Zitate!

Ein Journalist ist jemand, der für drei Tage in den Nahen Osten reist und dann ein Buch schreibt mit dem Titel: „Der Nahe Osten – gestern, heute, morgen.“
Dan Schueftan, zitiert von David Rosen (der hat’s von Ingo Way), Facebook, 19.11.11

Journalisten sind Leute, die nicht schreiben können, Leute interviewen, die nicht reden können, um Leuten Artikel zu liefern, die nicht lesen können.
Frank Zappa, zitiert von D.Berger als Kommentar zum Text oben.

Vielleicht sollte man den Begriff „Staatsterrorismus“ auf die Palästinenser ausdehnen. Wer weiß. Vielleicht beschleunigt das ja die Staatsgründung.
Die Editrix auf Deutsch, 24.11.11

Das ist nun wirklich komisch. Die Feststellung, dass der Koran eine nicht geringe Mitverantwortung an dem heute noch herrschenden Judenhass hat, wird nicht selten als Islamophobie gegeißelt, aber von Broder und Sarrazin darf behauptet werden, von ihren Büchern führe ein direkter Weg in den Massenmord.
Gerd Buurmann, 23.11.11

Was vor rund einem halben Jahrzehnt als Forderung des Nahost-Quartetts durch Kofi Annan bekräftigt wurde und auch als notwendig galt, ist – jedenfalls in den Augen eines sozialdemokratischen “Freundes Israels” – heute eine offenbar verurteilenswerte Zumutung, wenn die israelische Regierung daran erinnert. Nicht die “Palästinenser”, die diese an sich banalen Forderungen missachten, werden attackiert, sondern Israel, das auf sie sich beruft.
tw24, 24.11.11

Vor Kurzem war Broder noch Breivik, jetzt zieht er mordend durch Deutschland. Denn Kritik am Islam – und seinem Jungfrauenwahn, seiner Geschlechterapartheid und seinem Hass auf alles Liberale – ist Islamophobie und tötet. Alles klar?
Arvid Vormann, WadiNet-Blog, 25.11.11

Handelt es sich auch noch um „linke“ Täter, setzt sofort ein Prozess der Relativierung und Romantisierung ein: Sie haben es ja gut gemeint, sie wollten sich nicht selbst bereichern, sondern gesellschaftliche Güter umverteilen.
Henryk M. Broder, WELT debatte, 25.11.11 über die Relativierung von linkem Terrorismus. „Linke“ Gewalt wird relativiert bis gerechtfertigt, „rechte“ Gewalt maximal verdammt. Daher:
Allein die Idee, einen Bodycount zu veranstalten und die Toten der rechten Terroristen denen der RAF gegenüberzustellen, ist eine obszöne Entgleisung. Allerdings eine in Deutschland beliebte Übung.
und die Schlussfolgerung:
Natürlich gibt es Unterschiede zwischen rechtem und linkem Terror, so wie es einen Unterschied zwischen der SA und der SS gab, der freilich den Opfern dieser Gruppen nicht immer bewusst war, wenn sie blutend oder tot auf dem Pflaster lagen. Heute ist die Lage noch unübersichtlicher. Äußerlich sind die Aufmärsche der autonomen Antifa von denen der Neonazis – außer an der Farbe der Schnürsenkel – kaum zu unterscheiden, weswegen Polizisten im Einsatz oft nicht wissen, ob sie es mit den einen oder den anderen zu tun haben.
und ganz besonders:
Werden ganze Menschengruppen aus politischen oder sozialen Gründen abgelehnt, liegt keine konzeptionelle Brutalität vor, sondern ein politisches Konzept.

Die christlichen Glaubensrichtungen waren blutig und mörderisch, wenn sie vom Text ihrer Schriften abwichen, während der Islam es gerade dann war, wenn er sich den seinen annäherte.
Eric Conan, zitiert von J.N. Steinhöfel, 29.07.11

Als Hanns Marin Schleyer ermordet wurde, war er Arbeitgeberpräsident. Und, Herr Prof. Dr. Christoph Butterwegge, wieviele Arbeitgeberpräsidenten gibt es in Deutschland? Ich sag es Ihnen: immer nur einen! Wenn das mal keine Minderheit ist! Oder gibt es sogar eine noch kleinere Minderheit als eine Gruppe, zu der nur ein Mensch gehört?
Gerd Buurmann, tapfer im nirgendwo, 28.11.11

Wir lernen: Endlich kann man den Kampf gegen rechts mit solidem Antisemitismus unterfüttern. Für die ganz Dummen könnte man es auch so formulieren: Die Juden sind die Nazis von heute. Welch perfekte Kartharsis.  Die deutsche Vergangenheitsbewältigung darf damit als abgeschlossen betrachtet werden.
Dirk Maxeiner, Die Achse des Guten, 29.11.11

Island erkennt judenreines “Palästina” an
tw24, 30.11.11 zur Entscheidung des isländischen Parlaments „Palästina“ anzuerkennen.

Der „spontane Ausbruch des Volkszorns“, den Dr. Goebbels vor ziemlich genau 73 Jahren inszenierte, ist in muslimischen Ländern ein noch immer gern praktiziertes gesellschaftliches Event.
Claudio Casula, Spirit of Entebbe, 29.11.11

Herr Polenz könnte sich beispielsweise um einen Dialog mit denjenigen bemühen, die neu gebaute Straßen benutzen anstatt diese zu zerstören. Oder auch gerne mit Frauen, die uneheliche Töchter in die Schule schicken, anstatt ausgepeitscht zu werden. Aber das wären dann eben keine Islamisten, was jedoch dringende Voraussetzung für Dialoge mit Herrn Polenz zu sein scheint – sonst kommt er nicht.
Jennifer Nathalie Pyka, 30.11.11

Eigentlich verbietet es ja bereits der gute Geschmack, sich in irgendeiner Weise positiv auf die »Occupy«-Bewegung zu beziehen. Denn wenn eine politische Bewegung im Brustton der Überzeugung behauptet, für 99 Prozent der Menschheit zu sprechen, sollte eigentlich jeder, der zumindest den Anflug einer Ahnung davon hat, wozu solche Allmachtsphantasien führen können, tunlichst auf Distanz gehen. Wo immer die Sehnsucht nach Kollektivität – und das heißt: nach dem Aufgehen in der Masse, nach der Unterdrückung jeglicher Individualität – derartige Urstände feiert, droht Unheil in Form von sanktionslüsternen Feldzügen gegen alle, die der Abweichung auch nur verdächtigt werden.
Alex Feuerherdt, Jungle World, 01.12.11 – über die deutschen Occupyer (Beispiele dafür im Artikel direkt nach diesem Absatz) wie die sonstigen.

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