„Ich bin auch jüdisch, hier die Gründe…“

SnoopyTheGoon, Yourish.com, 10. Juli 2011

Die folgenden Fragen benötigen eine kleine Einführung. Die israelischen rabbinischen Authoritäten sind (manchmal zurecht, wie wir sehen werden) etwas argwöhnisch, was das Jüdisch sein einiger neu Heimgekehrter angeht. Sie befragen sie, damit ihre Wurzeln festgestellt werden können. Die Ergebnisse sind immer wieder höchst amüsant. Leben wir los. Wenn Sie sich durch das eine oder andere Zitat verwirrt fühlen, fragen Sie bitte.

– Ein junger Mann lud mich zu Essen in ein Restaurant ein. Nachher bemerkte ich, dass ich ein Stück Schweinefleisch gegessen hatte. Mir war die Stimmung vermiest und ich ging nach Hause. Dort erzählte ich alles meinem Großvater, einem Rabbiner. Der arme Großvater verbrachte die ganze Nacht auf den Knien und betete für mich.

– Ich ging jeden Tag zur Synagoge. In Riga gab es zwei Synagogen, eine katholische, die andere orthodox.

– Meine Großmutter war eine sehr religiöse Frau und hat uns Kinder immer gelehrt Koscheres und Nichtkoscheres nicht zu vermischen.

– Meine Eltern waren sehr gläubige Leute. Vater entzündete samstags nie ein Feuer und zündete seine Zigarette an einer Kerze an, die meine Mutter am Freitag anzündete. Mutter rauchte generell nicht.

– Offen gesagt, war ich dort Parteimitglied, aber an allen sowjetischen Feiertagen ging ich in die Synagoge.

– Der Allmächtige lud Moses auf den Berg Sinai, um ihm die Torah in einer vertraulichen Athmosphäre zu übergeben.

– Von allen vier Brüdern meiner Mutter war nur einer nicht jüdisch.

– Am Samstag sind wir nicht einmal auf Rotwild geritten.

– Als unser Engel geboren wurde, tauften wir ihn auf einen jüdischen Namen.

– Das erste Mal wurde ich wegen Trotzkismus verhaftet, das zweite Mal wegen Zionismus. Ich bin also immer ein religiöser Jude geblieben.

– Die zweite Frau meines Vaters war jüdisch. Ich wurde von seiner zweiten Frau geboren. Das kann von meinem Vater und seiner ersten und seiner dritten Frau bestätigt werden, die mich nicht geboren hatten.

– Als ich aufwuchs, sagte mir meine Mutter wir seien Juden. Ich selbst hätte das nie gedacht.

– Da wir aus der Ukraine kommen, litt die Familie schwer, wenn die anderen Schinken aßen.

– Meine Großmutter briet oft Gefilte Fisch zum Abendessen.

– Am Tag des Gerichts wurde uns in unserer Familie nichts zu essen gegeben. Aber uns wurde gesagt wieso.

– Ja, ich zerbrach bei meiner Hochzeit mehrere Gläser.

– Abraham wird als der erste Jude angesehen, weil er aus dem Haus geworfen wurde.

– Wir haben zwei Sätze Geschirr, eines für Fisch und das andere für Fleisch.

– Meine Großmutter Jewdokija Nikiforowna verdiente ihr Geld mit Waschen für eine jüdische Familie. Dann hatte sie eine intime Beziehung mit dem Familienoberhaupt, Josif Dawidowitsch. Aus dieser Beziehung entstand meine Mutter Antonia Josifowna. Seit sie 17 Jahre alt war, wusch sie für eine jüdische Familie. Aus dieser Lebensgemeinschaft mit dem Haushalts-Oberhaupt Jakob Moisewitsch entstand ich, Jekaterina Jakowlewna. Zur Zeit wasche ich für eine jüdische Familie und habe eine Tochter, Alice bat Maimon, mit dem Oberhaupt der Familie, Maimon Ben Alush.