Offene Forderungen nach Blutvergießen und Gewalt aus der extremen Linken Israels

Steven Plaut, Zionist Conspiracy, 9. Juli 2011

Die linke Staatsanwaltschaft in Israel, zu großen Teilen angeführt vom linken, antidemokratischen stellvertretenden Generalstaatsanwalt Shai Nitzan, jagt und belästigt weiter Rabbiner, weil die es wagen das Recht auf freie Meinungsäußerung auszuüben. Die Straftat der verbrecherischen Geistlichkeit bestand darin, dass sie empfahlen, die Leute sollten ein Buch lesen, das die Staatsanwaltschaft als „Hetze“ und „Rassismus“ betrachtet. Das Problem damit ist, dass es in einer Demokratie erlaubt ist anderen Bücher zu empfehlen, die Hetze, Rassismus und ausgesprochener Müll sind.

Währenddessen werden diese Woche die völlige Heuchelei des dualen Justizsystems in Israel und die selektive Unterdrückung der freien Meinungsäußerung zur Schau gestellt. Die jüngste Entwicklung: Mitglieder der radikalen Linken Israels – oder wie ich sie nennen würde: der faschistischen Linken – fordern zunehmend offen zu Mord und Gewalt auf. Und Shai Nitzan sowie seine Befehlsempfänger unternehmen nichts deswegen.

Erst übertraf sich der linke, antiisraelische Extremist, Professor „Judd“ Ne’eman, der an der Universität Tel Aviv Film lehrt, vor ein paar Tagen selbst und forderte einen Bürgerkrieg gegen die israelische „Rechte“. Ne’eman machte klar, dass er will, dass dieser Bürgerkrieg als Taktik ausbrechen soll, um dem palästinensischen Feldzug gegen Israel zu helfen. Er hat eine lange Bilanz der Ausgabe gewalttätiger, antiisraelischer Äußerungen (s. http://www.isracampus.org.il/third%20level%20pages/Editorial%20-%20Alon%20Ben%20Shaul%20-%20Yehuda%20Neeman.htm), weshalb die Likud-Regierung entschied, er verdiene es nicht den Israel-Preis zu erhalten. Der Israel-Preis wird gewöhnlich den schlimmsten linksextremen Israelhassern verliehen, auch wenn der Likud an der Macht ist. Knesset-Mitglied David Rotem aus Liebermans Partei Israel Beiteinu forderte Shai Nitzan gerade explizit auf Ne’eman zu verhaften und anzuklagen. Halten Sie deswegen nicht den Atem an. Ne’eman ist schließlich kein Rabbiner.

Tatsächlich ist Ne’eman nicht der einzige Linke, der dieser Tage mit dem Begriff „Bürgerkrieg“ um sich wirft, wenn er von etwas redet, von dem sie gerne hätten, dass es passiert, weil zu viele Israelis es ablehnen die extreme Linke zu umarmen. A.B. Yehoschua benutzt den Begriff ebenfalls. Sie meinen keinen Bürgerkrieg, in dem die Leute einander mit Buchstabierwettbewerben oder Sonntagsreden-Debatten herausfordern. Sie meinen einen Bürgerkrieg, in dem jede Menge Menschen getötet werden.

Doch die Forderungen nach Blutvergießen, die vom Genossen Ne’eman und seinen Freunden kommen, sind zahm, verglichen mit dem, was gerade aus dem Mund eines Oded Regev kam, der am Technion Physik lehrt. 1946 in Polen geboren, zog er im Alter von 12 Jahren nach Israel. Erstaunlich ist, dass so ein Mensch am Technion lehrt. Es ist äußerst ungewöhnlich, Linksextreme im Lehrkörper des Technion zu finden, obwohl es dort schon eine Hand voll Stalinisten der Kommunistischen Partei gab, die aber vor langer Zeit in Rente gingen.

