In Europa ist Ramadan

Sören Kern, Hudson New York, 11. August 2011

Muslime überall in Europa begehen den islamischen heiligen Monat Ramadan, der dieses Jahr in den August fällt. Die religiösen Feiern – während denen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fasten – werden von normalerweise säkularen europäischen Multikulturalisten beworben, die Richtlinien verfasst, Anweisungen ausgegeben und Sonderprivilegien ausgearbeitet, die sicherstellen sollen, dass Muslime während der Festzeit nicht von Nichtmuslimen vor den Kopf gestoßen werden.

Es gibt natürlich Multikulturalisten, die abseits standen und zusahen, als Europas Weihnachts- und Neujahrs-Feiertage 2010 in fast jedem europäischen Land von weit verbreiteten Kontroversen überschattet wurden, die mit dem Islam zusammenhingen; in Großbritannien startete eine muslimische Gruppe eine landesweiter Poster-Kampagne, mit der Weihnachten als teuflisch gebrandmarkt wurde.

In Großbritannien wurde der Ramadan vom in London ansässigen Islamisten Abu Waleed eingeleitet, der sagte: „Wir werden [den britischen Premierminister] David Cameron dazu bringen, dass er auf Hände und Knie geht und uns die Jizya-Steuer zahlt [eine unter muslimischer Herrschaft lebenden Nichtmuslimen, Dhimmis, auferlegte Steuer]; Königin Elisabeth und die Hure Kate Middleton werden den Niqab tragen [ein muslimischer Schleier, der das Gesicht bedeckt].“

Ebenfalls in Großbritannien stürzten die Olympischen Spiele in London 2012 in Streitigkeiten gestürzt, weil entdeckt wurde, dass die Spiele mit dem Ramadan aneinander geraten werden. Der Zusammenstoß wir die muslimischen Athleten in Nachteil bringen, da von ihnen erwartet wird, dass sie während der gesamten Dauer der Spiele von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang fasten. 2012 wird der Ramadan vom 21. Juli bis 20. August andauern, während die Olympischen Spiele vom 27. Juli bis 12. August dauern. Es wird erwartet, dass rund 3.000 Wettbewerber betroffen sein werden. Massud Shadjareh, der Vorsitzende der in London sitzenden Islamic Human Rights Commission sagte: „Sie hätten das nicht an Weihnachten organisiert. Es ist gleichermaßen dumm, es im Ramadan zu organisieren. Es zeigt ein völliges Fehlen von Bewusstsein und Sensibilität.“

Das Gefängnispersonal in Ihrer Majestät Hochsicherheitsgefängnis in Leeds sind angewiesen worden besonders aufzupassen, dass sie Muslimen im Ramadan keine Schinkenbrote anbieten. Mehr als 200 muslimische Einsitzende starteten kürzlich eine Klage um mehrere Millionen Pfund Schadensersatz, nachdem ihnen während eines früheren Ramadan Schinkenbrote angeboten wurden.

Währenddessen warnte das britische Außenministerium seine Bürger, dass Kaugummi in islamischen Ländern während des Ramadan Muslime beleidigen könnte und das britische Innenministerium warnte sein Beschäftigen, sie sollten im August nicht vor ihren fastenden muslimischen Kollegen essen.

Frankreich leiteten den Ramadan mit der Einweihung zweier neuer Moscheen ein, eine in Strasbourg, wo der muslimische Bevölkerungsanteil 15% erreichte und eine weitere in Villeneuve d’Ascq nahe der nördlichen Stadt Lille. Nach Angaben des Mulimrates von Frankreich (CFCM) werden derzeit in Städten im ganzen Land 150 neue Moscheen gebaut.

In Norwegen sagte der in Oslo sitzende Imam Syed Farasat Ali Bukhari dem norwegischen Staatsfernsehsender NRK, dass jeder Muslime, der während des Ramadan nicht fastet, enthauptet werden sollte. Er gab diese Äußerungen ab kurz bevor er von der Regierung die Erlaubnis forderte eine private islamische Schule für 200 Schüler im Viertel Ammerud in Oslo zu eröffnen. Die Regierung lehnte diese Anfrage schließlich ab.

