Mehr Müll vom Deutschen Pfarrerblatt

Auf idea.de wird das Machwerk des Dr. Vollmer gemeldet (Link für Abonnenten):

Massive Kritik an kirchlicher Unterstützung für Israel

Altenkunstadt (idea) – Massive Kritik an einer einseitigen Unterstützung Israels durch Kirchen und christliche Israelfreunde wird im Deutschen Pfarrerblatt (Altenkunstadt/Oberfranken) geübt. Sie blendeten das Unrecht weitgehend aus, das der einheimischen palästinensischen Bevölkerung mit der Gründung des Staates Israel geschehen sei, schreibt der württembergische Theologe Jochen Vollmer (Balingen).

Der pensionierte Pfarrer fordert eine „Befreiung der Theologie aus nationalreligiösen Engführungen“. Nach seiner Ansicht lässt sich aus der Bibel nicht ableiten, dass das jüdische Volk ein exklusives Anrecht auf das Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan habe. Vollmer wirft der jüdischen nationalreligiösen Rechten in Israel, die ihren Anspruch auf das Land theologisch begründe, vor, „um der Heiligkeit des Landes willen Verletzungen der Menschenrechte und des Völkerrechts“ zu akzeptieren. Ähnlich würden „viele vermeintliche christliche Freunden Israels“ denken. Doch die im Alten Testament gesammelten Erfahrungen zeigten, dass der Glaube an Gott nicht durch staatliche Gewalt gesichert werden könne.

„Staatsgründung ist kein Zeichen der Treue Gottes“

Vollmers Kritik bezieht sich auch auf die Evangelische Kirche im Rheinland, die als erste deutsche Landeskirche die Errichtung des Staates Israel als „ein Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk“ ansah. Dazu der Theologe: „Wir Christen in Deutschland können unsere unsägliche Schuld gegenüber der Judenheit nicht dadurch theologisch kompensieren, dass wir nun in der staatlichen Verfasstheit des Volkes Israel ein Zeichen der Treue Gottes sehen, das seinerseits Hunderttausende unschuldige Menschen zu Opfern gemacht hat und noch immer macht.“ Die fortgesetzte völkerrechtswidrige Siedlungspolitik schränke die Palästinenser immer mehr ein, mache ihr Leben zunehmend unerträglich und ziele auf ihre endgültige Vertreibung. Ein Recht auf Selbstverteidigung, mit dem der Staat Israel viele Aktionen gegen Palästinenser begründe, gebe es nicht für „Eindringlinge und Räuber, die der eingesessenen Bevölkerung das Land nehmen und auf deren gewaltsamen Widerstand stoßen“.

Schriftleiter: Keine pro-palästinensische Einseitigkeit

Das Deutsche Pfarrerblatt wird vom Verband evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland herausgegeben. Der Schriftleiter, Pfarrer Peter Haigis (Kernen bei Stuttgart), begründete die Veröffentlichung von Vollmers Beitrag mit dem Wunsch, „neue Akzente im theologischen Gespräch“ zu setzen. Er hoffe, dass Vollmers „klare Stellung“ zu einer intensiven Diskussion unter Pfarrern anrege, die in weiteren Ausgaben dokumentiert werde. Eine pro-palästinensische Einseitigkeit könne er nicht erkennen, sagte Haigis gegenüber idea. In der Vergangenheit hat Vollmer wiederholt mit provokanten Thesen Aufmerksamkeit erregt. 1997 forderte er eine Überwindung des christlichen Bekenntnisses, dass Jesus Christus für die Sünden der Menschen gestorben sei. Ein Jahr später kritisierte er die kirchliche Weigerung, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen, als „Akt der Lieblosigkeit“.

Der Satz „Nach seiner Ansicht lässt sich aus der Bibel nicht ableiten, dass das jüdische Volk ein exklusives Anrecht auf das Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan habe“ ist Quatsch. Dr. Vollmer leitet aus der Bibel ab, dass die Juden gar kein Anrecht auf einen Staat überhaupt haben.

