Ein kleiner, gewaltiger Unterschied (oder zwei)

Diese Woche hat eine Gruppe Jugendlicher in Judäa und Samaria einen israelischen Militärposten angegriffen; sie brachen ein und zerstörten Fahrzeuge und Material.

An einer Moschee in Judäa und Samaria wurde Feuer gelegt; auch wenn es (wieder einmal) anders sein könnte, fällt der Verdacht natürlich auf „extremistische Siedler“. Dabei wurden auch hässliche Parolen gesprüht.

Die Aktionen (vor allem der nie da gewesene Angriff auf Soldaten durch Juden) hat Israel schockiert und eine Debatte darüber ausgelöst, ob man diese Leute als Terroristen bezeichnen soll. Auf jeden Fall wird hart gegen sie vorgegangen.

Unsere gesamte Qualitätsjournaille stürzt sich gerne darauf, um zu „zeigen“, dass die jüdischen Extremisten den arabischen in nichts nachstehen (wobei die arabischen sich natürlich nur „wehren“).

Yaakov Kirschen hat einmal mehr die Aufmerksamkeit auf ein Detail gelenkt, das bei uns weder wahrgenommen noch diskutiert wird:

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Für ganz Unbedarfte: In Israel werden solche Gewalttäter vom Staat juristisch belangt und von der Gesellschaft abgelehnt. Bei den so genannten Palästinensern werden sie als Helden (oft „Kulturhelden“) gefeiert, man benennt Straßen und Plätze, Schulen, Sommerlager, Sportturniere nach ihnen.

Allerdings merkt Caroline Glick noch etwas an: Benjamin Netanyahu weigerte sich, die Täter Terroristen zu nennen. Er setzte sie lieber mit den linken Anarchisten gleich, die seit 2002 Woche für Woche die gewalttätigen „Demonstrationen“ am Sicherheitszaun abhalten, bei denen genau diese Art von Gewalttaten ständig verübt werden. Das Justizministerium (oder Qualitätsmedien, NGOs, UNO, usw.) haben noch nie gefordert, dass diese Gewalttäter als Terroristen bezeichnet werden sollten. Sie wurden nicht vor Militärgerichte gestellt, wie es jetzt mit den extremistischen Siedlern geschehen soll. Ihre Gewalttaten wurden auch noch nie von ihren linken, „friedensbewegten“ und sonstigen Geschwistern im Geiste wegen ihrer Gewalttätigkeit verurteilt – anders als die Taten der „rechts-religiösen Siedler“ dieser Woche, die vom Rat der jüdischen Kommunen in Judäa und Samaria, allen wichtigen Führungspersönlichkeiten der nationalreligiösen Gemeinschaft, Rabbinern usw. verurteilt und verdammt wurden.
Merke: „rechte“ Gewalt wird immer, unmittelbar und ohne Einschränkungen verurteilt. Zurecht. Von Medien und Eliten wird sie aufgeblasen und zur allgemeinen, uneingeschränkten Attacke gegen das tatsächliche und herbeikonstruierte „Umfeld“ genutzt. Linke Gewalt, die seit langem genau dasselbe tut, wird unter den Teppich gekehrt oder gerechtfertigt. Niemand regt sich darüber auf. Niemand fordert Konsequenzen daraus, außer den Forderungen der Gewalttäter nachzugeben und vor ihnen zu kuschen.

Ein Gedanke zu “Ein kleiner, gewaltiger Unterschied (oder zwei)

  1. Wie kommt es, vorausgesetzt der Artikel gibt die Wirklichkeit in Israel zutreffend wieder, besonders im letzten Absatz, dass ich, parallelen zu Deutschland entdecke?
    Läßt sich daraus schon ableiten, dass dies eine globale Situation ist?

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