Überbewertet: Mahmud Abbas

Melanie Phillips, 12. Oktober 2011

Mahmud Abbas ist der Mann, vom dem Großbritannien, Amerika und Europa glauben, er verdiene es Präsident eines unabhängigen Staates Palästina zu sein – dessen Gründung, so sagen sie sich selbst, den Stillstand im Nahen Osten beenden würde.

Für westliche Augen ist der von der Fatah gestützte Präsident der palästinensischen Autonomie ein Moderater. Es ist jedoch einfach erstaunlich, dass er so gesehen wird. Noch erstaunlicher ist, dass westliche Liberale ihn begrüßen und einen Freifahrtschein für sein Benehmen geben.

Sowohl er wie auch das von ihm kontrollierte palästinensische Establishment sagen immer wieder, dass sie Israel niemals als jüdischen Staat anerkennen werden. Sein Ziel bleibt also die Vernichtung Israels. Er und sein Volk sagen immer wieder, dass nicht einem einzigen Juden erlaubt sein wird in Palästina zu leben. Ein solcher Staat wäre daher ein rassistisches, von Juden ethnisch gereinigtes Gebilde.

Abbas ist sogar noch weiter gegangen; er hat klar gemacht, dass eine Fanatismus sich nur gegen Israel richtet. Bezüglich der Möglichkeit, dass NATO-Streitkräfte eingesetzt werden könnten, um eine Regelung zu überwachen, erklärte Abbas: „Ich werden die Anwesenheit von Juden in diese Streitkräften nicht akzeptieren.“

Solcher Fanatismus überrascht nicht, angesichts dessen, dass er in Moskau das sowjetische Äquivalent eines Doktortitels für eine auf Arabisch veröffentlichte Dissertation mit dem Titel „Die andere Seite: die heimlichen Beziehungen zwischen dem Nationalsozialismus und der Führung der Zionistenbewegung“ erhielt, in dem er behauptete, dass der Holocaust nie stattfand.

Er erklärte, dass die Gaskammern nie genutzt wurden um Juden zu ermorden und dass höchstens 890.000 Juden von den Nazis getötet wurden. Das geschah, behauptete er, zum Teil, weil die Zionisten eine Hetzkampagne gegen die unter der Naziherrschaft lebenden Juden führte, um deren Auslöschung anzutreiben und so den Sieg des Zionismus herbeizuführen.

Abbas leugnet nicht nur widerlich den Holocaust, er und seine Kumpane leugneten auch wiederholt die Geschichte des jüdischen Volks mit ihrer falschen Behauptung, die Palästinenser statt der Juden seien die authentischen Einwohner des Landes.

Auf Englisch gibt er zwar Plattitüden zum Ziel zweier Seite an Seite lebender Staaten von sich, doch wenn er auf Arabisch spricht, leugnen Abbas und Co. Israels Recht auch nur zu existieren.

Obwohl die Juden das einzige Volk sind, für das Israel jemals ihr Nationalstaat war, erklärte die von der PA kontrollierte Zeitung Al-Hayat al-Jadida früher in diesem Jahr: „Die Zionisten müssen vor der Welt öffentlich zugeben, dass die Juden keine Verbindung zum palästinensisch-arabischen Land haben.“

Und im letzten Mai (in einer Rede, die von einem Berater vorgelesen wurde) verhöhnte Abbas die 3000 Jahre alte historische Anwesenheit der Juden im Land Israel als bloße Behauptung – und behauptete eine völlig fiktive 9.000-jährige palästinensische Anwesenheit, die bis zu 7000 v.Chr. zurückreichen soll. Trotz der Tatsache, dass damals kein Volk wie die Palästinenser existierte, erklärte Abbas, dies mache sei zu „Eigentümern der Geschichte“.

Abbas mag wie ein freundlich gesinnter Geschäftsmann daher kommen, Fakt ist aber, dass er in Terrorismus versunken ist. Er hat damit geprahlt „Kämpfer“ losgeschickt zu haben um wäührend der Intifada von 2000 – 2005 israelische Zivilisten zu ermorden. Und heute beharrt er darauf den Mord an unschuldigen Israelis zu glorifizieren und die Mörder mit Ehren zu überhäufen.

