The Guardian: „Maria und Joseph würden es nicht nach Bethlehem schaffen“

Elder of Ziyon, 23. Dezember 2011

Jedes Jahr werden uns Storys geleifert, in denen Reporter Weihnachten als Rechtfertigung benutzen, um auf Israel einzudreschen. Hier ist eine aus dem Guardian:

Würden Maria und Joseph sich heute auf den Weg nach Bethlehem machen, würde die Weihnachtsgeschichte anders ablaufen, sagt Vater Ibrahim Shomali, Gemeindepriester der Stadt. Das Paar hätte zu kämpfen, um überhaupt in die Stadt zu kommen, geschweige denn ein Hotelzimmer zu finden.

„Würde Jesus dieses Jahr kommen, wäre Bethlehem geschlossen“, sagt der Priester von Bethlehems Gemeinde Beit Jala. „Er würde entweder an einem Checkpoint geboren oder an der Trennmauer. Maria und Joseph eine israelische Erlaubnis brauchen – oder müssten Touristen sein.

Das ist ein wirklich großes Problem für die Palästinenser in Bethlehem: Was wird geschehen, wenn sie uns komplett abriegeln?“*

Al-Arabiya berichtet, dass dieses Wochenende rund 30.000 christliche Pilger zum Besuch in Bethlehem erwartet werden.

Es gibt keine Probleme für palästinensische Christen zu Besuch zu kommen. Es gibt kein Problem für Touristen, die Stadt zu besuchen. Es kommen sogar 500 Gazaner. Ist es wirklich so seltsam, dass Israel Leuten Genehmigungen geben muss, die aus oder durch Israel in von der PA kontrolliertes Gebiet reisen? Und ist es schwierig diese Genehmigungen zu erhalten?

CiFWatch hat weit mehr.

UPDATE: Kommentator Ira_rosen sagt:
Es stimmt, der Guardian hat Recht. Wenn Maria und Joseph heute versuchen würden nach Bethlehem zu gelangen, wäre das sehr schwierig. Sie waren Juden.

* Anmerkung heplev: Der letzte Satz des ersten Absatzes aus dem Zitat aus dem Guardian ist widersprüchlich: Wenn die Lage in der Stadt so schlimm wäre wie behauptet, dann hätten sie kein Problem ein Zimmer zu bekommen!

Ergänzung: Spirit of Entebbe widmet demselben Thema einen Beitrag mit einer treffenden Karikatur:

Advertisements

5 Gedanken zu “The Guardian: „Maria und Joseph würden es nicht nach Bethlehem schaffen“

  1. Offenbar hat dieser Priester die Schriften nicht richtig gelesen. Würde Jesus heute nach Jerusalem kommen und sehen, dass der Tempel zerstört wurde und auf den Ruinen eine Moschee steht, dann würde er diese in die Luft jagen und den Tempel erst einmal wieder aufbauen. Wenn ihn schon damals ein paar Händler vor dem Tempel gestört haben, wie sehr würde ihn der heutige Anblick in Rage versetzen!

    • Das sehe ich etwas anders. Die Händler an sich störten ihn nicht, sondern wie sie die Leute betuppten. Und die Moscheen – da will ich lieber nicht spekulieren; aber „in die Luft jagen“ wäre wohl nicht.

      • Ok, kann ich verstehen, daß Du das anders siehst. Du siehst es aus dem christlichen Blickwinkel und ich aus dem jüdischen. Obwohl ich Jude bin, habe ich mich sehr intensiv mit der Person – sprich: dem Menschen – Jesus beschäftigt. Es hat mich einfach interessiert, wie es aus dem Judentum zum Christentum kommen konnte und da war Jesus die zentrale Figur in diesem Wandel. Natürlich gibt es keine stichhaltigen Fakten oder eindeutigen Zeugenaussagen, was damals wirklich passiert ist, aber über die vielen Quellen, die ich gelesen habe, konnte ich mir schon ein ungefähres Bild machen. Und dieses Bild ist nicht dogmatisch geprägt.
        Ohne jetzt ins Detail zu gehen, denn das würde hier den Rahmen sprengen, kann ich Dir zumindest bzgl. der Geschichte mit den Händlern sagen, daß es ihm darum ging, daß im Hause Gottes Geschäfte gemacht wurden und dies wird nach der jüdischen Lehre nicht gern gesehen. Selbst in der heutigen Zeit kommt es vor, daß sich Juden in der Synagoge über Geschäfte unterhalten und vom Rabbi ermahnt werden, wenn er das mitkriegt. Es ergibt sich in manchen Dingen ein etwas anderes Bild, wenn man die Geschichte Jeshuas mit jüdischen Augen betrachtet.

  2. […] Das ist ein wirklich großes Problem für die Palästinenser in Bethlehem: Was wird geschehen, wenn sie uns komplett abriegeln?“* Al-Arabiya berichtet, dass dieses Wochenende rund 30.000 christliche Pilger zum Besuch in Bethlehem erwartet werden. Es gibt keine Probleme für palästinensische Christen zu Besuch zu kommen. Es gibt kein Problem für Touristen, die Stadt zu besuchen. Es kommen sogar 500 Gazaner. Ist es wirklich so seltsam, dass Israel Leuten Genehmigungen geben muss, die aus oder durch Israel in von der PA kontrolliertes Gebiet reisen? Und ist es schwierig diese Genehmigungen zu erhalten? CiFWatch hat weit mehr. UPDATE: Kommentator Ira_rosen sagt: Es stimmt, der Guardian hat Recht. Wenn Maria und Joseph heute versuchen würden nach Bethlehem zu gelangen, wäre das sehr schwierig. Sie waren Juden. * Anmerkung heplev: Der letzte Satz des ersten Absatzes aus dem Zitat aus dem Guardian ist widersprüchlich: Wenn die Lage in der Stadt so schlimm wäre wie behauptet, dann hätten sie kein Problem ein Zimmer zu bekommen! {Elder of Ziyon, 23. Dezember 2011 -www.heplev.wordpress.com} […]

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.