„Doch die im Alten Testament gesammelten Erfahrungen zeigten, dass der Glaube an Gott nicht durch staatliche Gewalt gesichert werden könne.“
Sollte Herr Pfr. Dr. Vollmer dies so meinen, dann schwätzt er Unsinn. Keiner der Siedler und kein christlicher Israelfreund käme auf die Idee den Glauben an Gott durch staatliche Gewalt sichern zu wollen. Die Siedler nehmen lediglich ihre Rechte wahr. Sie haben niemandes Land gestohlen, denn ihre Orte sind auf ungenutzter Fläche gebaut. Der einzige, der – das allerdings massiv – ausblendet, ist Herr Pfr. Dr. Vollmer.

Die Reaktion des Schriftleiters des Deutschen Pfarrerblattes ist eine bodenlose Frechheit. Es sollten „neue Akzente im theologischen Gespräch gesetzt“ werden? Mit Lug und Verdrehungen von Tatsachen? Was soll das für eine Grundlage sein? Man kann nur hoffen, dass die deutsche Pfarrerschaft Vollmer eine klare Ohrfeige für seine unsäglichen Aussagen gibt. Diesen Müll zu diskutieren wäre nun wirklich zu viel verlangt.

Wenn Pfarrer Peter Haigis „eine pro-palästinensische Einseitigkeit … nicht erkennen“ kann, dann muss er blind und dumm sein. Wo übt Dr. Vollmer auch nur ein einziges Mal Kritik an den Arabern? Wo billigt er nur ein einziges Mal Israel zu richtig gehandelt zu haben? Das kommt nicht ansatzweise vor.

Was Dr. Vollmer angeht, so erfährt man mehr, das ihn zum Nichtchristen macht: Der Theologe und Alttestamentler forderte die „Überwindung des christlichen Bekenntnisses, dass Jesus Christus für die Sünden der Menschen gestorben sei“. Ja, wofür denn sonst? Aus Spaß und Dollerei? Dr. Vollmer leugnet Kerninhalte der Bibel. Was soll sonst noch kommen?

idea hat von mir eine E-Mail erhalten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Satz „Nach seiner Ansicht lässt sich aus der Bibel nicht ableiten, dass das jüdische Volk ein exklusives Anrecht auf das Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan habe“ verharmlost die Haltung des Pfr. Dr. Vollmer. Dieser ist nämlich der Meinung, dass die Juden überhaupt kein Anrecht auf einen Staat hat. Jedenfalls dann, wenn es nach der Thora leben will, wie der Herr Alttestamentler es verstanden wissen will.

Das Machwerk des Herrn Pfr. Dr. Vollmer ist antisemitisch. Er macht ausschließlich Israel und die Juden für die Probleme im Nahen Osten verantwortlich, er bezichtigt sie des Missbrauchs der Bibel – die er selbst als Märchenbuch betrachtet, aus dem er sich herauspuhlt, was ihm in den Kram passt und den Rest wegwirft – und hat für die Araber nicht einen Ansatz an Kritik übrig. In seinem verlogenen Pamphlet spielt er die Judenmorde im Mandat Palästina herunter, während er die Juden dort bezichtigt schlimmer reagiert zu haben als die Araber.

Dr. Vollmers „Kenntnisse“ der Geschichte sind geprägt von Unwissen, Verdrehungen und Faktenunwissen – oder wohl eher von gezielten Unwahrheiten und Falschdarstellungen.
Seine theologischen Ergüsse sind Gehirnschmalzverschwurbelungen, die dem Buch Hohn sprechen, das die Grundlage seines Glaubens sein sollte.

Der Mann ist als Theologe furchtbar, als „Historiker“ eine heuchlende Katastrophe. Wenn Pfr. Haigis als Schriftleiter des Deutschen Pfarrerblattes den Rücken stärkt, dann ist er nicht weniger schlimm. Unglaublich ist die Aussage Haigis, er könne „eine pro-palästinensische Einseitigkeit … nicht erkennen“. Das ist entweder gelogen oder der Mann hat kein Brett, sondern mindestens eine Burgmauer vor dem Kopf!

Das Machwerk von Herrn Pfr. Dr. Vollmer hat mich empört. Die Aussage von Herrn Pfr. Haigis setzt dem aber noch die Krone auf. Wenn die evangelische Kirche derartig die Wahrheit, die Bibel und den Glauben verhöhnende Leute in Amt und Würden hat, dann muss sie sich nicht wundern, dass ihr die Leute weglaufen. Wo, bitte, erfüllen diese Leute noch ihren Auftrag?

