Obamas neue Terrorbekämpfungsgruppe: die islamistische und pro-terroristische Türkei als Co-Chef gesalbt, Israel außen vor gelassen

Barry Rubin, Pajamas Media, 14. September 2011

Jedes Mal, wenn ich die Außenpolitik der Obama-Administration scharf kritisiere, gibt es diejenigen, die glauben, die Politik dieses Präsidenten unglaublich katastrophal zu nennen sei übertrieben. Innerhalb von ein paar Stunden bewies diese Regierung jedoch, dass meine Kritik genau ist – durch eine weitere erstaunlich schädigende, in die falsche Richtung laufende Aktion. Hier ist das jüngste Beispiel.

Außenministerin Hillary Clinton hat die Gründung eines neuen Global Counterterrorism Forum (GCTF – Globales Terrorbekämpfungs-Forum) angekündigt. Nach Angaben ihrer Stellungnahme ist diese Initiative die Hauptaktivität der Anstrengungen der Administration einen Rahmen für die internationalen Terrorbekämpfungsbemühungen zu organisieren. Mit anderen Worten: Sie ist sehr wichtig.

Doch als ich die Erklärung las, konnte ich nicht anders und dachte: Wieder ein paar Hundert Millionen Dollar im Orkus. Unternimmt diese Gruppe tatsächlich etwas, das nicht von bereits existierenden Organisationen gemacht werden kann? Ist der beste Weg den Terror zu bekämpfen die Schaffung neuer Bürokratien mit Büroflächen, hoch bezahlten Mitarbeitern, internationalen Reisen, weiteren nutzlosen Dokumenten und teuren Konferenzen?

Die Äußerung erklärt den Zweck seiner neuen Organisation:

„Um die sich entwickelnde terroristische Bedrohung anzugehen … indem Ländern an der direkten Front und betroffene Regionen die Mittel erwerben, um mit den Bedrohungen umzugehen, denen sie sich gegenüber sehen. Das gründet auf der Anerkennung, dass die USA alleine nicht jeden Terroristen oder Terrororganisation eliminieren können. Stattdessen muss die internationale Gemeinschaft zusammentreten, um Ländern zu helfen, die daran arbeiten der terroristischen Bedrohung entgegenzutreten.“

Das ist natürlich die Sprache des Multikulturalismus der Obama-Administration. Wie sieht aber das Motiv eines Landes aus bei der Eliminierung von Terroristen zu helfen? Selbstinteresse, denn diese Länder oder ihre Interessen werden durch diese Gruppen angegriffen. Und was ist, wenn sie das nicht tun? Wenn sie die Ziele der Terroristen unterstützen? Daher werden die Türkei, Ägypten, Qatar und die Vereinigten Arabischen Emirate und Pakistan kein Verbündeten in der Schlacht gegen die Hamas, Hisbollah und radikalislamische Gruppen allgemein sein. Wird weiteres von Amerika gesponsertes Training die Effektivität Pakistans verbessern, wenn Korruption und Politik dafür sorgen, dass sein Militär die Al-Qaida schützt, ihr sogar hilft?

So weit der Plan für diese Gruppe irgendeinen Zweck für die reale Welt zum Ausdruck bringt, soll er den Ländern helfen, die am stärksten vom Terroristen betroffen sind. Es gibt 30 Gründungsmitglieder. Die meisten davon – ich würde sagen zwei Drittel – sind heute keiner terroristischen Bedrohung ausgesetzt. Zu den Mitgliedern aus dem Nahen Osten gehören Algerien, Ägypten, Jordanien, Marokko, Qatar, Saudi-Arabien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Schweiz ist Mitglied; Pakistan und Indien sind Mitglied, obwohl ersteres Terror gegen letzteres sponsert; Israel ist keins. Denken Sie daran, dass Israel nicht nur das einzige Land ist, das am stärksten vom Terrorismus bedroht ist, sondern auch das mit der meisten Erfahrung und Kompetenz bei der Terrorbekämpfung. Natürlich würden die acht arabischen Staaten – zusammen mit Indonesien und Pakistan – nicht zusammen mit Israel an den Programmen teilnehmen. Doch dieses Problem könnte auf verschiedene Weisen leicht geregelt werden, wie es früher in solchen Gruppen gemacht wurde, zum Beispiel durch Gründung regionaler Untergruppen.

Schließlich gibt es unter den Plänen der neuen Organisation das „erste jemals vorhandene multilaterale Trainings- und Forschungszentrum, das sich darauf konzentriert gewalttätigem Extremismus entgegenzutreten, die in der Golfregion Zuhause ist“. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass durch die Golfregion als Standortwahl – anders als bei allen anderen Standorten, die hätten gewählt werden können – sichergestellt ist, dass kein Israeli jemals als Ausbilder oder Übender dort sein wird. Das Zentrum hätte problemlos auf dem Territorium von mehr als zwanzig anderen, nicht arabischen Mitglieder installiert werden können.

