Zahlen und Fakten zu Terroristen und Täter-Vorwürfen

Ist doch ganz klar erfreulich: Jetzt muss man nicht mehr bis 1995 auf Timothy McVeigh zurückgreifen, um einen „christlichen“ Terroristen anführen zu können. Jetzt haben wir Anders Behring Breivik. Mit dem werden jetzt alle Islamkritiker, evangelikalen Christen und Israel-Unterstützer niedergemacht. Warum eigentlich?

Abgesehen davon, dass weder McVeigh ein gläubiger Christ war, noch das von Breivik gesagt werden kann, gibt es hier ein enormes Missverhältnis im Umgang mit Terror. Ein Missverhältnis, das anhand von zwei Zahlen enorm deutlich wird (will man es denn sehen): Anschläge „christlicher“ Terroristen seit 1995: 2. Anschläge islamischer Terroristen seit 9.11.2001:


Wie kommt es, dass (Stand im Moment des Schreibens dieses Textes) 17.502 Anschläge mit Toten durch muslimische Terroristen – alles keine wahren Muslime, natürlich nicht – von einer irren, vernachlässigbaren Minderheit geredet wird und Leuten, die darauf aufmerksam machen, Verallgemeinerung und Kollektivhaftung vorgeworfen wird,Hetze während 2 Anschläge (bis letzte Woche nur einer) ALLE Islamkritiker und Warner vor Terror diskreditieren und evangelikale Christen allgemein zu Hetzern und Terrorverdächtigen machen?

Wo bleibt da die Differenzierung? Wo der Aufschrei gegen Kollektivstrafe? Wo der Hinweis, dass diese beiden Terroristen – die ja auch noch keiner der kolportierten „Tätergruppen“ wirklich zugerechnet werden können, wenn man ehrlich ist – nicht zur Verallgemeinerung herhalten dürfen?

Oh, noch etwas: Eine einmalige Erwähnung im „Manifest“ Breiviks genügte, das Pamela Geller als eine Verantwortliche für die Oslo-Morde bezeichnet wird. Andere kommen öfter vor, werden seitenweise zitiert – und sind natürlich auch umgehend als „Verursacher“ gebrandmarkt worden (Henryk Broder, Geert Wilders, Robert Spencer usw.). Wie sieht es mit ähnlichem Eifer bei islamischen Hasspredigern aus? Ach nein, alles halb so wild – unbedeutende Leute denen kaum einer zuhört, nicht wahr? WDR-Redakteure wollten mir einmal einreden, der Chef-Hetzer der Al-Azhar-Universität in Kairo (Scheik Tantawi) sei ein Moderater!

Auch hier also eine gar nicht zu groß darzustellende Diskrepanz zwischen den einen und den anderen. Fakten sind egal, es zählt das ideologische Feindbild.

Siehe auch:
– Hat ein wahnsinniger Einzeltäter in Norwegen mehr als siebzig Menschen getötet, oder ist Anders Breivik nur der bewaffnete Arm von Wilders, Sarrazin und PI-News? Meine Antwort. (Tobias Kaufmann)
Fukushimasierung menschlichen Leidens (Gideon Böss)
Kommentar zum Norwegen-Anschlag (Ulrich J. Becker, aro1)
Der Broder ist an allem schuld! (Gerrit Liskow)
Gewalt, verbale (Henryk M. Broder)
Der Verbündete (Gerd Buurmann)

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9 Gedanken zu “Zahlen und Fakten zu Terroristen und Täter-Vorwürfen

  1. Man sagt zwar: „Lügen haben kurze Beine“- Es kommt vieleicht nicht auf dieLänge der Beine an, sondern auf die Masse der Lügner. Und solche „Gutmenschen“ und die die an sie glauben ist riesen gross. Wollen diese sich und uns abschaffen???

  2. Bravo !

    Mit dem aufrechnen von Opferzahlen befindest Du Dich auf einem Niveau mit den Nazi-Revisionisten, die uns immer die Stalin-Opferzahlen vorrechnen.

    Mit dem Wort ERFREULICH, ganz ohne “ „, sogar noch darunter …

    Für Linke wie mich sei es also „erfreulich“, jetzt endlich guten Stoff für Argumente zu haben?!
    Nach dem Mord an 80 Menschen ?!

    Armselig

    Ja, generalisierende „Islamkritiker“ (sowie „Israelkritiker“) gehören genau unter die Lupe genommen und der rechtsradikale Schoß, aus dem der Mörder kroch, ganz besonders!

    Ja, man darf weiterhin Wirrungen islamischer Systeme kritisieren – das war auch nie in Frage gestellt.

    Solche wie Du, die hier krampfhaft alles in einen Topf werfen möchten und gar keinen Unterschied zwischen „rechts“ und „rechtsextrem“ erkennen wollen, versuchen durch diese Rundumschläge a priori jeder Nähe zu Breiviks Gedankenwelt einen Persilschein auszustellen.

    Was sagt das wohl über Dich aus, wenn Du das offensichtlich für notwendig erachtest?

