Von Vespasian bis Obama

Yaacov Lozowick, 14. Juli 2011

Was haben Vespasian, Hadrian, Byzanz, die Kreuzzüge, einige Ottomanen, Jordanien, die Arabische Liga, die Vereinten Nationen, das internationale Recht und Obama gemeinsam?

An dem einen oder anderen Punkt verboten sie alle den Juden in Jerusalem zu leben. Natürlich waren die Umstände in jedem Fall andere und die Motivation für das jeweilige Verbot, unterschieden sich; doch aus einer jüdischen Perspektive gesehen war das Ergebnis immer dasselbe: Juden wurde gesagt, sie dürften nicht in Jerusalem Leben (oder wie in jüngster Zeit: nicht in historischen Teilen zu wohnen, nur in den Teilen, die weniger als ein Jahrhundert überhaupt nicht jüdisch waren). Aus der Perspektive der jüdischen Geschichte waren und sind ihre Forderungen alle gleichermaßen ungerecht.

Oder anders formuliert: Juden mag vergeben werden, wenn sie den derzeitigen internationalen Konsens zu Illegitimität ihrer Siedlung in Jerusalem nur als eine weitere Phase in einer langen und sehr unehrenhaften Tradition betrachten.

7 Gedanken zu “Von Vespasian bis Obama

  1. So ein Schwachsinn. Keiner verbietet ihnen, in Jerusalem zu leben. Die Welt hat nur was dagegen, dass sie versuchen sich Jerusalem als ihre „Hauptstadt“ unter den Nagel zu reißen. Würden sie sich endlich einmal an den Verhandlungstisch scheren um den Status Jerusalems und der illegalen Siedlungen zu klären, dann hätten die Palästinenser und die übrige Welt keine Probleme damit, dass der verbleibende Teil der Stadt als israelische Hauptstadt anerkannt werden kann.

    • Ui, wieder einer, der das Gegenteil der Fakten behauptet.
      A) Die Verweigerer sind die 1964 erfundenen „Palästinenser“.
      B) Die „Palästinenser“ und alle ihre Helfershelfer in NGOs, UNO, Linken Terrorhelfergruppen sowie Neonazi-Trupps wollen ein judenreines „Palästina“. In Jerusalem – dem Jerusalem, das es seit Jahrtausenden gibt, nicht dem, das erst ab etwa 1885 dazu entstand, soll es so judenrein zugehen, wie von 1948 bis 1967.
      Und selbst unser lieber „Butz“ will „Ostjerusalem“ judenrein haben. Mithin ist sein zweiter Satz eine klare Lüge.
      Das einzige, womit die „Palästinenser“ keine Probleme hätten, wäre die Vernichtung Israels. Sie lehren es ihre Kinder, sie lehren es ihre Moschee-Besucher, sie lehren es ihre Zeitungsleser, sie lehren es ihr Radio- und Fernsehpublikum. Butz ist natürlich zu dumm, das zu sehen – er verlässt sich auf die Propaganda unserer Medien und weiß nichts von dem, was ihm vorenthalten wird. Dummheit ist kein Verbrechen. Aber wenn er anfängt Fakten zu ignorieren, dann kann man ihm tatsächlich Vorwürfe machen.

    • Butz: Der Schwachsinn befindet sich zwischen Ihren Ohren!
      Jerusalem war schon Hauptstadt (und zwar nicht in Anführungszeichen!!!) Israels als Ihre Vorfahren noch auf den Bäumen saßen. Und heute glaubt jeder halbentwickelte Primat von seinem Sofa aus (mit der Flasche Bier in der einen Hand und den Testikeln in der anderen) darüber befinden zu können, was die Juden zu tun oder zu lassen haben.
      Der größte Teil der Welt hat etwas dagegen, daß Juden noch atmen. Daher ist es für Israel völlig irrelevant, was „die Welt“ für Probleme mit ihnen hat.
      Zur Info: Vertreter israelischer Regierungen setzen sich schon seit Jahrzehnten immer wieder an den Verhandlungstisch. Allerdings sitzt auf der anderen Seite niemand, mit dem sie verhandeln könnten. Und was gäbe es schon zu verhandeln, wenn die Gegenseite immer mit 100% Forderungen kommt und keinen Deut nachgeben möchte? Israel hat schon so viele Kompromisse gemacht und hat rein gar nichts dafür als Gegenleistung erhalten. Also, worüber soll Israel noch verhandeln und mit wem?
      Und auch wenn es irgendwann einmal zu einer wie auch immer gearteten Einigung kommen sollte, was das Wort eines Arabers wert ist, das sehen wir aktuell am Beispiel Ägypten: Sadat wurde ermordet, weil er mit Israel Frieden geschlossen hat. Mubarak wurde gestürzt, weil er den Frieden mit Israel erhalten hat und die Nachfolger fühlen sich an den Friedensvertrag nicht mehr gebunden. Da ist man natürlich sehr motiviert, Vereinbarungen mit solch verlässlichen Partnern einzugehen.

  2. „…Propaganda unserer Medien….“

    In einem Punkt haben Sie Recht. Um einen derartig maßlosen Fanatismus nachzuvollziehen, wie er in Ihren wirren Tiraden zum Ausdruck kommt, dafür bin ich tatsächlich zu dumm. Sie müssen sehr einsam und unglücklich sein und tun mir Leid.

    • Ah, ein Amateur-Psychologe schließt wieder aus seiner ideologischen Ecke heraus auf andere. Find‘ ich lustig, wie sich Blindfische aufplustern können.

  3. Tja Heplev, so sind sie, wenn sie nicht mit Fakten weiterkommen, wird eben beleidigt, was das Zeug hält.

    Kleiner Witz, vor der UN soll ein Vertreter Israels eine Rede halten und er fing folgendermassen an:

    „Bevor ich meine Rede beginne, möchte ich Ihnen etwas über Mose erzählen: Nachdem er auf den Felsen schlug und Wasser hervor brachte, dachte er, „Welch eine gute Gelegenheit ein Erfrischungsbad zu nehmen!“ Mose legte seine Kleider auf den Felsen und stieg ins Wasser. Als er wieder hinaus kam und seine Kleider anziehen wollte, waren sie verschwunden. Ein Palästinenser hat sie gestohlen! Der palästinensische UNO-Vertreter sprang ärgerlich auf und schrie, „Das kann doch nicht wahr sein, die Palästinenser waren doch damals noch gar nicht da.“ Der israelische Vertreter lächelte und sagte, „Und jetzt, nachdem wir diese Sache geklärt haben, werde ich meine Rede beginnen“.

    Lasst den Juden Jerusalem, denn sie haben es berühmt gemacht, sagte schon Churchill – und nicht umgekehrt…..für die Araber ist Jerusalem nur wichtig, wenn es in andere Hände ist, ansonsten haben sie sich in der Geschichte nie darum geschert…….es ist reine Politik, mehr nicht und wer das nicht erkennt, dem muss man zu Recht Dummheit bescheinigen.

  4. Danke für den pointierten Beitrag, bringt es gut auf den Punkt – wie ja auch an den Reaktionen zu sehen ist 😉

    Aber schon klar, die Friedensfreunde wollen den Juden ja auch „NUR“ den Besuch der Westmauer (a.k.a. Klagemauer) verbieten und im Namen des Friedens alle jüdischen Spuren, Gebäude, Grabsteine beseitigen …?

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