Global March to Jerusalem – Leugnung jüdischer Rechte und Geschichte

Petra Marquardt-Bigman, The Warped Mirror, 17. März 2012

Letzte Woche hob ein Panel, das der Frage der Bedeutung Jerusalems für Muslime gewidmet war, ein paar politisch unkorrekte Wahrheiten hervor: Seit den Tagen des Islam-Gründers Mohammed haben die Muslime „die Bedeutung Jerusalems entsprechend ihrer politischen Anliegen höher oder niedriger angesetzt“. Fact ist, dass die Stadt, die für Juden seit Jahrtausenden heilig gewesen ist, nicht ein einziges Mal im Koran erwähnt wird.

Doch während Mohammed sich entschied die Bedeutung Jerusalems für die Jünger seines neu gegründeten Glaubens herunterzustufen, als seine Hoffnung von den Juden im heutigen Saudi-Arabien als Prophet anerkannt zu werden sich als vergeblich erwiesen, kam Ayatollah Khomeini zu dem Schluss, dass die Chancen, seine „Islamische Revolution“ über den Iran hinaus zu exportieren, enorm von den Bemühungen profitieren würden alle Muslime – ob Schiiten oder Sunniten – um die Stadt zu sammeln, die der wieder gegründete jüdische Staat 1967 wieder vereinigt hatte. Khomeini verlor keine Zeit und im August 1979 – kurz nach der Machtübernahme – forderte er die „Muslime überall auf dem Globus auf den letzten Freitag des heiligen Monats Ramadan als Al-Quds-Tag zu weihen und die internationale Solidarität der Muslime in Unterstützung der legitimen Rechte des muslimischen Volks Palästinas zu proklamieren“. Khomeini gab außerdem seiner Hoffnung Ausdruck, dass „die Muslime über die Ungläubigen siegen“.

Rund zehn Jahre später, während der ersten Intifada, im Januar 1988, befand es das Jerusalem-Komitee der Organisation der Isalmischen Konferenz für nützlich dem zu folgen und entschied, dass der „Quds-Tag“ mit öffentlichen Veranstaltungen in der gesamten arabischen Welt begangen werden sollte.

Inzwischen haben viele in den westlichen Medien es pflichtgemäß übernommen Jerusalem als die „drittheiligste Stadt“ des Islam zu beschreiben – während die Erwähnung des Status Jerusalems im Judentum und im Christentum irgendwie weniger gefragt…

Um die Sache etwas weiter zu tragen gibt es jetzt Bemühungen das eher lächerliche Konzept der „Judaisierung“ Jerusalems populär zu machen. Eine Konferenz zu Jerusalem neulich in Qatar endete mit einer (nicht ganz schlüssigen) Erklärung, die diese Die wiederholt beschwor.

Noch eine weiterer Anstrengung gegen die „Judaisierung“ der Jahrtausende alten spirituellen Hauptstadt des Judentums zu protestieren, ist für Ende diesen Monats geplant, wenn Aktivisten hoffen eine Million Menschen zu mobilisieren, die aus dem Libanon, Syrien, Jordanien und Ägypten aufbrechen sollen, um Israels Grenzen zu stürmen und auf Jerusalem zu marschieren. Dank einer großartigen Initiative von CiF Watch sind alle maßgeblichen Informationen über diese geplanten „Globalen Marsch auf Jerusalem“ (GMJ) auf einer eigenen Internetseite verfügbar.

Der jüngste Eintrag auf dem Blog der Seite bietet einen guten Eindruck zu den Leute hinter dem geplanten Marsch: Wie dort erklärt, hat die offizielle GMJ-Internetseite sich auf die Seite der Terroristen des Gazastreifens geschlagen, indem eine Verurteilung dessen ausgegeben wurde, was sie die „kriminelle israelische Ermordung von Zivilisten des Gazastreifens“ nennen. Unter Bezugnahme auf die jüngsten Ereignisse im Gazastreifen erklärte die GMJ-Internetseite:

„Wir, der Globale Marsch auf Jerusalem, verurteilen den zionistischen Feldzug zur Tötung palästinensischer Zivilisten und die Einkerkerung der Palästinenser des Gazastreifens in einem Freiluftgefängnis, wie wir auch die fortgesetzte Besetzung palästinensischen Landes und die internationale Zerstörung und Judaisierung Jerusalems wie auch des ganzen historischen Palästina verurteilen.“

Ein weiterer neuerer Eintrag bietet ein umfassendes Hintergrundpapier, das ursprünglich vom Jerusalem Center for Public Affairs veröffentlicht wurde. Zusätzlich zu jeder Menge interessanter Informationen zu der bereits erwähnten Jerusalem-Konferenz in Qatar und anderen relevanten Themen können Sie dort Perlen wie diese Erklärung des European Preparatory Committe for the Global March to Jerusalem finden:

„Wir sagen Nein zum Zionismus; und zu einem exklusiv jüdischen Kolonialstaat, der auf den legitimen Kampf des eingeborenen palästinensischen Volks mit der Ausweitung seiner Apartheid-Herrschaft reagiert.“

Es mag wie eine Menge erfundener, armseliger Wahlsprüche klingen, aber die Absicht der Leute, die so viel Energie in die Organisation dieses „Globalen Marsches auf Jerusalem“ stecken, ist ausreichend klar: Jerusalem und den jüdischen Staat zu „entjudaisieren“. Und ja: Wir leben in einer Zeit, in der eine derart widerliche Idee eine Menge enthusiastische Unterstützung anzieht – und sehr wenig offizielle Verurteilung.

