Berliner Bischof: „Ich bete für den friedlichen Mauerfall in Israel“

ideaSpektrum 24/2011 (16. Juni 2011), S. 29:

Worte des Berliner Bischofs in Ramallah: „Ich bete für Sie, dass eines Tages auch hier die Mauer so friedlich fallen wird wie in Berlin“, erklärte Markus Dröge bei einem Besuch in Ramallah anlässlich des 50-jährigen Bestehens der evangelischen Gemeinde dort. Ramallah ist Sitz der palästinensischen Autonomiebehörde. Viele Bürger in den palästinensischen Gebieten litten unter der Mauer, so der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. 50 Jahre nach dem Bau der Berliner Mauer gehöre diese längst der Vergangenheit an. Das wünsche er sich auch für die Mauer in Israel. 2003 hatte die israelische Regierung damit begonnen, zum Schutz vor palästinensischen Terroranschlägen die Grenze zur West Bank mit einer bis zu zehn Meter hohen Mauer bzw. einem Sperrzaun abzuriegeln. Der Bau wurde nicht nur von der internationalen Staatengemeinschaft verurteilen, sondern ist auch in Israel umstritten, da er teilweise von der völkerrechtlich gültigen Grenzlinie zuungungsten der palästinensischen Bevölkerung abweicht.

Darin sind eine Menge Probleme enthalten. Zunächst einmal ein Wort an ideaSpektrum: Es gibt keine „völkerrechtlich gültige Grenzlinie“ in der besagten Gegend. Es handelt sich lediglich um Waffenstillstandslinien, die völkerrechtlich nun überhaupt keine Verbindlichkeit oder Gültigkeit besitzen! Liebe Leute von idea, bitte bemüht euch um korrekte Faktendarstellung – das hier war nun völlig daneben! Ihr plappert doch auch sonst nicht alles nach, was der Mainstream euch vorkaut!

Dann besteht ein grundsätzlicher Unterschied zwischen den Pappnase im Westen, die „die Mauer muss weg“ krakeelen, und den Mauerdiskussionen in Israel. Abgesehen von ein paar wenigen Hetzern aus dem linken Spektrum wird das westliche Verständnis der Mauerkritik in Israel nämlich nicht geteilt. In Israel wird nicht die Mauer an sich kritisch diskutiert (im Westen wird die Mauer an sich abgelehnt). In der Nachricht heißt es richtig, dass der Mauerverlauf in Israel diskutiert wird. Halt, nein – nicht „der Verlauf der Mauer“, sondern der Verlauf der Sperranlage, die zu weit über 90% (die Angaben schwanken zwischen 92 und 97%) aus einem elektronischen Zaun samt Spurenstreifen handelt; die Mauer ist ein verschwindend geringer Teil dort, wo die Gefahr durch Heckenschützen einfach zu hoch ist, um nur einen Zaun zu ziehen. Warum wird also nur von der Mauer gesprochen/geschrieben? Macht sich idea jetzt mit den antiisraelischen Propagandisten gemein?

Dann fragt sich, was der Bischof da wirklich meint. Wenn er sagt, er wünsche sich einen so friedlichen Mauerfall wie in Berlin, dann ist das sicherlich etwas Positives. Es würde einbeziehen, dass die Araber da etwas für den Frieden geleistet haben und Israel die Mauer nicht mehr braucht und deshalb wieder demontiert (wie das z.B. in Gilo schon geschieht). Das würde jeder Israeli sofort unterschreiben. Aber sieht der Mann das wirklich so neutral?

Der Hinweis auf das palästinensische Leiden lässt anderes ahnen. Dass auch Israelis leiden könnten, hat er anscheinend auf dem Radar. Dass die Israelis ohne die Mauer noch viel mehr leiden, ist in der Meldung nicht vermerkt, nur angedeutet – und das nicht vom Bischof. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie wenig bei solchen Aktionen auf die israelische Seite Rücksicht genommen wird. Ursache und Wirkung haben dabei keinen Deut an Bedeutung mehr. Da wird auf eine Weise mit Propagandabegriffen um sich geworfen, die nicht einmal mehr die eklige Äquidistanz zulässt, die auch immer so üblich wie falsch ist.

