Knallchargen

Sebastian Engelbrecht, Journalist, ARD – der Mann ist so mit Scheuklappen, der kann kaum noch sehen: Weil Khaled Meschaal was von „Volkswiderstand“ statt Kampf mit Waffengewalt (er sagte mit Sicherheit „bewaffneter Widerstand“) faselt, sieht Engelbrecht den Frieden kommen – der natürlich durch Israel gefährdet wird, das die Annäherung zwischen Hamas und Fatah „kritisch sieht“ und „in den vergangenen Tagen die Luftangriffe auf militante Palästinenser im Gazasstreifen [sic]“ verstärkte. Engelbrecht hat nichts von Haniyeh gehört, der Meschaal heftig widerspricht; er hat die Gegendarstellung zu Ha’aretz aus dem Gazastreifen ignoriert; er hat nichts von den sonstigen Äußerungen und vor allem Bedingungen gehört, die zu einem Ausgleich zwischen den Terrorgruppen bzw. dem Beitritt der Hamas zur PLO gehören. Er hat nichts davon gehört, dass die Hamas immer wieder betont – gerade auch in diesem Zusammenhang – dass die Vernichtung Israels das Ziel bleibt. Nein, Herr Engelbrecht glaubt, die Israelis hätten jetzt wieder grundlos gebombt, nicht als Antwort auf Raketenterror, nur um den Frieden wieder zu verhindern. Weil die beiden Terrortrupps sich annähern, nicht weil innerhalb 24 Stunden 6 Raketen in Israel einschlugen. Man muss halt Prioritäten setzen; bei dem Desinformanten und Hetzer Sebastian Engelbrecht liegen diese Prioritäten so ziemlich ausschließlich dabei Israel in ein schlechtes Licht zu setzen, egal, was die Fakten sagen und wie viele Widersprüchlichkeiten es in  Herrn Engelbrechts Schwachsinnswahrnehmung gibt.

Herr Engelbrecht geruht weiter Stuss von sich zu geben: Er beschuldigt Israel sich zu isolieren; Netanyahu habe aus dem Bündnispartner Türkei einen verbitterten Gegner gemacht – hat ja Erdogan überhaupt nichts zu beigetragen, nicht wahr? Mahmud Abbas ist ein „gemäßigter, ziviler und kompromissbereiter Gesprächspartner“ – natürlich, deshalb betreibt er ja die Verweigerungspolitik und bewegt sich keinen Millimeter von seinen Maximalforderungen weg (außer um neue Forderungen draufzupacken). Und dass die islamistische Hamas „sich jetzt sogar auf Israel zu“ bewegt, kann nur einem einfallen, der alles ignoriert, was diese Organisation sonst noch von sich gibt. Aber was will man von Israelfeinden wie Engelbrecht sonst erwarten? Dümmste Dummheiten erfordern mehr Intelligenz, als solche Geistesgrößen wie Engelbrecht zur Verfügung steht. Er müsste nur mal über den Tellerrand seiner Ha’aretz-Gläubigkeit hinaus sehen, um zu erkennen, welchen Unsinn er von sich gibt. Aber dazu reicht es bei Herrn Engelbrecht nicht!

Fritz Feder, Kommentierender auf diesem Blog – „Das Leid des griechischen Volkes durch den deutschen Nationalsozialismus war viel zu groß, als dass Theodorakis Antisemit oder „antijüdisch“ sein könnte.“ Natürlich, das geht nicht. Wer das kennt, der kann kein Antisemit sein. Nach dieser Logik darf allerdings schonmal niemand mehr den Juden/Israelis vorwerfen, sie würden mit den „Palästinensern“ so umgehen wie die Nazis mit ihnen. Ob die Terror- und Antisemitismus-Apologeten Israelkritiker aber jemals so weit denken werden?