Einmal mehr spricht er in Englisch und in Arabisch mit gespaltener Zunge. In einem jüngst erfolgten Interview mit dem israelischen Fernsehen verurteilte er die palästinensische Benennung eines Platzes nach Dalal Mughrabi – die Terroristin, die 1978 eine Gräueltat verübte, als fast 40 israelische Zivilisten bei lebendigem Leibe in einem gekaperten Bus verbrannten. Als er aber 2010 vor Palästinensern sprach, sagte Abbas: „Natürlich wollen wir einen Platz nach ihr benennen… Wir führten eine Militäraktion aus. Kann ich mich dann später von dem distanzieren, was wir getan haben?“

Unter Abbas glorifiziert die PA regelmäßig Terroristen und verwandelt sie in Vorbilder. Nach dem Tod von Amin al-Hindi, dem hochrangigen Planer des Massakers an israelischen Athleten bei den Olympischen Spielen 1972 in München nahm Abbas höchstpersönlich an dem für diesen von der PA besorgten Begräbnis mit rotem Teppich teil. Er beschrieb einen weiteren Terroristen von München, Muhammad Daoud Oudeh, als „einen wundervollen Bruder, Kameraden, zäh und hartnäckig, unermüdlichen Kämpfer“. Er tut auch nichts, um diese Hetze zum Hass und Mord an Juden und Israelis zu beenden, die in Bildungsmaterial, Predigen und den Medien unter seiner Kontrolle publik gemacht werden.

Das ist nicht das Benehmen eines Moderaten. Dies ist ein Mann, der in Gerichtssälen sein sollte, wo wegen Massenmord gegen ihn verhandelt wird. Dennoch ist er der Mann, dem der Westen erklärt, Israel müsse Zugeständnisse machen, damit er einen eigenen Staat an dessen Grenze pflanzen kann, von dem die Leute in seinem Umfeld klar mache, dass er als Sprungbrett genutzt werden wird, um Israel zu vernichten.

Die Tatsache, dass Abbas keine Zugeständnisse gemacht hat, wird ignoriert. Die Tatsache, dass er ein Ende des Siedlungsbaus verlangt, es aber trotzdem ablehnte zu verhandeln, während diese Bautätigkeit eingefroren war, wird ignoriert. Die Tatsache, dass er ein Judenhasser ist, der sich der ethnischen Säuberung und der Vernichtung eines Landes verschrieben hat, wird ignoriert.

Der Westen gibt Abbas einen Freifahrtschein, weil er glaubt, es gäbe keine Alternativlösung zu der einen, die er vorschlägt. Doch die Lösung, die er repräsentiert, ist schrecklicherweise eine Endlösung.

2 Gedanken zu “Überbewertet: Mahmud Abbas

  1. Frage: Warum werden die Tatsachen und Fakten in diesen Artikel, wenn sie der Wahrheit entprechen nicht medial genutzt? Oder sind dies Jugendsünden von diesen Menschen. Denn sonst verleirt Israel diesen Krieg der Heute zu großen Teil auf medialer Ebene statfindet.

  2. Ist doch ganz einfach: Weil die versammelten Mediendie Tatsachen nicht vernehmen WILL. Es läuft schon seit Jahren eine Delegitimationskampagne gegen Israel. Dabei werden immer wieder abstruse Behauptungen gemacht, die zwar falsch sind, die aber das geneigte Publikum – besonders auch in Europa – gernz zu hören bereit ist, weil man ja vielleicht auch schon mal in Ägypten oder in der Türkei war und somit Nahost-Experte ist. Zudem legt man die eigenen europäischen Maßstäbe an und geht von vorneherein von falschen Fakten aus.
    Nach meiner Erfahrung ist nahezu ALLES, was hier in Deutschland, ob im Staatsrundfunk oder den Staatsmedien, erzählt/berichtet/kommentiert wird, einseitig und von den Fakten her schief oder falsch.
    Im Kalten Krieg hätte man das eine Desinformationskampagne genannt.
    Und: Ja, es ist alles nachzulesen, was im Artikel steht. Nur – es will niemand lesen.

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