In Spanien, wo geschätzte 95 Prozent der 1,5 Millionen Muslime des Landes dieses Jahr den Ramadan einhalten werden, haben Hunderte kommunale und Provinzregierungen Sonderanweisungen ausgegeben, um den Nichtmuslimen zu helfen die Muslime während des Ramadan nicht vor den Kopf zu stoßen. In Barcelona ignorierte ein Ratsmitglied aus dem Vorort Sant Adrià del Besós den Rat und versuchte am 7. August eine illegale Moschee der Stadt zu fotografieren und wurde von einem muslimischen Mob angegriffen.

In Tarragona sprach derweil ein Gericht am 2. August einen örtlichen Imam frei, der zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden war, weil der eine 31-jährige Marokkanerin zwang einen Hijab zu tragen. Der Imam hatte damit gedroht das Haus der Frau abzubrennen, weil sie eine „Ungläubige“ sei, die außerhalb des Zuhause arbeitet, ein Auto fährt und nicht muslimische Freunde hat. Doch der sozialistische Bürgermeister übte politischen Druck aus, damit das Urteil gekippt wurde, um „einen sozialen Konflikt“ zu verhindern.

Auch die Taliban gaben eine Erklärung aus: „Die meisten islamischen Schlachten, wie die Eroberung Spaniens, wurden während des Ramadan gekämpft. Wir können daher schlussfolgern, dass der Monat Ramadan einen erstaunlichen Platz in der Geschichte des islamischen Jihad hat.“

In Paris leitete Innenminister Claude Guéant den Ramadan damit ein, dass er Muslimen, die auf den Straßen eines Viertels in Paris beteten, sagte, sie sollten stattdessen eine nicht mehr genutzte Kaserne nutzen. „Auf den Straßen zu beten ist nichts, das akzeptabel ist“, sagte Guéant und bestand darauf, dass es den säkularen Prinzipien des Staates widerspreche. „Das muss aufhören.“

Ebenfalls in Frankreich veröffentlichte die römisch-katholische Zeitung La Criox eine Ifop-Umfrage, die zeigt, dass die Zahl der den Ramadan einhaltenden Muslime in Frankreich sich auf mehr als 70 Prozent erhöht hat.

In Deutschland sagte der Zentralrat der Muslime vor Beginn der regulären Saison am 5. August, islamische Profi-Fußballer seien nicht verpflichtet während des Ramadan zu fasten. „Der Profispieler kann das ausgleichen, indem er in Zeiten, wenn es kein Spiel gibt fastet und auf diese Weise seinen Respekt vor Gott und dem heiligen Monat Ramadan zeigen“, sagte der Ratsvorsitzende Aiman Mazyek in einer Erklärung.

Der Streit zum Thema begann in Deutschland, als das Zweitliga-Team FSV Frankfurt drei muslimischen Spielern im Oktober 2009 offiziell davor warnte im Ramadan zu fasten ohne das Management zu informieren. Nach vielen Diskussionen kamen islamische Gelehrte an der Al-Azhar-Universität in Kairo zu dem Schluss, dass für Profi-Fußballer eine Ausnahme von den strikten Ramadanregeln gemacht werden könne, damit ihre Leistung nicht beeinträchtigt wird.

Ebenfalls in Deutschland begann der Fernsehsender RTL2 einen Ramadan-Sonderdienst für muslimische Zuschauer; er lässt sie wissen, wann das tägliche Fasten beginnt und endet. „Man kann so viel über Integration theoretisieren, wie man will, aber wir wollten ein deutliches Signal setzen“, sagte Carsten Molings, der Marketingchef des Senders.

In Berlin wurde Özcan Mutlu, türkisches Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, wegen Tätlichkeit angezeigt, weil er angeblich eine Schlägerei anfing, nachdem ein türkischer Würstchenverkäufer ihn wegen der Bestellung einer Currywurst im Ramadan beleidigte.

In Holland kündigte ein Zahnarzt an, dass er seine Klinik im Ramadan abends und nachts öffnen würde, weil muslimische Patienten „von Sonnenauf- bis –untergang ihren eigenen Speichel nicht schlucken dürfen“. Muslime dürfen im Ramadan tagsüber kein Wasser trinken.

