Die UNESCO beschwert sich über israelische Karikatur

Elder of Ziyon, 11. November 2011

Die UNESCO hat sich formell bei Israel beschwert – über eine Karikatur der Redaktion von Ha’aretz!

Israels Botschafter bei der UNESCO wusste nicht, ob er lachen oder weinen sollte, als ein hochrangiger Vertreter der Bildungs-, Wissenschafts- und Kultur-Organisation der UNO ihn Mittwoch für eine Standpauke einbestellte. Der Grund? Eine in Ha’aretz veröffentlichte Karikatur.

Die Karikatur vom 4. November – ein erfinderischer Kommentar zur Entrüstung der Regierung darüber, dass die UNESCO Palästina als Vollmitglied anerkannte – zeigte Premierminister Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Ehud Barak, die ein Luftwaffenstaffel zum Angriff auf den Iran schicken; Netanyahu befiehlt: „Und auf dem Rückweg werdet ihr das UNESCO-Büro in Ramallah beschießen!“

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Beim Treffen mit Eric Falt, dem stellvertretenden UNESCO-Direktor für Außenbeziehungen und öffentliche Information, war Botschafter Nimrod Barkan verblüfft, dass ihm eine Kopie dieser Karikatur und ein offizielles Protestschreiben von UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa ausgehändigt wurde. Falt sagte Barkan die Karikatur sei Hetze.

„Eine Karikatur wie diese gefährdet das Leben unbewaffneter Diplomaten und Sie haben die Verpflichtung diese zu schützen“, sagte Falk nach Angaben einer israelischen Quelle. „Wir verstehen, dass es in Israel Pressefreiheit gibt, aber die Regierung muss Angriffe auf die UNESCO verhindern.“

Barkan stellte heraus, dass die Regierung keine Kontrolle über in den Zeitungen abgedruckte Redaktionskarikaturen hat. „Fragen Sie sich, was Sie gemacht haben, dass eine moderate Zeitung mit einer tief sitzenden internationalen Neigung eine solche Karikatur veröffentlichte“, schlug er vor. „Vielleicht liegt das Problem bei Ihnen.“

Nachdem Barkan das Gespräch dem Außenministerium berichtete, kabelte dieses zurück: „Was genau will die UNESCO von uns – dass wir unsere ausgezeichneten Jungs losschicken, um die Beschäftigen der UNESCO zu schützen oder dass wir die Zeitung schließen? Es sieht so aus, als würde Ihre Arbeitsumgebung immer mehr Anklänge an ‚Animal Farm‘ bekommen.“

Ich könnte falsch liegen, aber ich interpretiere die Karikatur so, dass man bei Ha’aretz gegen einen Angriff auf den Iran ist und das zeigt, indem man die Absurdität eines Luftangriffs auf die „UNESCO“ „auf dem Rückweg“ herausstellt – was bedeutet, dass es sich um das genaue Gegenteil von Hetze handelt. Oder vielleicht war der Karikaturist gegen das, was nach seinem Gefühl Israels unverhältnismäßige Reaktion auf die Aufnahme Palästinas als Mitglied in die UNESCO empfindet.

Wie auch immer, es scheint so, dass die islamisch dominierte UNESCO lehrt, wie diese Organisation angemessen auf Karikaturen reagieren soll, die sie geschmacklos finden.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass man bei der UNESCO, zu der jetzt die Hamas als Teil der „Einheit“ der palästinensisch-arabischen Delegation gehört, vielleicht glaubt, da mindestens eines ihrer Mitglieder keine Probleme hat UNO-Einrichtungen anzugreifen, wenn es ihren Zwecken dient, dass alle ihre Mitglieder genauso sind.

Hat mit Gleichberechtigung zu tun.

Oder vielleicht wollen die von der UNESCO, wo sie finanziell schmerzlich getroffen sind, von Israel kostenlos Sicherheitsmaßnahmen bekommen.

6 Gedanken zu “Die UNESCO beschwert sich über israelische Karikatur

  1. Ich tippe auf das von Ihnen zuletzt genannte. Die UNESCO möchte israelische Personenschützer für ihre Mitarbeiter in Ramallah haben, da dieses im Bereich von „Palästina“ liegt.
    Der Grund wird von Ihnen mit folgendem, zitiertem Satz erläutert: „…eines ihrer Mitglieder keine Probleme hat UNO-Einrichtungen anzugreifen, wenn es ihren Zwecken dient, dass alle ihre Mitglieder genauso sind.“ „Palästina“ ist jetzt Mitglied der UNESCO.

  2. Wobei gegen alle anderen Art von Karikaturen, welche sich eindeutig gegen Israel oder Juden richtet und nicht weniger gefaehrdet (!), die UNESCO reichlich wenig dagegen einzuwenden hat. Dies gehoert wohl eben zu der Kultur, welche sich die UNESCO verplichtet hat zu beschuetzen

  3. „Wir verstehen, dass es in Israel Pressefreiheit gibt, aber die Regierung muss Angriffe auf die UNESCO verhindern.“

    Angriffe durch die Presse? Also versteht die UNESCO doch nicht, dass es in Israel Pressefreiheit gibt oder sie wissen nicht, was Pressefreiheit überhaupt bedeutet.

    Das Ansinnen der UNESCO ist so lächerlich, dass man darüber lachen könnte, wenn es nicht so traurig wäre. Immerhin hat sich dieser Deppenverein als das geoutet, was es ist: ein weiterer UNO-Ableger, der seine Daseinsberechtigung durch eine Überrepresäntanz von Diktaturen verloren hat.

    Die wenigen Demokratien in dieser Welt sollten geschlossen aus der UNO austreten, eine eigene Organisation gründen und den verbliebenen Rest sich selbst überlassen. Dort kann sich dann Achmadingsbums nach Herzenslust austoben.

    • Avram, da die Jecken glauben, die Karikatur würde körperliche Angriffe auf UNESCO-Leute auslösen, ist mit „Angriffe“ m.E. nicht der Angriff der Presse gemeint. Ansonsten stimme ich deinen Aussagen und der Forderung voll und ganz zu.

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