Lady Ashton und ihr bizarres La-la-Land

Die „Hohe Repräsentantin der Europäischen Union für Äußere Angelegenheiten und Sicherheitspolitik und Vizepräsidentin der Kommission“, Lady Catherine Ashton, ließ wissen:

Die Hohe Repräsentantin ist sehr besorgt wegen der Verurteilung von Bassem Tamimi durch ein israelisches Militärgericht am 20. Mai 2012 wegen Teilnahme an illegalen Demonstrationen und der Anstiftung von Protestierend, dass sie mit Steinen werfen.

Die EU betrachtet Bassem Tamimi als „Verteidiger der Menschenrechte“, der sich gewaltlosen Protesten gegen die Expansion israelischer Besiedlung von Land verschrieben hat, das seinem Westbank-Dorf Nabi Saleh gehört. Die EU nahm an allen Gerichtsanhörungen seines Falls teil und hat Sorge wegen des Gebrauchs von Beweismaterial aufgrund einer Aussage eines Minderjährigen, der unter Verletzung seiner Rechte verhört wurde.

Die EU glaubt, dass jeder sein legitimes Recht ausüben können sollte, gewaltlos zu demonstrieren.“

Baroness Ashton findet also, dass Steine zu werfen „gewaltlos“ ist. Ist das in Großbritannien so?

Lady Ashton leugnet nicht, dass Bassem Tibi Demonstranten anstiftete mit Steinen zu werfen. Mit ihr stellt sich die EU nicht dagegen, dass Demonstranten versuchen mit Steinen Menschen umzubringen. Das scheint vielleicht nicht die erste Gelegenheit, wo gewisse Gewalt, je nachdem von wem sie ausgeübt wird, zu Gewaltlosigkeit statt zu Mordversuchen erklärt wird.

Aber was soll das Beschweren – nachdem der Steinewerfer und Schläger Joschka Fischer deutscher Außenminister und seine Vergangenheit reingewaschen werden konnte, gilt wohl eh alles als friedlich, was nicht über sein Tun hinaus geht, das einen krankenhausreif und nicht ganz unlebensgefährlich verletzten Polizisten einschließt. Wenn das keine strafrechtlichen Konsequenzen hat UND zudem dann auch noch verharmlosend heruntergespielt wird, dann ist ein „palästinensischer“ Aufheizer natürlich ein Held statt ein Hetzer und Anstifter zu Mord. Insbesondere, wenn eine Linksextreme wie Lady Ashton sich über Recht und Gesetz empört.

Und was ist mit dem Vorwurf, das Urteil gründe „auf einer Aussage eines Minderjährigen, der unter Verletzung seiner Rechte verhört wurde? Entweder weiß die Dame nicht, wovon sie redet oder sie lügt bewusst, denn die Militärrichterin ließ schwerwiegendere Vorwürfe fallen, weil sie die Aussage dieses 14-jährigen Zeugen gar nicht erst einbezog („sie war voller Widersprüchlichkeiten“), ebenso auch die eines jungen Erwachsenen, weil dessen Aussage falsch dargestellt wurde, wie die Washington Post schrieb.

Mit anderen Worten: Es gab genügend unabhängige Zeugenaussagen, die von Ashton behaupteten wurden nicht gebraucht, im Gegenteil, es gab eine Minderung der Anklagepunkte!

Der Minderjährige, dessen Aussage nicht genutzt wurde, war übrigens ein Neffe des Angeklagten, der beim Steine werfen festgenommen wurde – kann also der „Friedfertige“ seine eigenen Familie nicht beeinflussen sich gewaltlos zu verhalten? Oder ist es nicht eher doch so, dass die EU, vertreten durch die Baroness, Mordversuche mit Steinen als „gewaltlos“ einstuft?

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3 Gedanken zu “Lady Ashton und ihr bizarres La-la-Land

  1. Steinigen ist im Islam eine verbreitet Art und Weise um mit Verbrechern fertig zu werden. Daher können auch Islamisten das Werfen von Steinen nicht als gewaltlos bezeichnen. Wie kommt Lady Ashton zu der Erkenntnis der Gewaltlosigkeit. Vermutlich wurde sie bisher nicht gesteinigt.

    Das könnte man doch, da gewaltlos, nachholen. Was meinen Sie?

    • Finde ich nicht. Aber man kann ihr mal ein paar Demo-Videos verschiedener Fernsehsender zeigen, die die Wirkung von Steinen auf Autos, insbesondere Windschutzscheiben demonstrieren. Gibt es genug von. Bei RTL haben sie auch irgendwo eins, wo die Wirkung von Steinen (mti Zwillen geschossen) auf Köpfe (Wassermelonen) demonstriert wird. Sollte eigentlich genügen. Außer bei antiisraelischen Betonköpfen.

  2. Ist halt immer die Frage wer schmeißt.
    Fliegen die Steine von ner Autobahnbrücke, so wird es zurecht als Mordanschlag gewertet.
    Kommen die Würfe von linken Lieblingskindern(Palästinensern oder der Antifa), dann sind es gerechtfertigte Proteste.

    mfg flax

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