Ich habe die unsägliche Schrift des Herrn Pfr. Dr. Vollmer genau gelesen und in drei Einträgen auf meinem Blog verarbeitet. Die Reaktionen meiner Leser sind verhältnismäßig zahlreich, umfangreich und gehen allesamt in dieselbe Richtung: Eine Schrift wie das Machwerk des Dr. Vollmer ist der Kirche nicht würdig und muss von der Kirche verurteilt werden. Sie ist antisemitisch und verlogen. Viele haben sich an das Deutsche Pfarrerblatt gewandt, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen. Hier die Links, vielleicht sind Sie ja bereit sie zu übernehmen:
https://heplev.wordpress.com/2011/08/16/evangelischer-theologe-du-sollst-falsch-zeugnis-reden-gegen-die-juden-und-israel-1/
https://heplev.wordpress.com/2011/08/17/evangelischer-theologe-du-sollst-falsch-zeugnis-reden-gegen-die-juden-und-israel-2/
https://heplev.wordpress.com/2011/08/18/evangelischer-theologe-du-sollst-falsch-zeugnis-reden-gegen-die-juden-und-israel-3/

Mit freundlichem Gruß

Nachtrag: Wie viel Unterstützung erhält Israel von der offiziellen Kirche eigentlich? Ich kenne vor allem Berichte von deutschen kirchlichen Würdenträgern, die gegen Israel hetzen und pro-terroristische Veranstaltungen abhalten (besonders die Herrschaften in Bad Boll), während pro-israelische Veranstaltungen in der Kirche eher einfachen Gemeindegliedern und Pfarrern zu danken sind. Die Amts- und Würdenträger stehen in ihrer überwiegenden Mehrzahl auf der falschen Seite!

Inzwischen hat der Pfarrerverband eine (inakzeptable!) „Stellungnahme“ zur Veröffentlichung des antisemitischen Hetztextes veröffentlicht.

13 Gedanken zu “Mehr Müll vom Deutschen Pfarrerblatt

  1. Für diese öffentliche Beschwerde bin ich Ihnen sehr dankbar. Habe selbst schon gesucht, wo ich mich über dieses Pamphlet beschweren kann. Solche Fehldarstellungen im Namen der Kirche, im Sinne der Bibel und historisch falsch eingeschätzt dürfen nicht unwidersprochen stehen bleiben. Ein Theologe sollte sich mit dem beschäftigen, was er gelernt hat: Seelsorge.
    Margot

  2. Der Koran sagt dazu: (Sure 5.21)
    يَا قَوْمِ ادْخُلُوا الأَرْضَ المُقَدَّسَةَ الَّتِي كَتَبَ اللّهُ لَكُمْ وَلاَ تَرْتَدُّوا عَلَى أَدْبَارِكُمْ فَتَنقَلِبُوا خَاسِرِينَ
    Ya qawmi odkhuloo alarda almuqaddasata allatee kataba Allahu lakum wala tartaddoo AAala adbarikum fatanqaliboo khasireena
    O my people! Enter the holy land which Allah hath assigned unto you, and turn not back ignominiously, for then will ye be overthrown, to your own ruin.

    Allah hat das Heilige Land dem Volke Israel gegeben!

  3. „1997 forderte er eine Überwindung des christlichen Bekenntnisses, dass Jesus Christus für die Sünden der Menschen gestorben sei.“
    Laut Paulus waere er damit zum Antimessias zu zaehlen. Eine eindeutige Haeresie!

  4. Ich halte es da eher mit Offenbarung 18.4.
    Die Kirche hat schon immer ihren eigenen Christus geschaffen. Meiner Meinung nachhat der sehr wenig mit dem jüdischen Mashiach zu tun. Klar dass die Kirche und deren Vertreter sich gegen Israel wenden (müssen) Der Gott der Bibel macht Hawdala.
    Gute Arbeit, die Sie hier leisten, heplev, danke.

