Beweis, dass Arabern das „Rückkehrrecht“ egal ist

Elder of Ziyon, 23. Mai 2011

Aus der Jordan Times:

Premierminister Maruf Bakhit betonte am Sonntag die Bedeutung des Rückkehrrechts für alle palästinensischen Flüchtlinge, das für Jordanien eine Priorität darstellt.

Während eines Treffens mit dem Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas in Amman sagte Bakhit gestern, Jordanien mache sich Sorgen wegen der Anerkennung des Rückkehrrechts, bevor Gespräche zum Mechanismus seiner Umsetzung stattfinden.

Während seines Treffens mit US-Präsident Barack Obama vor kurzem in Washington unterstrich Seine Majestät König Abdallah die feste arabische Haltung bezüglich des legitimen Rechts der Palästinenser und dass eine Lösung für den palästinensisch-israelischen Konflikt zu finden auf an der Spitze der globalen Agenda stehen sollte, sagte Bakhit.

Abbas äußerte Wertschätzung für die unterstützende Haltung des Königs bezüglich des palästinensischen Volks in internationalen Foren; er betonte, dass die Position König Abdallahs mit den prinzipiellen nationalen Positionen der Palästinenser übereinstimmt.

Abbas unterstrich die Bedeutung der Anerkennung des Rechts der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr und ihrer Entschädigung durch Israel; er fügte hinzu, es solle außerdem Jerusalem als Teil der besetzten arabischen Gebiete anerkennen.

Ist Jordanien wirklich so scharf auf die Rechte der palästinensischen Araber in ihre Häuser „zurückzukehren“?

In Jordanien, in der Stadt Jerash, gibt es ein „Flüchtlings“-Lager, das zum größten Teil aus Menschen aus dem Gazastreifen gebildet ist, die 1967 flohen. Es ist sogar als „Gaza-Lager“ bekannt. Rund 24.000 Menschen leben dort. Die Heime, in die die Palästinenser von Jerash zurückkehren wollen, liegen nicht in Israel, sondern im Gazastreifen. Darüber hinaus genießen Gazaner in Jordanien nicht die Vorteile der Staatsbürgerschaft dort, leben also unter wirklich elenden Umständen mit sehr wenig Menschenrechten.

Wenn Jordanien so sehr am „Rückkehrrecht“ interessiert ist, warum besteht man dort dann nicht darauf, dass das Lager Jerash aufgelöst wird und die Menschen zurück in den Gazastreifen gehen? Gerade jetzt hält nichts die Jordanier davon ab eine sichere Fahrt durch Ägypten in den Gazastreifen zu arrangieren. Sie können zurück und ihre alten Häuser fordern, so wie andere „Flüchtlinge“ das in Israel tun wollen.

Warum also gibt es keine arabische Forderung, dass die Einwohner von Jerash in den Gazastreifen ziehen?

Dasselbe UNRWA-Geld, das derzeit zur Erhaltung des Lagers in Jordanien genutzt wird, könnte nach Gaza umgeleitet werden. Es würde zweifellos reichlich internationale Unterstützung zum Bau neuer Unterkünfte geben, sollte das nötig sein. Free Gaza und die IHH könnten all das nötige Geld spenden, ebenso arabische Länder, die am „Rückkehrrecht“ interessiert sind.

Immerhin verloren diese Leute ihre Häuser und wollen zurück. Das ist der Kern der „Rückkehr“. Er ist unter den Arabern Konsens. Israel kann sie an der Grenze in Rafah nicht aufhalten. Worin besteht also das Problem?

Die Einwohner von Jerash selbst wollen eindeutig zurück in den Gazastreifen. 2005 wurde berichtet:

Während die Kinder auf der Straße skandieren „Gaza ist befreit“, brach der 65-jährige Ayed Suleiman Abu-Hashish in Tränen aus. „Ich kann es gar nicht abwarten zurückzugehen“, sagte er. „Ich wette, es hat sich viel verändert, seit ich vor fast 40 Jahren dort wegging.“

Für viele in diesem armseligen Flüchtlingslager war der Abzug Israels aus dem Gazastreifen, der am Montag begann, die Wiederbelebung der Hoffnungen, dass sie in die Häuser zurückkehren könnten, aus denen sie im Nahost-Krieg von 1967 flohen.

Könnte es sein, dass die arabische Vorstellung von „Rückkehr“ nur in Teile des „historischen Palästina“ betrifft und andere nicht? Und dass diese Teile alle zufällig israelisch sind?

Fakt ist, dass Jerash heute existiert, sechs Jahre nachdem Israel den Gazastreifen verließ, ohne dass irgendjemand fordert es aufzulösen, zeigt, dass die arabische Forderung nach „Rückkehr“ nichts mit den Gefühlen der Araber gegenüber ihren palästinensischen Brüdern zu tun hat – und alles mit der Vernichtung Israels.