Regev veröffentlichte einen Internet-Artikel als Antwort auf Ne’emans Forderung nach Bürgerkrieg; dieser war überschrieben mit: „Wenn ihr mich dabei haben wollt, dann mache ich mit.“ Er fügt an, dass er, wenn ihm erlaubt würde eine Artillerie-Kompanie anzuführen, er liebend gerne das Feuer auf die Seite der Bösen eröffnen würde – womit er die Rechte und die religiösen Juden meinte. Er fügt an: „Ich glaube auch, dass es nur einen Weg gibt die religiösen Extremisten zu überwinden und das ist organisierte Gewalt, Krieg in der vollen Bedeutung des Begriffs zu beginnen. Jeder, der in diesem Krieg nicht kapituliert, wird eingekerkert werden.“ Regev fuhr mit der Beschreibung der von Shai Nitzan und seinen Freunden verhafteten Rabbiner fort, die er als „diejenigen die die Tradition von Goebbels fortführen“ bezeichnete. (hier in Hebräisch)

Der Präsident des Technion ist Professor Peretz Lavie. Sollten Sie ihm sagen wollen, was Sie von Regevs Kommentaren halten: Lavies E-Mail-Adresse ist president@technion.ac.il, seine Faxnummer 972-4-829200. Sie sollten Professor Rafael Rom in Kopie nehmen (vppard@dp.technion.ac.il).

Was Beschwerden über Ne’eman angeht, so können Sie die notwendigen Informationen hier finden.

Schließlich regt sich die israelische Presse dieses Wochenende total über einen ganz anderen Vorfall auf, in den derselbe Shai Nitzan involviert ist. Es sieht so aus, als hätten einige Leute, die wegen Nitzans Verhaftungs- und Belästigungskampagne gegen die Rabbiner wütend waren, bei einer Hochzeit auftauchten, zu der er eingeladen war und sich mit gegen Nitzan gerichteten Pfiffen und Beleidigungen beschäftigten. Die Medien sind auf Hundertachtzig. Wie können diese Gossenkinder es wagen, die festliche Stimmung Nitzans auf einer Hochzeit zu verderben?!

Diese Geschichte fand ich nun ganz persönlich interessant. Es scheint so, dass ich gelegentlich i meiner Synagoge auf Nitzan treffe. Er hat einige Verwandte, die regelmäßig in die Schul gehen. Ich muss zugeben, dass ich – obwohl es mich reizt – ihn dort nie rüffelte. Nicht einmal an Purim. Das letzte Mal, dass ich ihn sah, WAR tatsächlich an Purim. Ich machte zwar keine unhöflichen Kommentare in seine Richtung, aber ich legte Wert darauf vor ihm herumzutanzen – ich war für Purim als Naomi Chazan angezogen, mit einem großen Nashorn-Horn auf meiner Nase. Nur, um ihn auf die Palme zu bringen. Es war meine Art ihn dazu zu provozieren mich wegen Aufwiegelung zu verhaften.

Und während ich nicht billige, dass er auf Hochzeiten belästigt wird, bestehe ich darauf, dass die Schikanierung von Rabbinern, weil die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausüben, weit schlimmer ist als ein Verstoß gegen die Etikette.

3 Gedanken zu “Offene Forderungen nach Blutvergießen und Gewalt aus der extremen Linken Israels

  1. Das Buch ist scheinbar aber auch starker Tobak: laut JA wird das Töten von Gojim in Kriegszeiten in bestimmten Fällen befürwortet; auch soll es jene treffen, die Unschuldig sind. Was auch viele Israelis verstört, ist eine Passage die das Töten von Babys und Kindern von Gojim rechtfertigen soll. http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/10740 Die im Text erwähnten Äußerungen sind juristisch zu ahnden, ohne Frage. Aber das Buch fällt dann auch nicht mehr unter „freie Meinungsäußerung“.

    • Stimmt, was du da zitierst ist heftig. In welchen Situationen soll das gerechtfertigt sein? Wäre interessant, das mal zu erfahren. Insofern stimme ich auch nicht mit Plaut überein, dass es nur um freie Meinungsäußerung geht. Und was mir ganz stark aufstößt sind die Anhänger dieser Rabbiner, die dann zu Gewalt greifen und auch nicht aufhören, wenn das Ganze schon gegessen ist.
      Der große Unterschied zu diesen seltsamen Rabbinern besteht darin, dass Leute wie Ne’eman sich ungestraft äußern und betätigen können, gar noch von Medien und NGOs hochgejubelt werden.

      • Stimme dir da zu: die Straffreiheit kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen, in der Essenz ist es derselbe gewalttätige Charakter. Was auch schlimm ist, ist das die Gut- und Bessermenschen diese Typen gerade wegen solcher Äußerungen hochjubeln – obwohl sie diese Gewalt ja vorgeblich ablehnen würden. Wäre wohl ganz lustig, die alle mal in dieselbe Zelle zu sperren. 😀

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