  5. wäre doch zu schön, wenn es Muslime geben würde, die anerkennen, daß sie ihren gesamten Text den Juden zu verdanken haben – übrigens Christen auch…

  6. Und solch ein geistlicher und geistiger Schrott predigte Sonntags in den Kirchen. Da brauchen sich die Menschen nicht zu wundern, das die Gotteshäuser immer leerer werden.Ich wollte aus der Kirche austreten, aber nein, ich bleibe und protestiere laut im
    Gottesdienst bei unbiblischen Predigten.Diese Pfaffenbrut ala Volmer, erinnert mich an Pfarrer Nymann in Wieda / Harz der den Gottesdienst 1945 mit deutschem Gruß eröffnete. Arme deutsche Jugend, der man in der Kirche nicht mehr das Evangelium predigt.
    Gebt den Kindern Speise und keine Steine.Früher ging man zur Beichte, heute zum Psychotherapeuten.
    Martin Fiedler Heilpraktiker Bad Salzuflen

  7. Kleine Hexenjagd gefällig?

    Auf diesen Seiten scheint dies eine gängige Praxis.
    Ein Pfarrer schreibt einen Artikel, in welchem Kritik geübt wird. Das es auch Kritik am real existierenden Staat Israel ist, scheint die Sache ja teuflisch zu machen.
    Wir deutschen haben uns am jüdischen Volk versündigt!!! Dies ist durch nichts zu entschuldigen! Da ich zu diesem schuldigen Volk gehöre, habe ich die verdammte Pflicht mich mit Recht und Unrecht auseinander zu setzen und Unrecht zu benennen, egal wo und durch wen es geschieht. Im Moment geschieht Unrecht, begangen von einer Regierung, welche demokratisch gewählt wurde. Wenn ich den Staat Israel für seine Politik nicht kritisieren darf, ohne dafür als Antisemit, oder Nazi diffamiert zu werden, frage ich mich allen Ernstes, was Ihr aus der Geschichte gelernt habt?
    Andreas Völker

    • Wer also Deutscher ist hat den Juden wegen des deutschen Völkermords an den Juden zu sagen, wie sie handeln sollen. Natürlich, was auch sonst. Wir Deutschen werden den Juden den Holocaust nie vergeben!
      Kann es sein, dass Herr Andreas Völker nicht lesen kann? Die Kritik an Vollmer besteht im Missbrauch der Bibel, um Israel das Existenzrecht abzusprechen. Das ist antisemitisch.
      Wer darf Israel nicht für seine Politik kritisieren? Jeder darf das. Die Frage ist, ob die Kritik angemessen ist, ob sie an anderen Staaten auch geübt würde, ob sie auch so geübt würde und ob man den Terroristen alles durchgehen lässt. Wir haben es im Nahen Osten mit einem grundsätzlichen Problem zu tun und das heißt: Sind die so genannten Palästinenser bereit sich mit einem (jüdischen) Staat Israel zu arrangieren oder wollen sie ihn vernichten, egal was Israel tut oder nicht tut. Und da hängen die Araber am zweiten Teil. So lange sie nicht bereit sind ihre Einstellung zu ändern, sind sie das Hauptproblem.

  8. Ich habe solche Art von Demagogie schon einmal erlebt.
    Worte wurden verdreht, bis sie in das kleine Weltbild passten, verbale und physische Schlägertrupps wurden entsannt um mundtot zu machen.
    Kritiker wurden diffamiert bis sie schwiegen oder gingen.
    In Israel gab es einmal Hoffnung, bis Jitzchak Rabin 1995 von einem rechten Fanatiker ermordet wurde. Auch die Fanatiker auf der palästinensischen Seite bejubelten diesen feigen Mord. Auch sie hatten Angst vor einem Frieden.
    Jetzt scheinen nur noch die rechten Schreihälse gehör zu finden, wie man in diesem Forum in erschreckender Weise nachlesen kann.

    Andreas Völker

    • Okay, wenn das so ist, bin ich jetzt gezwungen mein Weltbild so zu verrenken, dass ich den Herrn Völker ausfindig mache, mir einen Baseball-Schläger oder was Besseres besorge und ein paar Typen losschicke, um ihn mundtot zu machen, damit sein Weltbild stimmt?

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