nicht besser. Die waren übrigens damals die Bevölkerungsmehrheit und werden es sehr bald wieder sein (sofern sie es nicht schon jetzt sind). Was Ihre Anführungszeichen betrifft, die Sie meinem Namen beifügen, so zeigt dies nur Ihre sehr, sehr tiefe Verblendung. Denn entweder kennen Sie mich gar nicht und mutmaßen bzw. deuten nur ohne jegliche Grundlage irgendetwas Ehrenrühriges an oder Sie wollen mich absichtsvoll beleidigen.
    Verstehen Sie mich recht: Die jüdischen Israelis haben heute genauso ein Recht in Palästina zu bleiben und zu leben und in Frieden zu leben wie die hellhäutigen Südafrikaner/innen. Ob sie ein „Recht“ haben, unter einer garantiert jüdischen oder zionistischen Regierung zu leben, weiß ich nicht. Im Grunde ist eine solche Ethnokratie, also Herrschaft einer ethnischen Minderheit (oder auch Mehrheit) im 21. Jahrhundert ziemlich anachronistisch – d.h. kaum zu rechtfertigen. Logisch, dass es realpolitisch nicht anders geht. Aber den hohen moralischen Überlegenheitsanspruch über die Palästinenser darf man schon mal etwas in Zweifel ziehen.

    Bis auf Weiteres!

    • >>glauben Sie das wirklich, diese Geschichte vom friedlichen und „legalen“ Erwerb einheimischen Landes durch Juden?<<
      Wer belegte Fakten nicht glaubt und geltendes Recht nicht akzeptiert – der Landerwerb entsprach geltendem Recht – ist indiskutabel. Argumente sind das jedenfalls nicht.
      "Den hohen moralischen Überlegenheitsanspruch über die Palästinenser" – der ergibt sich bisher einfach durch die Fakten: DIe Araber wollen den Judenmord. Das ist verwerflich. Die Araber sind nicht zu friedlichem Zusammenleben bereit. Das ist moralisch zumindest fragwürdig.

  8. Herr Bogner, wiedergekäutes Propagandageplapper (zudem faktisch falsch) und Stänkereien schalte ich nicht frei.

  9. Passt gerade zu den Herrn….. Verrat an Palästina

    Wettlauf um die Macht in Nahost:
    Jahrzehntelang haben die arabischen Nachbarn den Palästinenser-Staat verhindert.

    http://www.bayernkurier.de/index.php?id=224&showUid=2193

    Zudem lässt es sich beweisen, wieviel Land gekauft wurde…..

    1.) Ankauf von Böden

    Nach Angaben der türkischen Regierung befanden sich 1915 in den Händen von 144 arabischen Großgrundbesitzern 3.130.000 Dunam der Böden in Palästina (Jordanien gehörte noch dazu) dass heißt jede Familie besaß durchschnittlich 22 000 Dunam Land (1 Dunam = 1.000 Quadratmeter). Die Bauern (auch jüdische) mussten an den arabischen Verpächtern einen Zins von bis zu 60 % zahlen. Wegen des hohen Pachtzins verließen die Pächter Haus und Hof. Auf diese Weise vertrieben die arabischen Großgrundbesitzer auch ihre Glaubensgenossen, um das Land teuer an die Juden verkaufen zu können.

    Der jüdische Nationalfond sammelte weltweit in seinen blau-weißen Sammelbüchsen und großzügigen Spenden von jüdischen Mäzenen Geld zum Ankauf von Böden in ganz Palästina. Von den 429.887 Dunam, die die Palestine Jewish Association aus privater Hand erwarb, waren 293.545 Dunam – also fast 70 % – unbebaute Böden, die die im Ausland lebenden, arabischen Großgrundbesitzer an Juden verkauft hatten, was sich bis 1935 auf 579.492 Dunam erhöhte, sodass 1948 fast 80 % der Böden von Juden aufgekauft waren. Der Rest waren keine Böden im herkömmlichen Sinn, sondern reine Wüste, die erst viel später als herrenlose Fläche von Israel übernommen und urbar gemacht wurde.

