Juden haben kein Recht an der Westmauer, sagt PA-„Studie“

‚Muslimische Toleranz gestattete den Juden davor zu stehen und zu weinen‘, sagt ein Vertreter des Informationsministeriums

Khaled Abu Toameh, Jerusalem Post, 22. November 2010

Die Westmauer gehört den Muslimen und ist integraler Bestandteil der Al-Aqsa-Moschee und des Haram al-Sharif (der islamische Begriff für den Tempelberg-Komplex; er bedeutet ‘Edles Heiligtum’), gibt ein offizielles Papier an, das am Montag vom PA-Informationsministerium in Ramallah veröffentlicht wurde.

Die als „Studie“ vorgestellte Schrift wurde von Al-Mutawakel Taha erarbeitet, einem hochrangigen Vertreter des Ministeriums; sie soll jüdische Ansprüche an der Westmauer „widerlegen“. In der Vergangenheit haben PA-Führer und –Vertreter auch schon jüdische Rechte an der Mauer geleugnet und darauf bestanden, dass der Tempelberg nie in dieser Gegen stand.

Das neue Dokument behauptet, dass die Westmauer oder Al-Buraq-Mauer (so ist sie den Muslimen bekannt) Eigentum der Waqf ist und einer algerisch-marokkanischen Familie gehört. Es wird in ihr behauptet, dass es nicht einen Stein in der Mauer gibt, der in die Zeit König Salomos gehört.

Die „Studie“ macht weiterhin geltend, dass der Pfad direkt an der Westmauer nie eine öffentliche Straße war, sondern nur für die Nutzung durch Muslime angelegt wurde, die in der Gegend wohnten oder sich auf dem Weg zu den Moscheen auf dem Tempelberg waren.

„Die zionistische Besatzung behauptet fälschlich und ungerechtfertigt, dass ihr diese Mauer gehört, die sie die Westmauer oder Kotel nennt“, schrieb Taha, der bei den Palästinensern auch als Dichter und Autor berühmt ist, in seinem Projekt. „Die al-Buraq-Mauer in Wirklichkeit die Westmauer der Al-Aqsa-Moschee.“

Er fügte an, dass die Juden die Stelle niemals zum Beten benutzten, erst seit der Balfour-Erklärung von 1917. „Diese Mauer war nie Teil des so genannten Tempelbergs, doch muslimische Toleranz gestattete den Juden davor zu stehen und wegen seiner Zerstörung zu weinen“, schrieb er. „Während des britischen Mandats in Palästina stieg die Zahl der Juden, die die Mauer besuchten, bis zu dem Punkt an, an dem die Muslime sich bedroht fühlten und dann gab es die Al-Buraq-Revolution vom 23. August 1929, als Dutzende Muslime zu Märtyrern gemacht wurden und eine große Zahl von Juden getötet wurde.“

Taha bezieht sich hier auf einen arabischen Aufstand in ganz Palästina, bei dem es um den Zugang zur Westmauer ging und während dem innerhalb weniger Wochen 133 Juden und 116 Araber getötet wurden.

Der mit der Fatah-Gruppe von PA-Präsident Mahmud Abbas verbundene Autor betont, dass im Verlauf der letzten Jahrzehnte die Juden den Beweis nicht haben führen können, dass die Mauer irgendeine Verbindung zu ihrer Religion hat.

„Viele von jüdischen Experten veröffentlichte Studien haben bestätigt, dass es keine archäologischen Beweise gibt, dass der Tempelberg in der Zeit von König Salomo gebaut wurde“, fügte das Papier an. „Man kann nur schlussfolgern, dass die Al-Buraq-Mauer eine muslimische Mauer ist und integraler Bestandteil der Aqsa-Moschee und des Haram al-Sharif. Niemand hat das Recht Eigentumsansprüche daran zu stellen oder ihr Aussehen oder ihren ursprünglichen Charakter zu verändern. Auch hat niemand das Recht den rassistischen und unterdrückerischen Maßnahmen des Besatzungsstaats gegen die Geschichte und heilige Stätten zuzustimmen.“

Die Studie des PA-Ministeriums warnt außerdem: „Kein Muslim oder Araber oder Palästinenser hat das Recht auch nur einen Stein der Al-Buraq-Mauer oder anderer religiöser Stätten aufzugeben.“

Kommentar: Es wird wieder einmal gelogen wie gedruckt. Es gibt Beweise, die haben die Israelis aus dem Schutt geholt, den die Waqf beim Bau der unterirdischen Moschee in den „Ställen Salomos“ ausgebuddelt hat, ohne archäologische Begleitung natürlich. Es würde weitaus mehr Beweise geben, würden die Israelis unter dem Tempelbergplateau archäologisch graben. Das wird unterlassen, weil es dann wieder jede Menge Gebrüll, Terror und Gewalt geben würde, zu denen die PA initiiert, weil die Juden wieder angeblich den Berg untergraben und die Moscheen vernichten wollen! Die verlogenen Araber unternehmen alles, um ihre Leute sowie ihre Sympathisanten zu verblöden.

6 Gedanken zu “Juden haben kein Recht an der Westmauer, sagt PA-„Studie“

  1. „Die verlogenen Araber unternehmen alles, um ihre Leute sowie ihre Sympathisanten zu verblöden.“

    Schaut man sich die Kommentare in bestimmten online Foren zum Thema Israel/Palestinenser an, hat man den Eindruck, dass die Erfolge diesbezüglich (des Verblödens) riesig sind!

  2. Die Palästinenser können sich deshalb so aufspielen und die Geschichte in ihrem Sinne verfälschen, weil die Israelis dauernd nachgeben, um nicht zu provozieren. So und so gibt es „Gebrüll und Terror“ (siehe jetzt bei Eilat). Umgekehrt würden sich die Palästinenser niemals an Abmachungen halten und einfach graben lassen, fänden sie Relikte in ihrem Sinne. Aber sie wissen, was im Ernstfall Geschichtsträchtiges für die Juden zutage treten würde. Deshalb faseln sie vom Einsturz der Moschee.
    Israel hätte 1967 nicht so großzügig sein dürfen und den Arabern freien Zugang auf dem Tempelberg gewähren sollen. Das kann sich rächen. Möge es niemals so weit kommen.
    Margot

  3. Die Westmauer braucht auch gar nicht vom salomonischen Tempel zu stammen; der herodianische Tempel reicht völlig aus…

    • Nun, so weit ich das einschätze ist das ein ziemlich übler Kniff der Terroristen, denn die Mauer stammt wohl in der Tat von Herodes, nichts davon von Salomo, wahrscheinlich nicht einmal aus der Zeit Nehemias.

  4. „Viele von jüdischen Experten veröffentlichte Studien haben bestätigt, dass es keine archäologischen Beweise gibt, dass der Tempelberg in der Zeit von König Salomo gebaut wurde“

    Es behauptet ja auch keiner, daß der Tempelberg gebaut wurde. Der Berg war schon vorher da, nur der Tempel wurde auf dem Berg gebaut.

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