Was soll uns also diese Meldung über den Berliner Bischof in Ramallah sagen? Ist das ein Versuch von ideaSpektrum sich den heuchlerischen und falschen Darstellungen des Mainstream anzupassen? Ein Versuch, wie ich ihn vor ein paar Jahren schon einmal erlebte? Damals wurde ideaSpektrum von den Lesern zurückgepfiffen. Hoffentlich diesmal auch.

Diesen Text habe ich als Leserbrief an ideaSpektrum geschickt. Wer auch schreiben möchte: idea@idea.de – und bitte freundlich und höflich bleiben, sonst hat das a) keine positive Wirkung und b) die von idea sind – trotz der Bemerkung am Ende – nicht auf der falschen Seite. Mir geht es darum sie daran zu erinnern, dass man dort nicht vom richtigen Weg abweicht.

5 Gedanken zu “Berliner Bischof: „Ich bete für den friedlichen Mauerfall in Israel“

  1. Das Problem ist nicht eine vernuenftige Objektivitaet des evangelisch-christlichen Bischofs, sondern dass er Partei ist und garnicht objektiv sein will oder sein kann. Er ist Partei, und zwar arabisch-christlich Partei. Von einem solchen Mann kann man weder Objektivitaet noch Vernunft erwarten. Er ist Partei.

  2. Und ich hoffe auf einen baldigen Groschenfall bei den verblendeten Idioten in Europa.

  3. Antwort ist raus:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    bisher habe ich ihre Berichte bezüglich Israel und den „Palästinensern“ immer mit Wohlwollen gelesen, diesmal nicht…. Warum fragen Sie? Nun, weil einige Unwahrheiten in diesem Bericht enthalten sind.

    1.) Zitat: Der Bau (der Mauer) wurde nicht nur von der internationalen Staatengemeinschaft verurteilt, sondern ist auch in Israel umstritten, da er teilweise von der völkerrechtlich gültigen Grenzlinie zuungungsten der palästinensischen Bevölkerung abweicht.

    Antwort von mir, a.) es gibt keine völkerrechtlich gültigen Grenzen, es sind immer noch Waffenstillstandslinien, und da es in der Vergangenheit niemals einen Staat gab, der sich Palästina nannte, wäre eigentlich daraus zu schliessen, dass es auch keine „Palästinenser“ gibt. Warum lassen Sie sich auf die palarabische Propaganda eines Jassir Arafats ein, der erst vor der UN behauptete, dass es Palästinenser gibt, wissen Sie, mein Uropa hatte einen palästinensischen Pass, aber er war Jude und wurde auch so geführt, als palästinensischer Jude, so wie die Araber als palästinensische Araber geführt wurden, selbst in der Gründungscharta der PLO wurden nicht von Palästinensern geredet, sondern nur von Arabern, genau wie alle Resolutionen VOR 1967 keine Palästinenser aufführten, sondern Araber. Aber lassen wir das, zu der Aussage, in Israel würde dieser Disput auch umstritten sein, beruht nicht auf die Grenzlinien, es sind einige wenige LINKE, die sich mit diesen Thesen gemein machen, der Rest ist froh, dass es keine Anschläge mehr gibt, also ein völlig anderer Diskurs.

    b.) Diese „Mauer“ die ja zumeist, bis auf wenige Stellen, aus einem Zaun besteht, wurde sicherlich aus anderen Gründen errichtet, als die Berliner Mauer, auch erschiesst Israel dort keine „Flüchtlinge“ oder Dissidenten, die dort raus wollen, diese „Mauer“ wurde gebaut, um die palarabischen Selbstmordattentäter zu hindern, ungehindert nach Israel einzudringen und wild und wahllos Zivilisten zu ermorden, gut, sie behindern natürlich die Araber, aber hätten diese sich das nicht früher überlegen können? Ich denke, diese Mauer wird fallen, wenn die Araber sich entschliessen, die Waffen niederzulegen und ihre Kinder mehr zu lieben, als dass sie die Juden hassen.

    2.) Gerade die evangelische Kirche und deren Bischhöfe lassen eine Menge an Neutralität die letzte Zeit offen, ich frage mich, ob das mit dem Kairos-Dokument zusammenhängt, welches derzeit intensiv unter den Evangelen verbreitet wird? Oder vielleicht mit der Wahl eines Judenhassers an der Weltspitze dieser Kirche?Warum wird das Leid und die Gefahr für die Israelis so vollkommen ausgeblendet, und vor allen Dingen, warum wird nicht berichtet, dass die palästinensischen Christen massivst unter der muslimischen Bevölkerung leiden, dass sie ganz gezielten Repressionen ausgesetzt sind, (Besitzvertreibung, Drohungen) und wenn man sich die Bevölkerung von Betlehem anschaut, warum fällt dort den Bischöfen nicht auf, dass es dort fast keine Christen mehr gibt, in Nazareth, obwohl unter israelischer Hoheit, geschieht, unbemerkt von der Öffentlichkeit, gerade das Gleiche, Christen werden verdrängt, Muslime ziehen verstärkt hinzu.

