Araber mit Leseverständnis-Problemen

Elder of Ziyon, 17. Juli 2011

Vor ein paar Tagen verbreitete sich ein Gerücht in der arabischen Welt, dass die UNESCO auf ihrer Internetseite Jerusalem zur Hauptstadt Israels erklärt habe.

Das Verdammen kam schnell und war heftig.

Die PLO verurteilte die UNESCO. Ebenso die Muslim-Bruderschaft. Und die Hamas. Und die Arabische Liga. Und libanesische Politiker. Und eine Konferenz in Kairo.

Doch keiner dieser Verdammenden konnte tatsächlich eine UNESCO-Seite im Internet aufzeigen, die irgendetwas dieser Art sagte. (Die UNESCO hat eine Menge Dokumente auf ihrer Site und eine Reihe davon zitieren israelische Quellen zu Jerusalem; doch ich konnte keine wie auch immer geartete UNESCO-Äußerung dazu finden, dass Jerusalem die Hauptstadt Israels sei.)

Behalten Sie im Hinterkopf, dass ein großer Teil Jerusalems sich innerhalb der Grünen Linie befindet und es damit keinen logischen Grund gibt, warum die Welt Jerusalem nicht als Hauptstadt Israels anerkennen sollte. Es ist pure Heuchelei zu sagen, Jerusalem sei „Palästinas“ Hauptstadt, aber zu leugnen, dass es Israels Hauptstadt ist, wenn es das fraglos ist – Staaten bestimmen ihr Hauptstädte, nicht die Weltgemeinschaft oder die Feinde dieses Staates.

Dennoch sah sich die UNESCO genötigt eine Klarstellung zu veröffentlichen:

Die UNESCO möchte wiederholen, dass es entgegen jüngster Vorwürfe keine Änderung in der Haltung der UNESCO zu Jerusalem gegeben hat.

Die Altstadt von Jerusalem ist in der Liste des Welterbes und der Liste des gefährdeten Welterbes eingetragen. Die UNESCO arbeitet weiter daran den Respekt für den herausragenden universellen Wert des Kulturerbes der Altstadt Jerusalems sicherzustellen. Diese Haltung spiegelt sich auf der offiziellen Internetseite der UNESCO (www.unesco.org). In Übereinstimmung mit relevanten UNO-Resolutionen bleibt Ostjerusalem Teil des besetzten palästinensischen Territoriums und der Status Jerusalems muss über Verhandlungen zum permanenten Status gelöst werden.

Die arabische Welt schafft es allerdings auch die Erklärung der UNESCO fehlzuverstehen:

Ma’an titelt: „UNO: Jerusalem ist Teil der besetzten Gebiete“. Nicht „Ostjerusalem“, sondern „Jerusalem“.

Egypt.com sagt: „Nach Angeben der UNO sagt UNESCO, dass Jerusalem immer noch Teil des besetzten Palästina ist. Genauso Youm7.

Die Araber schluckten also ein nicht bestätigtes Gerücht ohne es auch nur ansatzweise zu überprüfen, womit sie die UNESCO zur Kapitulation vor ihren Forderungen zwang, die sie dann wieder falsch interpretieren.

Wann wird irgendetwas im Nahen Osten endlich einmal auf der Wirklichkeit gründen, statt auf arabischer Hysterie?

4 Gedanken zu “Araber mit Leseverständnis-Problemen

  1. Durchschaut denn niemand diesen durchsichtigen gut gesteuerten Propagandafeldzug der Palästinenser?

    Was ist geschehen?
    – Es wird ein Gerücht in die Welt gesetzt.
    – Die UNESCO stellt dieses Gerücht richtig.
    – Diese Richtigstellung wird von den Palästinensern falsch widergegeben.
    – Jeder darf raten, was von dem Ganzen nach einem Jahr zitiert wird?

    Richtig 1:0 für die Araber.

    Die Israelis werden der Richtigstellung des Gerüchts und der Richtigstellung der Richtigstellung hinterherhecheln.
    Hat das noch jemand verstanden?
    Wenn ja, dann gratuliere ich. Ich habe es nicht mehr verstanden.

    Verstanden habe ich nur, auch dieses Scharmützel des Propagandakrieges haben die Israelis leider verloren.

    Von wegen Araber können nicht lesen, von wegen arabische Hysterie.

    Die Israelis können leider keinen Propagandakrieg führen.
    Da sind ihnen die Araber haushoch überlegen.

    • Das stimmt nur zum Teil. Es geht hier um das Glauben wollen. Es finden sich viel mehr willige Empfänger von arabischen Lügen, als solche, die an der Wahrheit interessiert sind.
      Jeder, der auch nur ein wenig die arabische Kultur kennt, weiß, daß es zur arabischen Mentalität gehört, jede Geschichte auszuschmücken. Daher ist es grundsätzlich schwierig, sie der Lüge zu bezichtigen. Im normalen Alltag mag man darüber hinwegsehen. Wenn sie jedoch diese – nennen wir es einmal – Charakterschwäche dazu nutzen, um politische Ziele zu erreichen, dann hat man ein Problem.
      Israel hat das Problem, daß es erzählen kann, was es will. Für jeden Antisemiten sind es Lügen, weil es nicht in sein Weltbild passt. Und dank der Mainstream Medien, die – aus welchen Gründen auch immer – alles tun, um Israel schlecht aussehen zu lassen, glauben auch viele andere, die keine Antisemiten sind, daß Israel an allem Schuld ist.
      Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist es nicht die haushohe Überlegenheit der Araber, sondern vielmehr die Begleitumstände, die es Israel nicht erlauben, sich in einem Propagandakrieg durchzusetzen.

    • Abgesehen davon, dass Elder immer gerne mal etwas ironisch ist: Natürlich kann man auch davon ausgehen, dass das kein „Lesefehler“ ist, sondern gezielte Propaganda.

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