Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30.10.-05.11.11)

Sonntag, 30.10.2011:

Den genauen Ablauf des Terrors gegen Israels Zivilbevölkerung und der israelischen Gegenschläge gegen die Terroristen von Samstagmittag bis Sonntagmorgen ist hier zu finden.

Ein saudischer Prinz hat das Kopfgeld für die Entführung israelischer Soldaten „aufgestockt“: $900.000 soll derjenige von ihm bekommen, der einen israelischen Soldaten entführt. Man könnte jetzt daran gehen zu fragen, was diesem saudischen Barbaren das Leben eines „Palästinensers“ oder überhaupt eines Arabers wert ist. Sicherlich nicht ansatzweise so viel.

Robert Serry, UNO-Sonderkoordinator für den Nahen Osten, ließ wissen, dass die „jüngsten Eskalationen sehr besorgniserregend sind“. Dass es dazu nicht kommt, wenn die Terroristen nicht terrorisieren, fällt ihm nicht auf, Israel muss immer „kritisiert“ werden.

Auch Lady Ashton bedauert – und „verurteilt aus ganzem Herzen die keine Unterschiede machenden Angriffe auf Zivilisten von beiden Seiten der Grenze“ und fordert „beide Seiten, dass sie die am Sonntagmorgen vereinbarte Waffenruhe respektieren“. Die dumme Kuh hat nicht begriffen, dass Israel keine Zivilisten beschießt; und von Israel zu fordern eine „Waffenruhe“ einzuhalten, die von den Terroristen gar nicht akzeptiert wurde, ist eine Frechheit, für die man ihr gewaltig den Hintern versohlen sollte.

Die ägyptische Regierung wollte die Hamas und die übrigen Terroristen dazu bringen einen Waffenstillstand auszurufen. Die Terroristen lehnen das ab. Der PIJ deutete allerdings an, dass man eventuell eine inoffizielle Waffenruhe einhalten würde, wenn Israel keine Vergeltungsschläge mehr durchführt (mit anderen Worten: Sie wollen den letzten Schuss haben, damit sie prahlen können Israel sei vor ihnen eingeknickt).

Mahmud Abbas hat gegenüber israelischem Fernsehen zugegeben, dass die Araber 1947/48 einen Fehler machten, als sie die Teilungsresolution ablehnten. Aber nur, um sich zu beschweren, die Israelis würden sie immer noch für diesen Fehler bestrafen, seit inzwischen 64 Jahren. Netter Versuch, Heuchler: Wer hat denn die 64 Jahre lang versucht alles zu unternehmen, um die Juden ins Meer zu treiben? Wer hat denn versucht 64 Jahre lang die Juden für ihren Sieg und ihr Überleben zu bestrafen? Wer Israel keine Chance lässt als sich mit allen Mitteln zu verteidigen oder unterzugehen, der sollte nicht so heuchlerisch Beschwerden in die Welt setzen, Israel würde ihn „immer noch bestrafen“!

Noch eine Nettigkeit dieses „Friedenspartners“: Die Hamas spendierte den entlassenen Terroristen $2.000 pro Nase. Abbas fand, das ist zu wenig – und stockte um $5.000 pro Person auf. So macht Frieden schließen richtig Spaß!

Montag, 31.10.2011:

Verdammt gute Quote: Seit die Terrorgruppen in Gaza sich entschieden, dass sie sich nicht weiter zurückhalten sollten, sieht Israels Bilanz so aus: 10 tote Terroristen, keine toten Zivilisten. 9 der Terroristen waren vom Islamischen Jihad, einer von der DFLP.
[Die offizielle PA-Nachrichtenagentur WAFA brachte viele Artikel zu den israelischen Luftschlägen, aber nichts zur Raketenregen aus Gaza, der auf zivile Bereiche in Israel zielte; einzige Ausnahme ist einer über den getöteten israelischen Zivilisten.]

Der PIJ geifert: Wenn die Eskalation im Gazastreifen weiter geht, dann werden sei nicht zögern. Man habe viele und große Optionen, heißt es. Und natürlich: Eskalieren tun immer nur die verdammten Juden, die die Boshaftigkeit haben sich nicht einfach von den armen Muslimen abschlachten zu lassen…

Mahmud Abbas ganz stolz: „Ich werde niemals einen jüdischen Staat anerkennen… Die Entführung des israelischen Soldaten Gilad Shalit war etwas Gutes.“

Der Generalsekretär der UNO verurteilt die Raketen auf Israel – fordert aber Israel zu „maximaler Zurückhaltung“ auf (warum nicht die „Palästinenser“?). Frankreich verurteilt die Raketen auf Israel und fürchtet „Eskalation“ – sprich: dass Israel die Täter verfolgt. Der Raketenregen ist keine Eskalation, nicht wahr?

Ägyptische Offizielle behaupten, sie hätten Israel von einer zweiten Operation Gegossenes Blei abgehalten. Der Prahlhans lobte die „palästinensischen“ Terrorgruppen dafür, dass sie sich „von Israels provokativen Taten nicht haben ins Schwanken bringen lassen“.

Dienstag, 01.11.11:

Soldaten, die im arabischen Awarta (Heimatort der Mörder der Familie Fogel) das Grab von Eleazar haCohen (Sohn von Aaron, dem Bruder Moses) aufräumten und wieder instand setzten, wurden von Arabern angegriffen, als sie das Dorf wieder verließen. Die Terror-Araber warfen Brandsätze; sie antworteten mit harmlosen Mitteln zur Auflösung von Krawallen auf diese tödlichen Bedrohung.

