Die Zeit ist auf der Seite Israels

Yoram Ettinger, Israel haYom, 3. Oktober 2011

Die Zeit läuft zu Israels Gunsten, ganz im Gegensatz zur gängigen Meinung; das bezeugt der „global economic walk“ (weltweite Wirtschaftsentwicklung), ungeachtet des „global political talk“ (weltweites politisches Gerede).

Zu Beginn des jüdischen neuen Jahres 5772 steht Israels Bruttoinlandsprodukt bei $240 Milliarden, das Land hat ein Defizit von 3 Prozent, 5,7% Arbeitslosigkeit, 3% Zinsrate und 3% Inflation – verglichen mit $38 Milliarden BIP im Jahr 1990 und $1 Milliarde im Jahr 1949. Israels Kredit-Rating wurde von Standard & Poor vor kurzem höher gesetzt, wodurch das Land zu den Top-OECD-Wirtschaften gehört.

1948 hatte Israel keine signifikanten Exporte, verglichen mit einem aktuellen Kontostand von $6,7 Milliarden Überschuss für 2010 mit den USA, Europa und Indien als Haupthandelspartnern. Trotz der störenden türkischen Äußerungen ist das Handelsvolumen zwischen Israel und der Türkei seit dem Machtantritt der islamischen AKP im Jahr 2002 um 140% in die Höhe geschossen – $3,45 Milliarden für 2010 verglichen mit $1,4 Milliarden für 2002. Ungeachtet der politischen Spannungen weist das erste Quartal 2011 gegenüber dem ersten Quartal 2010 eine 40%-ige Zunahme im für beide Seiten vorteilhaften Handel zwischen Israel und der Türkei auf.

2001 ist Israel stolz auf seine robusten Exporte, trotz des weltweiten wirtschaftlichen Zusammenbruchs; das liegt an seinen hoch spezialisierten Exportwegen, die entscheidende globale Bedürfnisse in den Bereichen Arzneimittel, medizinischer Geräte, Biomedizin, Landwirtschaft, Wassertechnologie, Energiealternativen, Software, Laptop-Computer, Telekommunikation und Verteidigungsindustrie. Letztere zeigt Israel als fünftgrößten Militär-Exporteur. „Trading Economics“ aus New York berichtet von einem israelischen Handelsüberschuss von $1 Milliarde im ersten Quartal 2011.

Vor kurzem entdeckte die Firma Noble Energy aus Housten vor der Küste nachgewiesene Erdgasvorkommen, die Israel bis 2014 von fast völliger Abhängigkeit von importierter Energie zu einem wichtigen Exporteur von Erdgas machen wird. Der jüdische Staat ist „einen strahlende High-Tech-Stadt auf einem Hügel“, die führende Weltfirmen, Risikokapital und Investment-Banken anzieht, die einzigartige Arbeitskraft und innovative Top-Technologien suchen. Die europäische Gemeinschaft ernannt Israel zum Kopf ihrer High-Technology-Kommissionen.

Microsoft-Vorstandschef Steve Ballmer nennt seine Microsoft eine genauso israelische wie amerikanischen Firma; der Grund ist die Bedeutung seiner israelischen Technologien wie dem Kinect Spielbewegungssensor-Interface, dem am schnellsten wachsenden elektronischen Konsumentenprodukt der Geschichte. Dasselbe gilt zunehmend für Google, Cisco und eBay; und Apples Speichersystem für seine iPhones, iPods und iPads. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden von Intel wäre diese Firma von der Konkurrenz vernichtet worden, hätte es nicht die vier Forschungs- und Entwicklungszentren und zwei Produktionsstätten in Israel gegeben, die die fortschrittlichsten Mikroprozessoren entwickelten, Pentium, Sandbridge, Atom und Centrino.

Die führenden amerikanischen Risikokapital-Fonds Sequoia, Greylock, Accel und Orbimed sind zu regelmäßigen Investoren in Israel geworden und rund 400 globale High-Tech-Firmen haben Forschungs- und Produktionsstätten in Israel. IBM und Computer Associates kauften gerade ihre neunte bzw. zehnte israelische Firma auf. Übersee-Investitionen in Israels High-Tech-Bereich gehen über jedes einzelne europäische Land und Frankreich sowie Deutschland zusammen hinaus.

Die amerikanische Verteidigungsindustrie ist zu einem wichtigen Nutznießer der einzigartigen technologischen und Kampfkapazitäten Israels geworden. Dadurch enthält die derzeitige Generation der F-16 mehr als 600 von Israel eingeführte Modifikationen, die sie zu einem weltweiten Erfolg macht und amerikanische Arbeitsplätze sowie Forschungs-, Entwicklungs- und Export-Infrastrukturen steigert. Die Zusammenarbeit von Northrop Grummans Robotics-Abteilung und die Verkäufe nach Israel haben die Qualität seiner Produkte dramatisch verbessert, wie es mit Hunderten von Israel eingesetzten US-Verteidigungssystemen der Fall gewesen ist.

Im Rückblick sind arabische Kriege und Terrorismus, geopolitische Restriktionen und begrenzte natürliche Ressourcen nichts als Dellen auf dem Weg eines beispiellosen israelischen Wirtschafts-, Technologie- Bildungs- und Verteidigungsaufstiegs gewesen, der der Menschheit als Ganzem zugute gekommen ist.

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Mehr lesen: Richard Herzinger ergänzt (und zitiert) Ettinger

2 Gedanken zu “Die Zeit ist auf der Seite Israels

  1. Informativer Bericht wirklich abseits des mainstream und noch dazu schön geschrieben! Es lebe Israel.

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