    Als Erstes hat der jüdische Nationalfond 1934 für 900 000 L-Pfund 51 Quasratmeilen Sumpfgebiet erworben und darauf 20 Siedlungen für Juden errichtet, die unter Aufopferung ihrer Kräfte und Gelbfiebergefahr das Gebiet entsumpften und urbar machten.

    Was im Norden die Sümpfe waren, die entwässert werden mussten, war im Süden die Wüste, die künstlich bewässert werden musste und im Zentrum des Landes war es die steinige Einöde, die den Bewohnern das leben schwer machten. Mit all diesen Problemen hatten die im Ausland lebenden Großgrundbesitzer nichts zu tun.

    2.) Legitimation durch den Volkerbund:

    Als der Völkerbund 1922 das Mandat an England übertrug, legte er in Artikel 6 ausdrücklich fest, dass die „Verwaltung Palästinas in Zusammenarbeit mit der Jewish Agency eine dichte Besiedlung des Landes durch Juden fördern sollte, einschließlich der im Staatsbesitz befindlichen Böden und des Ödlandes, soweit dieses nicht für öffentliche Zwecke gebraucht wird“. Es ist erstaunlich, wenn man von diesen Tatsachen heute nichts mehr wissen will und sich auch nicht die Mühe macht, nachzuprüfen, wie die Sache mit dem Land-Austausch denn wirklich war.

    Dafür übernimmt man lieber die stereotypen palästinensischen Lügen, die dem Staat Israel vorwerfen, er habe die Palaraber gewaltsam von Haus und Hof vertrieben – obwohl dies durch die arabischen Feudalherren geschah, die auch heute noch das Sagen haben, um durch ihre muslimischen Lügen die eigenen Verbrechen von vor über 80 Jahren zu vertuschen und auf Israel zu schieben.

  10. und die Bevölkerungsmehrheit kann er sich auch abschminken, denn die Angaben beruhen eben auch auf Lügen…..

    Zitat: Eine amtliche Überprüfung der palästinensischen Geburten-, Todes- und Ab- bzw. Zuwanderungsrate offenbart, dass das palästinensische Zentralbüro für Statistik (PCBS = Palestine Central Bureau of Statistics) erhebliche falsche Angaben gemacht hat.
    Zum Beispiel enthält der Zensus des PCBS um die 400.000 in Übersee lebende Anwohner, die für mehr als ein Jahr fort waren; der Zensus ignoriert die hohe reine Auswanderungsrate (28.000 im Jahr 2008, 25.000 im Jahr 2007, etc.); der Zensus zählt um die 250.000 in Jerusalem ansässige Araber doppelt, die ebenfalls von Israel gezählt werden. Weiterhin unterscheiden sich die Zahlenangaben zur jährlichen Geburtenrate der PCBS und der Dokumentation des Gesundheits- und Erziehungsministeriums der palästinensischen Autonomiebehörde um 40.000 – 60.000 Geburten jährlich.

    Die amtliche Überprüfung palästinensischen und israelischen Materials ergibt, dass die gegenwärtige Zahl der Araber in Judäa und Samaria um 66% erhöht wurde.

    Dort leben 1,55 Millionen Araber und nicht 2,5 Million Araber, wie die palästinensische Autonomiebehörde behauptet. Dies bedeutet eine jüdische Bevölkerungsmehrheit von soliden 67% in 98,5% des Landes westlich des Jordan (ohne Gaza). Im Jahr 2035 ist eine 80% Mehrheit erreichbar, vorausgesetzt die richtige demographische Politik wird durchgeführt, die Aliya sowie die Rückkehr Ausgewanderter fördert, etc.

    Das Leben ist nicht wünsch dir was…..

    http://aro1.com/wider-den-demographischen-fatalismus-juedisch-oder-demokratisch-ist-eine-luege/

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