Wieder zionistischer Rassismus im Negev

Elder of Ziyon, 7. Mai 2012

Aus Al-Arabiya:

Dutzende Beduinenfrauen aus dem südlichen Israel treten der erwerbstätigen Bevölkerung bei, nachdem eine israelische Telefonfirma einen Dienst in einer örtlichen Moschee eröffnete, wo Frauen das Gefühl haben, sie können unbefangen arbeiten.

Die größte Telekommunikations-Gruppe, Bezeq Israel Telecom, ist ein Joint Venture mit dem Ministerium für Industrie, Handel und Arbeit, mit dem das Zentrum im Inneren einer Moschee gestartet wurde; das ist ein Versuch, die Arbeitslosigkeit unter arabisch-beduinischen Frauen zu bekämpfen.

„Beduinenfrauen würden gerne arbeiten, die meisten von ihnen; und sie wollen Teil des Arbeitsmarktes sein und neben ihren Ehemännern zur Wirtschaft des Haushalts beitragen. Doch weil es in den Dörfern keine Arbeitsplätze gibt und sei nicht außerhalb der Dörfern arbeiten können, verhindert dies für viele, dass sie Teil der Erwerbstätigen werden“, sagte Mahmud Alamour, Direktor des Rayan Center.

Wegen ihres traditionellen, patriarchalischen Lebensstils war es nicht leicht die Ehemänner und Väter zu überzeugen, dass sie ihren Ehefrauen und Töchtern erlauben zur Arbeit zu gehen; die beste Möglichkeit Befürchtungen zu zerstreuen bestand darin das Call Center in der Moschee zu platzieren.

„Die Mädchen fühlten sich sicher, als wir ihnen sagten, dass sie unter einer Moschee arbeiten werden. Sie waren total glücklich, weil ein Mädchen sich an einem Ort wie ihrem Haus oder ihrem Dorf sicher fühlt. Jetzt haben wir zwei Schichten, früh und spät, die Mädchen arbeiten bis 23 Uhr und wir konnten das nur , weil wir von der Moschee aus arbeiten“, sagte Naifa al-Nabari, Arbeitskoordinatorin für das Rayan Center.

Als Beduinin bin ich sehr stolz auf mich, denn als Beduinenmädchen begann ich bei Null. Dies ist mein erster Beruf, ich hatte nie einen anderen Job. Es dauerte nicht lange, bis ich eine Managerin in einer Firma wie Bezeq wurde“, sagte Dalal Abu-kaf, Team-Managerin im Telefonservice-Zentrum.

„Ich glaube, ich hae kein Problem mit diesem Projekt und wenn ich manchmal die Arbeit zu einem bestimmten Zeitpunkt verlassen muss, wenn z.B. ein Kind krank ist, hilft Bezeq mir – sie erlauben uns zu gehen und uns um unsere Kinder zu kümmern“, sagte die bei Bezeq beschäftigte Manal Abu-keren.

Itamar Harel, Vizepräsident der Abteilung Private Marketing bei Bezeq, sagte, die Firma stelle Arbeiter aus der gesamten israelischen Gesellschaft ein und freue sich die Beduininnen zu beschäftigen, weil man auch glaubt, dass die Investition in ihre Ausbildung wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die Frauen sprechen selbstbewusst auf Hebräisch und sind traditionell arabisch gekleidet, wenn sie Kunden helfen Fehler in Telefonverbindungen zu klären und das von einem Call Center aus, das seinen Sitz in einer Moschee in einer Wüstenstadt im südlichen Israel hat.

Nur rund 20 Prozent der muslimischen Frauen Israels sind Teil des Arbeitsmarktes, sagen offizielle zahlen; und unter Beduinenfrauen liegt diese Zahl noch niedriger, um 15 Prozent, sagte das Rayan gegenüber Reuters.

Wie können die Anti-Israel-Truppen das jetzt in einen Beweis für israelisch-jüdischen Rassismus drehen?

Das ist einfach. Ich denke, innerhalb von zwei Tagen werden wir einen Artikel auf Mondoweiss sehen, dass die israelischen Besatzer arabische Frauen mit Sklavenarbeit ausbeuten.

Die Kommentare auf Al-Arabiya gehen darüber hinaus. Charles aus Saudi-Arabien schreibt:

Warum schreiben Sie Nettes über eine israelische Firma, die Beduinen einstellt? Das muss ein zionistisches Komplott sein und diese Frauen versklaven, vielleicht um sie später gegen israelische Geiseln einzutauschen.

Und Ram Jam, ebenfalls aus Saudi-Arabien, schrieb:

Bei arbeitenden Frauen ist die Chance größer, dass sie fremd geht und untreu wird. Nehmt die guten Kirschen und werft die zerschrammten weg…

Hier, bitteschön.

Ein Gedanke zu “Wieder zionistischer Rassismus im Negev

  1. Ein wunderbares Projekt, dass die Frauen da abholt, wo sie im Bereich ihrer Möglichkeiten stehen: ein Job im Schutz der Moschee, familienfreundlich, ohne religiöse und/oder kulturelle Einschränkungen. Spitze!

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