Was haben die PalAraber neulich gegiftet, als Avigdor Lieberman meinte, jeder sei besser als PA-Chef als Mahmud Abbas. Sie dichteten ihm dabei sogar an einen Mordaufruf getätigt zu haben. (So ist das halt, wenn man von sich auf andere schließt.) Einstecken können sie also gar nichts, so harmlos das auch sein mag. Aber beim Austeilen sind sie ganz groß: Saeb Erekat bezeichnete Lieberman jetzt als „Mafia-Gangster“. (Grund: Lieberman plauderte aus, dass Abbas die Israelis während „Gegossenes Blei“ aufforderte die Hamas auszulöschen.) Lieberman reagierte cool und ließ seinen Sprecher sagen: „Wir wussten immer, dass Erekat kein Diplomat ist. Jetzt haben wir den wissenschaftlichen Beweis dafür.“ (Was ist übrigens heftiger: Jemandem zu bescheinigen, dass er seinen Job nicht tut und abtreten sollte oder jemanden als Mafia-Gangster zu bezeichnen?)

Polizei und Shin Bet schlossen 3 pal-arabische Einrichtungen in Jerusalem, die mit der Hamas verbunden sind.

Saeb Erekat mit dem Klassiker: Die Raketenangriffe „schaden den palästinensischen Interessen“ – nicht, dass er sie als falsch oder terroristisch verurteilen würde, nein. Judenmord ist grundsätzlich in Ordnung, nur muss er gezielter eingesetzt werden und zu den passenden Zeiten!

Mittwoch, 02.11.2011:

Mahmud Abbas muss immer einen draufsetzen: Die Hamas zahlt den Terroristen $2000 – Abbas setzt $5000 drauf. Die Hamas nennt die Terroristen und Mörder „Kulturhelden“ – Abbas bezeichnet sie als „Heilige“. Friedenspartner?

Kein Wunder, wenn ihnen das Jahrzehnte eingebläut wird: In einer Umfrage wurde festgestellt, dass 89,5% der „Palästinenser“ es ablehnen ihr „Rückkehrrecht“ zugunsten (finanzieller) Entschädigung aufzugeben.

Ein prominenter Hamasnik tönte im Iran wieder einmal, „das gesamte palästinensische Land“ gehöre nur den“Palästinensern“.

Die Zahl der Terrorakte gegen Israel ist im Oktober gegenüber dem Vormonat stark gestiegen (von 68 auf 80); in Judäa und Samaria ging sie ebenso zurück (von 39 auf 28) wie in Jerusalem (von 17 auf 6).

Donnerstag, 03.11.2011:

Das PA-Fernsehen ließ den Planer des Passah-Massakers in Netanyah hoch leben, der in einem israelischen Gefängnis seine Strafe absitzt. Der Mann sein ein Vorbild, hieß es.

Jibril Rajoub sprach im Namen von Mahmud Abbas und der Fatah: Er pries die Terroristen, die Gilad Shalit entführten und gefangen hielten.

Heckmeck:
UNO-Generalsekretär Ban auf einmal ganz fürs Gegenteil: Auf einmal sagt er den PalArabern, dass ihr Anerkennungsantrag keine gute Idee ist. (Aber natürlich geht das nicht, ohne Israel Vorwürfe wegen Wohnungsbau zu machen.)

Freitag, 04.11.2011:

Die IDF hat ihre Gründe für die Blockade ins Internet gestellt. Außerdem ist dort auch nachzulesen, wieso die Blockade nach internationalem Recht legal und gerechtfertigt ist.

Der Palästinensische Islamische Jihad prahlt damit, dass er mindestens 8.000 Kämpfer für einen offenen Krieg mit Israel bereit stehen hat. Und die Terroristen erwarten nicht, dass eine Waffenruhe mit Israel lange andauern wird.

Heckmeck:
Großbritannien, Frankreich und Kolumbien werden sich bei der Abstimmung über den PA-Antrag auf Vollmitgliedschaft in der UNO enthalten. Es heißt, dass damit eine Mehrheit für den Antrag nicht mehr gegeben ist. (Die USA müssten als gar nicht erst ihr Veto einlegen.)
Fatah-„Außenminister“ Riyad Malki behauptet, Mahmud Abbas habe Anweisung gegeben, dass keine weiteren Aufnahmeanträge bei UNO-Organisationen gestellt werden, sondern man sich auf die Vollmitgliedschaft in der UNO-Vollversammlung konzentrieren solle.

Samstag, 05.11.2011:

6 der 27 Passagiere der beiden Terrorschiffchen von Freitag wurden Samstagmorgen freigelassen, Besatzungsmitglieder des griechischen Schiffs und ein Ägypter (der nach Ägypten abgeschoben wurde).
Am Nachmittag wurden das Prozedere zur Abschiebung der Terrorschiffer eingeleitet.

Ein führender Vertreter Ägyptens hat den Terroristen im Gazastreifen gesagt, sie sollten sich ruhig verhalten, andernfalls werde Israel einmarschieren.

Mahmud Abbas tönte, dass die Terroristen „nicht weniger akzeptieren werden, als wir verdienen: die volle Mitgliedschaft als Staat“. Wer so etwas sagt, der meint auch: „Und wenn nicht, dann…“ Also müssen wir davon ausgehen, dass diese Aussage eine Drohung des „Friedenspartners“ ist.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2011“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).