Knallchargen

Redaktion „New York Magazine“ – die Irren haben tatsächlich die Dreistigkeit Obama als den „ersten jüdischen Präsidenten“ zu bezeichnen. Und „das Beste, was es im Moment für Israel gibt“. Natürlich, der Stümper, der den „Palästinensern“ alles geliefert hat, um ihren antiisraelischen Kurs zu verschärfen und den Friedensprozess endgültig zu beenden, der soll das Beste sein, was Israel passiert ist. Geht’s noch?

Christian Wulff, Bundespräsident – Ralph Giordano hat ein paar Anmerkungen und Fragen zu Wulffs Behauptung: „Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen.“ Ausgerechnet die Truppen, die dabei sind eine säkulare Demokratie in einen islamistischen Gottesstaat umzubauen!
Zettel hat eine weitere Dummheit in den Äußerungen Wulffs gefunden.

Michael Bloomberg, Bürgermeister (New York City) – die wichtigste Aufgabe einer Regierung ist, dass die Bevölkerung Gemüse isst (bitte Rohkost), während die wichtigste Aufgabe des Bürgers ist Obama zum Erfolg zu verhelfen.

Angela Merkel, Bundeskanzlerin – die Genehmigung der Baupläne für Gilo wirft Zweifel an der Friedensbereitschaft der Regierung Netanyahu auf; es ist an Netanyahu, die deutschen Zweifel an der Bereitschaft sich mit den Palästinensern zusammenzusetzen zu zerstreuen. Das ist ja auch Aufgabe des Premierministers, Wohnungsbau in Jerusalem zu genehmigen und kein Verwaltungsakt der Stadt bzw. des Innenministeriums. Und natürlich hat sie auch genauso an Herrn Abbas „appelliert“; „dessen Bemühungen, die Hamas an einer ‚palästinensischen Einheitsregierung‘ zu beteiligen, unterstreichen aber freilich nur, wie sehr er an einer Konfliktlösung interessiert ist.“ Oder so. Jedenfalls hat sie das nicht. Der darf weiter tatsächlich beweisen, dass er keinen Frieden will, ohne dass man ihm seinen Friedenswillen deswegen abspricht.

Leon Panetta, US-Verteidigungsminister – er fordert Israel auf seine Beziehungen zu den Nachbarn zu verbessern, weil es zunehmend isoliert ist. Israelische Führer müssen die Verhandlungen mit den Palästinensern wieder aufnehmen und daran arbeiten die Beziehungen mit Ägypten und der Türkei „wiederherzustellen“. Das ist so, als würde mir einer sagen, ich sollte mich gefälligst mit dem Typen zusammen an einen Tisch setzen, der mich nicht nur ständig beschimpft, sondern auch meine Scheiben einschmeißt und geifert, er werde mir das Haus überm Kopf anzünden – und sich Vermittlungsversuchen durch Polizei, Mediatoren usw. widersetzt, so lange ich ihm das Haus nicht überschreibe!

Desmond Tutu, Erzbischof in Rente – er tut es nie unter Maximal-Verdammungen (bzw. –Verleumdungen): Man kann der Regierung Südafrikas so einiges vorhalten und die Entscheidung, aus Rücksicht auf die Kommunisten in Peking den Dalai Lama nicht ins Land zu lassen, ist mit Sicherheit weder Ruhmesblatt noch zeugt es von Rückgrat. Aber deshalb die ANC-Regierung – die ich für ziemlich inkompetent und moralisch alles andere als astrein halte – mit dem Apartheid-Regime gleichzusetzen oder sich dieses quasi zurückzuwünschen, ist derart übertrieben, dass man daran festmachen kann, wie seine Äußerungen über Israel einzuschätzen sind: völliger Stumpfsinn, völlige Verblödung, absolute Hetze.

Dominik Reinle, WDR – Die „pro-israelische“ Haltung von PI ist allerdings beschränkt. Als im Juni 2007 die jüdische Anwältin und Alternative Nobelpreisträgerin Felicia Langer einen Vortrag an der Uni Bonn hielt, hatte PI seine Leser zuvor aufgerufen, „aktiv und deutlich“ an der Veranstaltung teilzunehmen, schrieb der Qualitätsjournalist 2007 über Politically Incorrect. Mit anderen Worten: Pro-Israel heißt, antiisraelische Hetze zu genehmigen, zuzulassen und gut zu finden; Alibijuden und jüdischen Antisemiten entgegenzutreten und sie mit Fakten zu konfrontieren, ihnen Argumente entgegenzuhalten, ist antiisraelisch. Was für eine Logik!

Diane Sawyer, ABC – Über die „Occupy Wall Street“-Linkenbewegung sagte sie: „Bis heute Abend hat sie sich auf mehr als 250 amerikanische Städte ausgebreitet, auf mehr als eintausend Länder – jeden Kontinent außer der Antarktis.“ Toll, die Welt ist größer geworden. Und sogar die Eisbären demonstrieren in der Arktis!

SkyNews – Gilad Shalit wurde „in Gaza“ (=Gazastreifen, nicht Gaza Stadt) gefangen genommen. Aber warum Quellen nutzen, die es richtig wissen (z.B. WAFA), wenn man sich die „Informationen“ von der Hamas holen kann?

DIE ZEIT – Dort zeigen sie ein Bild von David Gerbi, wie er in der zerstörten Synagoge in Tripolis (Libyen) betet. Was sie nicht sagen – es bleibt einem Leserkommentar überlassen das zu tun: Gerbi musste inzwischen aus Libyen flüchten, weil Juden dort nicht weniger unerwünscht sind als unter Gaddafi!

Ban Ki-moon, UNO-Generalsekretär – der sich mal wieder als Ober-Friedensspinner outet: Der Shalit-Deal sei „ein positiver Schritt Richtung Frieden“, behauptet Ban. Der Vollpfosten ignoriert wieder einmal alles, was die Terroristen von sich geben: Wir entführen weiter, wir terrorisieren weiter, wir werden Israel beseitigen – eine andere Botschaft geht von ihnen nicht aus. Das soll ein „positiver Schritt Richtung Frieden“ sein?
Daneben erweckt seine Darstellung den Eindruck, als würde er Shalit und die Massenmord-Terroristen gleichsetzen, da er keinen Unterschied zwischen deren Tun macht: Galid als Wehrpflichtiger einerseits und die Mörder von Jugendlichen vor einer Disko, die Mörder von Besuchern einer Pizzeria, die Mörder von Teilnehmer eines Seder-Mahls in einem Hotel in Netanya – alles „Palästinenser, deren Menschenrechte die ganze Zeit verletzt wurden“? Der Mann ist lächerlich!

Guido Westerwelle, Außenminister-Darsteller – Er glaubt tatsächlich, die Freilassung von Hunderten von terroristischen Mördern, die parktisch alle schwören damit weiterzumachen, sei eine Chance für den Frieden: „Die Freilassung von Gilad Shalit und der Gefangenenaustausch müssen jetzt als Chance genutzt werden, um neue Bewegung in den Nahost-Friedensprozess zu bringen“, wird er zitiert. Und schiebt dann hinterher: „Ich appelliere an beide Seiten, alles zu unterlassen, was die Wiederaufnahme von direkten Gesprächen oder den Erfolg von Friedensverhandlungen gefährden könnte.“ Die sind nicht gefährdet, die sind tot, so lange Mahmud Abbas sich verweigert und (nicht nur) die Hamas weiter bombt und raketet und sonstige Mordversuche unternimmt!

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