Christine Lieberknecht, Ministerpräsidentin (Thüringen, CDU) – vielleicht ist das ja eine Frauensache. Vor ein paar Jahren schwenkte die damalige US-Außenministerin auf einen antiisraelischen Kurs ein, nachdem die Araber ihr einen Vergleich der Schwarzen in den USA zur Zeit der Sklaverei und später (im Süden, 1930-er/1950-er und 60-er Jahre usw.) andienten. Von dem Moment an konnte Ariel Sharon ihr Fakten bringen, wie er wollte, sie geißelte ständig Israel und fand die Terroristen ganz in Ordnung. Jetzt hat Salam Fayyad ihr in „einen Blick über den eigenen Tellerrand“ (also den der Terroristen) gesteckt, dass es viele „interessante Vergleiche“ zwischen der Umbruchsituation in den Palästinensergebieten und der der „jungen Länder vor 20 Jahren“ (also der Ex-Täterä nach dem Übertritt in die BRD) gebe. Das findet sie so toll, dass sie gleich mit Friedenshoffnungen heimkehrte und die Israelis wissen ließ (aus Ramallah heraus!): „[G]erade heute, in einer Zeit, in der weltweit Brücken gebaut werden, ist eine Mauer zwischen Palästina und Israel nicht akzeptabel.” Hm, wenn sie das den „Palästinensern“ sagen würde, würde es mehr Sinn machen – sorgen die dafür, dass das inakzeptable Bauwerk nicht mehr nötig ist, dann baut Israel es auch ab, wie das Beispiel Gilo zeigt!
(Übrigens, bevor mir hier einer Frauendiskriminierung unterstellt: Ja, Männer ticken zwar anders, aber nicht unbedingt besser, wie das Beispiel Frank-Walter Steinmeier zeigt.)

Christine Lieberknecht machte direkt weiter – sie habe schon als Kind von „Palästina“ geträumt, wenn sie Geschichten in der Bibel gelesen hat. Natürlich, da steht ja immer Palästina und Jesus war kein Jude nicht wahr (nun, ich habe da so eine Ahnung, was ihr dabei geholfen haben könnte von „Palästina“ zu träumen). Sie hält eine Mauer zwischen Palästina und Israel für nicht akzeptabel und zieht Vergleiche mit der Berliner Mauer – natürlich ohne jegliche Unterschiede sehen zu wollen. (Noch so’n Teil und die Frau kommt in die Kategorie der hofierten Hetzer.)

Hamburger Abendblatt/dpa/dapd – „Mitglieder des US-Marinecorps, Elitesoldaten der US Army, stehen im Verdacht…“ Die haben keine Ahnung von nichts und davon ganz viel. Seit wann ist das US Marine Corps Teil der US Army? Das USMC ist eine eigenständige Teilstreitkraft neben US Navy, US Air Force und US Army (als fünfte gehört noch die US Coast Guard dazu). So viel sollten selbst die Vollpfosten in den Redaktionsstuben wissen. Sollten. Aber seit wann ist heutzutage strunzdummes Nichtwissen kein Qualifikationsmerkmal der Qualitätsjournaille mehr?

Jan Friedmann, SPIEGEL – an Problemen sind nie die schuld, die sie machen, sondern immer die, etwas erreichen wollen und deshalb entsprechend handeln. Im aktuellen Fall Eltern, die auf Bildung wert legen und sich entsprechende Bildungsinstitutionen (z.B. Kindergärten) aussuchen; aber nicht bildungsferne Eltern, denen „Breitbildfernseher, Bier und Fluppen wichtiger sind als die Bildung ihrer Kinder“. Denn die sind ja „sozial benachteiligt“ und können deshalb nicht für sich verantwortlich sein.

Ein Gedanke zu “Knallchargen

  1. „– Christina Lieberknecht machte direkt weiter…………Sie hält eine Mauer zwischen Palästina und Israel für nicht akzeptabel und zieht Vergleiche mit der Berliner Mauer – natürlich ohne jegliche Unterschiede sehen zu wollen…..“

    ganz einfach
    wer solche Aussagen gegen die Sperranlage (denn nur ein geringer Teil ist tatsächlich eine Mauer) trifft, verteidigt den Mord an Juden, verteidigt arabische Terroristen und ist ein Judenhasser.

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