    • Oh, das schließt wieder einer von seinem Haufen auf andere.
      Und falls es dem armen Kotzbrocken noch nicht aufgefallen ist: Genau das läuft doch gerade. Solltest du eine Ausnahme sein, dann herzlichen Glückwunsch!

    • Es gibt eine Reihe Linke, die nicht so sind, wie ich es oben beschrieben habe; sogar ein paar in der Linkspartei. Sie sind aber eine ziemlich kleine Minderheit. Das weiß ich sogar. Und wenn man sich hier auf diesem Blog etwas umsieht, dann sollte eigentlich auch klar werden, dass ich keinen Bock habe jedesmal einen Dreizeiler zu schreiben, um Neulesern zu erklären, dass so allgemein Geschriebenes sich auf die entsprechende (leider) Mehrheit bezieht, nicht auf jeden Einzelnen. So, wie sich auch „die Muslime“ nicht auf jeden einzelnen Muslim bezieht.
      Leider geschieht das auf der Seite der Multikulturalisten und Friedenshetzer nicht. Die beweisen ständig, dass sie alles in einen Topf werfen.
      Die wütende Reaktion von diesem anonymen Schaumspucker zeigt, dass er das nicht erkannt hat. Vielleicht will er es auch gar nicht zur Kenntnis nehmen? Dann würde er beweisen, wes Geistes Kind er ist, nämlich einer der Hetzer und Geiferer, die ich beschrieben habe.

    • Sehr geehrter „required name“: Wer hierher kommt, Scheiße schreibt und geifert, der sollte sich dann nicht beschweren, wenn ihm die Meinung gegeigt wird. Heulsuse!

    • Mir waren schon von jeher solche Leute suspekt, die anderen eine Aufrechnung von Opferzahlen vorwarfen, eben dieses selbst aber praktizierten. Der Artikel rechnete nicht die Opfer auf – das wäre anhand der präsentierten Zahlendiskrepanzen gar nicht möglich – sondern hält all jenen einen Spiegel vor, die dies dazu mißbrauchen, auf dem Rücken eben dieser Opfer ihr eigenes politisches Süppchen zu kochen. Weder Breivik noch der McVeith waren Christen. Nichtsdestotrotz werden nun gerade bibelgläubige Christen mit solchen Leuten in einen Topf gleichgesetzt, indem man den Täter von Oslo als „fundamentalistischen Christen“ bezeichnete. Solches wird auch in den Kommentarspalten großer Online-Zeitungen immer wieder gestreut, was mit großer Wahrscheinlichkeit auf Moslems oder Linke zurückzuführen ist, weil in diesen Kreisen ein großes Maß an Haß gegen diese Menschen zu verorten ist. Wer Breiviks „Manifest“ wenigstens etwas angelesen hat, weiß, daß dies nicht der Fall ist, weil der Mann weder an Gott noch an die Bibel glaubt, mit „Christsein“ also nichts am Hut hat Sich auf gewisse kulturelle Dinge zu berufen, die die Wurzeln westlicher Gesellschaften betreffen, die zu einem großen Teil als jüdisch-christlich zu bezeichnen sind, hat nichts mit der Definition eines Christen zu tun.

      Wer einen Mord an 76 Kindern verwertet, nun umso besser gegen Andersdenkende polemisieren zu können, der handelt im Grunde nicht besser als jene Nationalsozialisten, die 1933 den Brandanschlag eines verwirrten Einzeltäters m Reichstag dazu mißbrauchten, die „Ermächtigungsgesetze“ durchpeitschen, um nun endlich auch offen gegen Andersdenkende vorgehen zu können. Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel. Dieses wurde in dem Artikel angesprochen, der sich ausdrücklich gegen eine Generalisierung wendet, die anhand zweier Terroristen eine ganze Gruppe von Menschen in die Mithaftung nehmen will, dies aber jenen ankreidet, die anhand eines Übermaßes tatsächlich islamisch motivierter Anschläge auf religiösen Fundamentalismus schließen, der sich durchaus anhand entsprechender Überlieferungen auch begründen läßt. Daß Sie Sich nun darüber „empören“, sein, zeigt lediglich, daß getroffene Hunde bellen.

  3. Für „required name“, der sich jetzt echauffiert, er würde gelöscht: Du bist gar nicht erst aufgetaucht. Das ist mein Blog und ich brauche Beschimpfungen und Schwachsinn nicht zu veröffentlichen. Das hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun, denn du kannst deinen Hirnmüll woanders zur Genüge auskippen. Wenn ich das unterbinden würde (könnte), dann hättest du keine Meinungsfreiheit mehr.
    Vielleicht beschäftigst du dich doch noch irgendwann damit, was ein Blog ist und wie Freiheiten definiert sind. Und wenn du dich ganz doll anstrengst und mal etwas gewitzere Scheiße schreibst, dann schaffst du es vielleicht in die „Kloake“. Mit deinem dumpfen Leerhirn-Gesabbere jedenfalls solltest du dich irgendwo hin begeben, wo sie das intelligent finden.

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