Doch da ist noch mehr. Die USA führen diese neue Organisation nicht alleine. Sie haben einen Co-Direktor. Dieser Co-Direktor ist die Türkei.

Natürlich ist die Türkei in der Vergangenheit Terrorismus ausgesetzt gewesen. Man mag zwar für sie großes Mitgefühl in diesem Kampf haben, aber die türkische Regierung hat auch Methoden eingesetzt, zu denen Todesschwadronen und Menschenrechtsverletzungen gehören, die weit schlimmer waren, als die Methoden, die so laut von den Vereinigten Staaten verurteilt wurden, wenn sie von anderen Ländern begangen wurden.

Unglücklicherweise ist das türkische Regime heute ein wichtiger Unterstützer von Terrorgruppen wie der Hamas und der Hisbollah. Zusätzlich ist die türkische Regierung eng mit der IHH verbündet, einer islamistischen Terrorgruppe, die von der türkischen Regierung bei der Gaza-Flottille unterstützt wurde, um eine internationale Krise zu schaffen.

Ausgerechnet in dem Moment, in dem die US-Regierung die türkische Regierung zu ihrem Partner in der Terrorbekämpfung macht, verwandelt diese Regierung die Türkei in eine Diktatur. Jeden Tag werden Offiziere des Militärs aufgrund lächerlicher Vorwürfe verhaftet. Die Freiheit schrumpft stetig.

Auf der internationalen Ebene belohnt die Obama-Administration eine Regierung, die den von den USA gestützten Sanktionen gegen den Iran widersetzte und der US-Regierung in den Rücken fiel, indem sie versuchte einen separaten Handel mit dem Iran zu puschen, um die Sanktionierungsbemühungen zu untergraben. Außerdem belohnt sie die Regierung in Ankara dadurch, dass sie sie zum von den USA ernannten Vermittler um die Zukunft Syriens macht, trotz der Tatsache, dass das türkische Regime für die Zukunft eine islamistische Regierung in Damaskus befürwortet, wie sich die Oppositionellen in Syrien bitter beschweren.

Das „türkische Modell“, das die US-Regierung für die Arabisch sprechende Welt oft verficht, bedeutet in Wirklichkeit die Schaffung islamistischer, antiwestlicher Regime, die Zuhause danach streben ihre Gesellschaft in islamistische Diktaturen zu transformieren und in ihrer Außenpolitik Terrorgruppen unterstützen, Israel bekämpfen und andere US-Alliierte untergraben. Das ist, gelinde gesagt, keine brillante Idee.

Was dies aber vom Absurden und Bizarren zum wahrhaft Gefährlichen macht, ist die Tatsache, dass die US-Regierung einmal mehr den Status der Türkei aufwertet und das zu einer Zeit, in der deren Premierminister offen von Krieg gegen Israel spricht und sich in einer unverantwortlicheren, kurzsichtigeren Weise verhält als jede türkische Regierung es seit 1914 getan hat.

Es ist geschichtlicher Fakt, dass die damalige Regierung töricht auf der Seite der Deutschen in den Ersten Weltkrieg eintrat. Das Ergebnis davon war innerhalb von vier Jahren die Massaker an den Armeniern, totale Niederlage, Verlust des Imperiums des Landes, horrende Krankheiten und Tod, die zwanzig Prozent der Bevölkerung Anatoliens ausrotteten und die Besetzung großer Teile der Türkei durch fremde Armeen.

In Reaktion auf diese Erfahrung erklärte Kemal Atatürk, der Gründer der Republik, weise das Diktum, das die türkische Außenpolitik acht Jahrzehnte lang bestimmte: Frieden Zuhause; Frieden außerhalb der Grenzen. Die Außenpolitik des islamistischen Regimes wird nicht länger von diesem Konzept geleitet.

4 Gedanken zu “Obamas neue Terrorbekämpfungsgruppe: die islamistische und pro-terroristische Türkei als Co-Chef gesalbt, Israel außen vor gelassen

    • Hab‘ Freunde dort.
      Die USA sind ein wichtiger Verbündeter für Israel. Wenn President Zero in Sachen Nahost Mist veranstaltet, dann hat das schwere Auswirkungen für und auf Israel. Den Sch…, den der baut, müssen die Israelis ausbaden.

  1. Nun ich würde mich keine größere Gedanken über die Zukunft von der Türkei machen. Wenn die Investoren Wind davon bekommen, wie die Wirtschaft der Türkei WIRKLICH aussieht (Außenhandeldefizit, Inflation, Verschuldung der privaten Haushalten) werden das Geld aus dem Land abziehen und die Türkei wird genauso Pleite wie Griechenland. Dann ist Erdowahn erledigt. Nur Geduld.

    • Investoren sind nicht dumm. Sobald die Zahlen nicht mehr stimmen, ziehen sie ihr Kapital schnell wieder ab. Dann kann Erdowahn seinen Krieg mit Steinschleudern führen.

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