Saudi könnte zu Tode gesteinigt werden, weil er Ehebruch mit seiner Exfrau beging, die keine Ahnung hatte, dass sie von ihm geschieden war

Marisol, Jihad Watch, 11. Dezember 2011

Eine formelle Versöhnung wäre extrem kompliziert gewesen, weit über ihre tatsächliche Beziehung hinaus. Wie diese Nachricht feststellt: „Er könnte zu Tode gesteinigt werden, weil er haufenweise den schwerwiegendsten Ehebruch begangen hatte, denn ihr ist verboten mit ihm zu schlafen, außer sie heiratet einen anderen Mann und wird wieder geschieden, bevor sie zu ihrem ehemaligen Ehemann zurückkehrt.“

Das ist keine saudische Erfindung, sondern Koran, Sure 2,230:

Und wenn er sie entläßt, dann ist sie ihm nicht mehr erlaubt, solange sie nicht einen anderen Mann geheiratet hat. Wenn dieser sie entläßt, ist es kein Vergehen für beide, wenn sie zueinander zurückkehren, sofern sie annehmen, daß sie die Gebote Allahs einhalten können.

„The Parent Trap“ wäre ein viel längerer Film geworden, hätte man ihn in Saudi-Arabien gedreht. „Mann könnte wegen Ehebruch mit seiner Ex-Frau Todesstrafe erhalten“, in: Emirates 24-7,, 8. Dezember:

Ein saudischer Mann könnte zu Tode gesteinigt werden, sollte er schuldig befunden werden fast vier Monate lang mit seiner Ex-Frau geschlafen zu haben, ohne ihr zu sagen, dass er sich von ihr geschieden hatte.

Die Frau reichte Klage gegen ihren Ex-Mann ein und fordert vom Gericht in der westlich gelegenen Hafenstadt Jiddah ihm die Höchststrafe dafür zu geben, dass er in dieser Zeit Sex mit ihr hatte, obwohl er sich fast vier Monate zuvor von ihr scheiden ließ.

Die Frau, deren Identität nicht veröffentlicht wurde, sagte, ihre ehemaliger Ehemann sagte ihr am letzten Tag ihrer Beziehung, dass er sich gerade von ihr scheiden ließ.

„Als sie zum Gericht ging, um den Scheidungsfall zu überprüfen, wurde ihr gesagt, ihr Ehemann habe sich 120 Tagen früher von ihr scheiden lassen, obwohl der ihr von der Scheidung erst am Tag zuvor erzählt hatte“, schrieb die saudi-arabischsprachige Zeitung Alikhbariya.

„Die Frau forderte die Höchststrafe für ihren Ex-Mann … Gerichtsquellen sagten, wenn der Mann für schuldig befunden werde, könnte er zu Tode gesteinigt werden, denn war er tat läuft auf den schwersten Fall von Ehebruch hinaus, weil es ihr verboten ist mit ihm zu schlafen, außer sie heiratet einen anderen Mann und wird wieder geschieden, bevor sie zu ihrem ehemaligen Ehemann zurückkehrt.

Kommentar heplev: Wir kennen die „Nur in Israel“-Sprüche und Leistungen, mit denen in der Regel immer positive Rekorde oder auch Missgeschicke berichtet werden. Hier haben wir vielleicht ein „Nur in Saudi-Barbaria“ oder auch „Nur in Muslimländern“-Ereignis – aber alles andere als positiv. Das muss man sich erst einmal vorstellen:
– Der Typ kann sich von seiner Frau scheiden lassen, ohne dass die etwas davon weiß.
– Sie begeht ein Verbrechen, indem sie weiter Sex mit ihm hat (obwohl das anscheinend in diesem Fall – anders als bei Vergewaltigungen – nicht weiter verfolgt wird).
– Unerlaubter Sex hat die Todesstrafe zur Folge.
– Um wieder mit ihrem Mann zusammen sein zu dürfen (sprich: ihn heiraten zu können), muss sie zuerst einen anderen Mann heiraten und DER muss sich von ihr scheiden lassen.
Das ist ein Frauen zutiefst verachtendes, perverses System!

3 Gedanken zu “Saudi könnte zu Tode gesteinigt werden, weil er Ehebruch mit seiner Exfrau beging, die keine Ahnung hatte, dass sie von ihm geschieden war

  1. Dazu kann man keinen Kommentar schreiben. Dazu fällt einem einfach nichts ein.
    Das übertrifft selbst die schwärzeste Satire.

  2. So gesehen ist es doch eine saudische Erfindung….. denn die satanischen Verse sind ja genau dort ins Leben gerufen worden. Ich wundere mich nur, dass wirklich der Mann gesteinigt werden soll. Da hat wohl die arme Ehefrau die Flucht nach vorne angetreten, um ihr Leben zu retten.

    • Letztlich hat die Frau sich nur für das boshafte Verhalten ihres (Ex-)Mannes gerächt. Übel gerächt, aber das würden viele gerne tun, die von ihren Ehepartnern einfach fies sitzen gelassen werden.
      Sie hätte schweigen können. Hätte niemandem geschadet. Aber sie war (berechtigterweise) verdammt sauer. Was sie draus gemacht hat – nun ja, das geht dort halt. Flucht nach vorne würde ich das nicht nennen, sondern brutalstmögliche Attacke.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.