* * *

Nachtrag:

Hier ist ein großartiges Video eines Interviews auf Al-Jazira, in dem Professor Mordechai Kedar von der Bar Ilan-Universität beschuldigt wird den Koran umzuschreiben, weil er für den Interviewer herausstellt, dass Jerusalem im Koran nicht erwähnt wird. (Der Al-Jazira-Journalist warf Kedar einiges vor, das der aber kräftig widerlegte. Kedar sagte ihm u.a.: „Ihr von Al-Jazira könnt den Koran nicht umschreiben.„)

 

3 Gedanken zu “Global March to Jerusalem – Leugnung jüdischer Rechte und Geschichte

  1. Der Professor Kedar ist ja ein richtig cooler Typ!! Genau SO muß man mit Leuten reden, die einem an’s Bein p*** wollen! Also mit den Moslems. Sonst haben die keinen Respekt vor einem. Diese Kriecherei, wie wir sie hier in Deutschland und England vor den Moslems praktizieren läßt sie nur über uns lachen – und zu Recht! So geht das nicht.

    Hier noch ein weiteres Video vom Professor, wo er sich auch selber äußert:

    Ich hoffe, daß die Leute hier in Europa und USA endlich mal aufwachen, sonst wird das noch böse enden…

  2. Ich sprach einmal, bei einer „Friedensdemo – Free Gaza“ eine Frau an, die auch ein Banner hochhielt: Palästina, den Palästinensern – wieso sie dafür, als Deutsche, demonstrieren würde.
    Auf dumm meinte ich: Gaza und Israel, sind doch so weit weg.

    Sie antwortete mir, dass man gegen das „Unrecht“ der unterdrückten Palästinenser demonstrieren müsste, die Welt aufklären müsste.

    Auf meine Nachfrage, wer denn wo und wieso wen unterdrückte, meinte sie: die Juden unterdrücken die Palästinser in ihrem eigenen Land. Die Juden gehören da gar nicht hin.

    Auf meine Nachfrage, wieso denn seit Zeiten des Alten Testaments immer die Juden dort als „Einwohner“ genannt würden, meinte sie: die sind doch da freiwillig abgehauen, weil sie das Judentum in die Welt missionieren wollten. Das hätte aber nicht geklappt, nun wollten sie Arabien „jüdisch“ machen.

    Auf meine Nachfrage, ob sie das im deutschen Geschichtsunterricht gelernt hätte, meinte sie: Da wird doch sowas nicht behandelt, Staatsraison sei es doch „pro-jüdisch“ zu sein.
    Auf meine Nachfrage, ob sie sich nicht irre und „israelisch und Israel“ meinte, sagte sie: das ist doch ein künstlicher Staat und das sind doch alles Juden. Wer kein Jude wäre, dürfte kein Israeli sein.

    Auf mein Nachhaken, wo sie das gelernt und gelesen hätte, meinte sie: Wie erwähnt, in deutschen Geschichtsbüchern darf die Wahrheit nicht geschrieben werden, weil die Juden auch in deutschland zuviel Macht hätten. Die Juden würden das verbieten und unterbinden.
    Sie habe das eine Woche vorher an einem „palästinensischen“ Infostand erst erfahren und sei entsetzt, dass es heute noch ein Volk gäbe, das „versklavt“ sei und unterdrückt, von Kolonialisten (dies seien ja die Juden, wie man wisse) aber all DAS, dürfe man nicht laut sagen, weil man sonst Gefahr liefe, von Juden oder Zionisten bedroht zu werden.
    Und weil sie sich eben sicher fühle, bei der Demonstration, traue sie sich, unter dem Schutz der vielen Muslime, die gegen den Judenstaat und seine Lügen aufbegehren, mit zu gehen.

    Sie wünschte sich noch mehr „aufklärende Wahrheit“ in der westlichen Welt, in Europa und besonders in Deutschland, über diesen Judenstaat und seine „Verbrechen“.

    Nun, was soll ich dazu sagen? Wie kann man solchen verblendeten Menschen noch die wahre Geschichte Palästinas oder Israels erklären?
    Sie ignorieren selbst die wahre Historie.

    Ja, es ist so: wir beugen uns den islamischen Propaganda-Märchen oder denken: ach, lass sie reden. Toleranz in Europa, wird ausgenutzt.
    Klare Ansagen, von islamischer Seite: wir „machen“ es, wir fordern unsere Rechte ein, so wie wir sie im islamischen Sinne verstehen, weil WIR es können, dank eurer Toleranz. Frech wird sogar offen gesagt: das ist doch eure Dummheit, wenn ihr so tolerant seid.
    Es interessiert uns nicht, dass es auch noch viele andere Menschen in Europa gibt, die nach Europa kamen und keine Muslime sind, die sich integrierten.
    Wir wollen einen Sonderstatus, weil wir es können. Die Toleranz hilft uns dabei.

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