Ebenfalls in Holland bieten die Krankenkasse Agis und die Apothekenkette Mediq besondere „Ramadan-Checks“ an, die Rat geben, wie während man des Fastenmonats Medikamente nehmen sollte.

In Italien genehmigte eine Parlamentskommission am 2. August einen Gesetzesentwurf, der Frauen das Tragen von Schleiern verbietet, die ihr Gesicht in der Öffentlichkeit bedecken. Der Entwurf würde Frauen verbieten mit einer Burka, einem Niqab oder jeglichem anderen Kleidungsstück in die Öffentlichkeit zu gehen, das das Gesicht verdeckt. Frauen, die das Verbot verletzen, würden sich Geldstrafen ausgesetzt sehen, während Dritte, die Frauen dazu zwingen ihr Gesicht in der Öffentlichkeit zu verbergen, Geldstrafen erhalten und bis zu 12 Monate Gefängnis bekommen können.

Auch in Italien, in der norditalienischen Stadt Cittadella, wurde ein Verbot von „stinkendes“ ausländisches Essen, insbesondere Kebabs – Spieß-Fleischgerichte, die oft in Brot eingewickelt serviert werden – verabschiedet, die aus dem Nahen Osten stammen, aber in den letzten Jahren in Italien zunehmend beliebt wurden und in Städten überall in Europa zu finden sind. Verärgerte muslimische Einwanderer sagen, „in Cittadella Kebabs zu verbieten ist wie in Paris oder New York Pizza zu verbieten“.

In Schweden haben die Sozialdemokraten gefordert, dass der Ramadan zu einem offiziellen schwedischen Feiertag gemacht wird. „Fast alle unsere öffentlichen Feiertage, außer Mitsommer und dem 1. Mai, haben eine christlich-religiöse Verbindung. Schweden ist eine multikulturelle Gesellschaft und es ist es wert sich anzusehen, wie das gemacht werden kann“, sagte die Parteisekretärin der Sozialdemokraten, Carin Jämtin der zentristischen Tageszeitung Svenska Dagbladet.

Währenddessen kämpfen die geschätzten 500.000 Muslime in Schweden damit, wie dieses Jahr sie ein einzigartiges Problem angehen, da der Ramadan auf die langen Sommertage fällt. In Umeå in Nordschweden zum Beispiel war der Sonnenaufgang am 1. August um 3:47 Uhr, die Sonne ging um 21:41 Uhr unter, was eine fast 18 Stunden dauernde Fast erforderte; zum Vergleich: in Mekka dauerte die Fast nur 13 Stunden.

3 Gedanken zu “In Europa ist Ramadan

  1. Willkommen in Eurabia!

    Diese vermaledeite rassistische nordschwedische Sonne soll gefälligst gemäß dem islamischen Sitten scheinen oder sie wird einfach weggebombt!

    Einfach gruselig, wie weit es in Europa schon gekommen ist!!!

  2. Bald haben wir es ja geschafft……. dann wird endlich die Schariah eingeführt und der Dhimmistatus erhoben werden, ich hoffe nur, daß es dann bemannte Flüge zu anderen Plaenten geben wird…….

  3. Zwecklos, der demographische Wandel hält erbarmungslos Einzug. Die Fundamentalisten können auch deshalb so militant und fordernd auftreten, weil sie sich auf der Siegerstraße sehen.
    Sie müssen nur genug Kinder bekommen und sie entsprechend indoktrinieren, Allahs Plan wird sich verwirklichen. Und Allah ist der beste Planer… Oder so.

    Das mit den Flügen zu anderen Planeten können wir uns wohl auch abschmieren. Wer soll die denn bauen, bzw. entwerfen ? Unsere nicht vorhandenen, bzw. immer mehr verblödenden Kinder ? Koranschüler, die die meiste Zeit ihres Tages und Lebens damit beschäftigt sind, Allahs allumfassendem Gesetz zu gehorchen ?

    Ne, ich bin leider eher Pessimist. Das Zeitalter der Vernunft könnte zu Ende gehen, oder nach Asien wandern. Hier bricht ein dunkles an. Wäre ja nicht das erste mal.

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