Die „Galiläa-Freiheitsbataillone“ und der „Stufenplan“ der PLO von 1974

Elder of Ziyon, 12. März 2011

Die vorher unbekannte Gruppe, die die Verantwortung für das Massaker in der Mercaz HaRav-Jeschiwa beanspruchte, nennt sich „Galiläa-Freiheitsbataillone – die Märtyrer des Imad Mughniyeh“. Viele haben die zweite Hälfte dieses Namens kommentiert und gefragt, ob das eine Fassadentruppe der Hisbollah ist.

Wir sollten uns aber wegen der ersten Hälfte mehr Sorgen machen.

1974 führte die PLO den „Stufenplan“ zur Vernichtung Israels ein. Selbst damals war das Ziel kein unabhängiger Palästinenserstaat, sondern die schrittweise Vernichtung Israels – man würde sich alles Territorium greifen, dessen man durch welche Mittel auch immer habhaft werden kann und als Ausgangspunkt nutzen, um sich mehr greifen – bei dem ein unabhängiger palästinensisch-arabischer Staat nur ein Zwischenschritt auf dem Weg hin zu einem panarabischen Staat war.

2. Die Palästinensische Befreiungsorganisation wird alle Mittel einsetzen, in erster Linie und hauptsächlich den bewaffneten Kampf, um palästinensisches Territorium zu befreien und die unabhängige kämpfende nationale Behörde für das Volk auf jedem Teil des palästinensischen Territoriums, das befreit wird. Dies wird weitere Veränderungen erfordern, die in der Machtbalance zugunsten unseres Volkes und seines Kampfes geschehen werden.

3. Die Befreiungsorganisation wird gegen jeden Vorschlag für eine palästinensisches Gebilde kämpfen, dessen Preis die Anerkennung, Frieden, sichere Grenzen, Verzicht auf nationale Rechte und Entzug der Rechte unseres Volkes auf Rückkehr und Selbstbestimmung auf dem Boden seiner Heimat ist.

4. Jeder hin zur Befreiung unternommene Schritt ist ein Schritt hin zur Verwirklichung der Strategie der Befreiungsorganisation zur Gründung des demokratischen Palästinenserstaats, wie er in den Resolutionen der früheren Palästinensischen Nationalräte festgelegt wurde.

8. Einmal gegründet, wird die palästinensisch Nationalbehörde danach streben eine Union der Konfrontationsländer zu erzielen, deren Ziel die Vollendung der Befreiung allen palästinensischen Territoriums ist und als Schritt auf der Straße zu umfassender arabischer Einheit.

Und unmittelbar nachdem er 1993 die Oslo-Vereinbarungen unterschrieb, sagte Arafat einem Radiosender, dass die Vereinbarungen

… die Grundlage eines unabhängigen Palästinenserstaates in Übereinstimmung mit der 1974 ausgegebenen Resolution des palästinensischen Nationalrats sein werden… Die 1974 ausgegebene PNC-Resolution fordert die Gründung einer nationalen Behörde auf jedem Teil des palästinensischen Bodens, von dem Israel sich zurückzieht oder der befreit wird.

Arafat nahm während Oslo ständig Bezug auf den Plan von 1974. Dies ist die Grundlage für die „guter Bulle, böser Bulle“-Routine, die wir zwischen Abbas und der Hamas sehen – einer versucht durch angeblich friedliche Mittel Territorium zu greifen, einer durch Krieg – beide mit demselben Endziel, das 1974 in Kairo festgeschrieben wurde.

In diesem Zusammenhang betrachtet macht es perfekt Sinn, dass die PLO jetzt alle westlichen Länder dazu bringt Israel sich auf die Grüne Linie zurückzuziehen, aber auch die Vorbereitung der nächsten Stufe jetzt beginnt.

Was uns zu den „Galiläa-Freiheitsbataillonen“ zurückbringt.

Da Galiläa einen großen arabischen Bevölkerungsanteil hat, ist es der logische Ort um die nächste Stufe des Stufenplan zu beginnen. Sie werden anfangen dafür zu agitieren, dass Galiläa Teil des arabischen Palästinenser sein soll. Das klingt jetzt noch absurd, doch nach einem Jahrzehnt der Aufhetzung der Araber Galiläas sowie Terroranschlägen, zusammen mit linken Israelis, die wegen einer vermeintlichen „demografischen“ Bedrohung zu Tode verängstigt sind, wird es in den kommenden Jahren immer vernünftiger erscheinen.

Diese Gruppe veröffentlichte gerade das Bild des Mörders in militärischer Tarnuniform, womit die Behauptung verstärkt wird, dass es sie wirklich gibt (nach Angaben von Palestine Today behaupten sie die Hisbollah zu verehren, aber nicht mit ihr verbunden sind). Der Problem ist aber nicht, ob es diese Gruppe gibt oder nicht; das Problem ist, dass all diese Terrorgruppen und Quasi-Regierungsgremien am selben Ziel arbeiten und dieselben Methoden anwenden, die 1974 formuliert wurden.

Ein Gedanke zu “Die „Galiläa-Freiheitsbataillone“ und der „Stufenplan“ der PLO von 1974

  1. ich möchte hier zu auf das palästinensische manifest hinweisen. am besten kommentiert von yehoshafat harkabi.
    a)in dem palestinensischen staat werden nur die juden die vor 1917 in palästina ansässig waren. als palätinenser anerkannt(art.6)
    b)die juden sind kein volk und haben daher kein anrecht auf selbstbestimmung und einen staat(art.20)
    c)nur die palästinenser haben das recht auf selbstbestimmung,und sind die herren des ganzen landes.(art.3und21)
    d)jegliche lösung,die nicht die völlige befreiung des landes bedeutet,wird abgelehnt.dieses ziel kann nicht auf politischen ,sondern nur auf millitärischem wege erreicht werden.(art.9und 31)
    e)der kampf gegen israel ist gesetzlich ,während israels selbstverteidigung ungesetzlich ist(atr.18)
    dies wurde 1964 auf dem ersten palästin.kongres beschlossen.das führte zur gründung der plo.
    1968 nahmen vertreter aller pal. organisationen in kairo am 4.kongreß teil .die fatah bekam 35 sitze ,die volksfront zur befreiung palästinas(beteiligt an der entführung shalits)
    10 sitze.zu dem kreis gehören auch die fedayin u.s.w.
    geändert kann das nur durch eine zweidrittel mehrheit werden.
    angesichts der weiteren entwicklung die in „palästina „statt gefunden hat, gehe ich davon aus das dieses „werk“,bis heute gültig ist…ich bezeichne das als arafats vermächtnis.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.