    Vergessen diese Bischöfe wirklich, wie es von 1948 bis 1967 auch in Jerusalem gehandhabt wurde? Das es keine Religionsfreiheit unter muslimischer Herrschaft gibt und gab? Was machen die Araber richtig, dass Ihnen auch von Seiten der Kirche so viel Unterstützung zu teil wird, wenn sie doch selbst leugnen, dass Jesus der Sohn Gottes sei, also welch ein Gott ist das, der erst einen Sohn zur Vergebung der Sünden in die Welt schickt um dann siebenhundert Jahre später einen „Propheten“ schickt, der das alles wieder rückgängig macht? Der Islam hat mit dem Christentum nichts zu tun, sondern er bedroht es auch intensivst, lesen Sie doch einfach mal den Koran und was er bezüglich Christen und Juden sagt, verfolgen sie, WO Christen am Meisten bedroht sind, nicht in Israel, nein dort sicherlich nicht, denn dort wird Religionsfreiheit sogar den Bahai gewährt, die im Iran massivst verfolgt werden.

    Ich bitte Sie, übernehmen sie nicht die arabische Propaganda, sondern lesen Sie die Bibel und denken Sie, welchen Platz (nicht die antijudaistischen Vorurteile) die Juden dort einnehmen und dann lesen sie den Koran, welcher Platz dort den Christen und Juden zugewiesen wird, vielleicht verstehen danach auch unsere Bischöfe, worum es in diesem Konflikt überhaupt geht.

    Mit freundlichen Grüßen
    XXXXXX

    PS. Gerne würde ich Ihnen von Bat Ye’or: Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam schenken, bitte geben Sie mir eine Adresse an, an der ich dieses überaus wichtige Buch schicken kann, denn die Parallellen sind erschütternd.

  4. Der Herr Bischof sollte sich ein Thermometer kaufen,denn er hat offensichtlich Fieber und phantasiert.Mir jedenfalls,als ehemaligem DDR Bürger,dreht sich der Magen um ,bei soviel Ignorantentum.Die Berliner Mauer mit den Schutzbefestigungen Israels gegen bezahlte Sprenggürtel tragende Hirngeschädigte zu vergleichen, zeugt entweder von geistiger Umnachtung oder der Allgemeinbildung eines pakistanischen Talibans.Die Mauer in Berlin und der von der DDR Propaganda als antifaschistischer Schutzwall bezeichnete,mit selbstschutzanlagen gespickte, Stacheldrahtverhau,diente entgegen jeder andersartigen Behauptung.einzig und allein dazu friedliche Menschen unter dem Vorwand des Klassenkampfes davon abzuhalten ihr Leben selbst zu gestalten.Ohne Gängelung durch eine Ideologie,die nicht die ihre war.Mir ist nicht bekannt,dass ein Israeli einen ausrei-
    seantrag stellen mus um den Rest der Welt sehen zu dürfen,oder ins Zuchthaus gesperrt wird weil er sein Staatsoberhaupt ablehnt,geschweige denn seine Meinung zu äussern wagt.
    Desweiteren bin ich mir sicher ,dass das israelische Volk einschliesslich der in Israel lebenden Araber kein grosses Interesse besitzen von der Hamas regiert zu werden und recht zufrieden sind ihre Regierung in demokratischer Weise und aus freihen Stücken wählen zu können.Der Herr Bischof,der meiner Meinung und auch nach deutschem Recht einer kriminellen Vereinigung angehört,die Kindesmissbrauch in tausendfacher Form deckt und betreibt,sollte seinen geistlichen Dünnschiss entweder an die richtige Adresse( hamas ) richten oder lieber gleich auf dem lokus entsorgen.

  5. Habe heute Antwort bekommen, allerdings wollten sie nur meine genaue Adresse wissen, ich melde mich, wenn ich Weiteres höre.

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